DADAT Bank - Depot, Trading & Erfahrungen

DADAT Bank 2026: Die Salzburger Broker-Bank im Test. Depot, Trading, steuereinfach, ETF-Sparpläne, Gebühren und aktuelle Kundenerfahrungen im Überblick.

Aktualisiert: 03. April 2026 17 Min. Lesezeit

DADAT Bank Österreich 2026: Der Broker-Bank-Ratgeber

Die DADAT Bank ist eine der spezialisiertesten Broker-Banken in Österreich und hat sich als erste Wahl für Anleger etabliert, die einen günstigen, steuereinfachen Zugang zur Börse suchen. Mit Sitz in Salzburg verbindet sie niedrige Trading-Kosten mit einer österreichischen Vollbanklizenz und der automatischen KESt-Abwicklung.

Geschichte und Hintergrund

Die DADAT Bank ist aus der direktanlage.at hervorgegangen, einer der ältesten Online-Broker-Banken Österreichs. Gegründet wurde direktanlage.at Ende der 1990er Jahre als einer der Pioniere des Online-Wertpapierhandels in Österreich. Über die Jahre wechselte das Unternehmen mehrfach den Eigentümer, bis es schließlich in die Grawe Bankengruppe integriert wurde.

Seit 2017 firmiert die Bank unter dem Namen DADAT Bank, wobei DADAT für “direct, automatisierter, transparent” steht. Sie ist eine 100-prozentige Tochter der Schelhammer Capital Bank (früher Bankhaus Schelhammer & Schattera), die zur Grawe Bankengruppe gehört. Diese Eigentümerstruktur bringt zwei wichtige Vorteile: einerseits die Stabilität einer traditionsreichen österreichischen Bankengruppe, andererseits die Möglichkeit, als spezialisierter Broker mit schlanken Strukturen und niedrigen Gebühren zu arbeiten.

2026 zählt die DADAT Bank mehrere zehntausend Kunden, überwiegend Privatinvestoren, die Wertpapierhandel mit österreichischer Steuerabwicklung schätzen. Die Bank ist damit eine wichtige Alternative zu internationalen Brokern wie Interactive Brokers, Flatex oder Scalable Capital, die entweder keine vollständige österreichische KESt-Abwicklung bieten oder komplexere steuerliche Anforderungen stellen.

Das DADAT Depot im Detail

Das zentrale Produkt der DADAT Bank ist das Wertpapierdepot. Es bietet Zugang zu einer breiten Auswahl an Aktien, Fonds, ETFs, Anleihen, Zertifikaten und Derivaten an praktisch allen relevanten Börsen weltweit – von der Wiener Börse über Xetra, Euronext und die London Stock Exchange bis zu den US-Börsen NYSE und NASDAQ.

Die Depotführungsgebühr beträgt 2026 rund 6,95 Euro pro Quartal, was im österreichischen Vergleich moderat ist. Kleinere Depots mit geringem Handelsvolumen profitieren von dieser niedrigen Gebühr, während große Depots sie ohnehin durch niedrige Trading-Kosten schnell kompensieren.

Die Orderkosten sind einer der Hauptgründe, warum Anleger DADAT wählen. An der Wiener Börse beginnt der Preis für eine Order bei rund 2,95 Euro Fixbetrag plus 0,09 % vom Kurswert, mit einer Mindestgebühr von rund 7,95 Euro. An Xetra (Deutschland) sind die Konditionen ähnlich, an US-Börsen etwas höher. Für Aktienhandel in den USA ist die DADAT zwar nicht so günstig wie etwa Interactive Brokers, dafür aber steuereinfach und in Deutsch bedienbar.

ETF-Sparpläne sind ab 50 Euro monatlich möglich und zählen zu den beliebtesten Produkten der DADAT. Es gibt über 300 sparplanfähige ETFs von Anbietern wie iShares, Vanguard, Xtrackers, Amundi, Invesco und anderen. Die Sparplan-Gebühr liegt bei 1,95 Euro pro Ausführung für bestimmte Aktions-ETFs, für andere bei rund 2,50 Euro. Das ist im europäischen Vergleich nicht der absolute Preisbrecher (Konkurrenten wie Scalable Capital bieten teils Sparpläne ab 0,99 Euro), dafür gibt es bei DADAT die volle österreichische Steuerabwicklung.

Steuereinfachheit: Der große Vorteil

Der vielleicht wichtigste USP der DADAT Bank ist die steuereinfache Abwicklung. Als österreichische Bank ist die DADAT verpflichtet, die österreichische Kapitalertragsteuer (KESt) – aktuell 27,5 % auf Kursgewinne, Dividenden und sonstige Kapitalerträge, 25 % auf Sparzinsen – automatisch einzubehalten und ans Finanzamt abzuführen.

Für Anleger bedeutet das: Wer ausschließlich bei DADAT investiert, muss seine Kapitaleinkünfte nicht in der Einkommensteuererklärung angeben. Die Steuer ist bereits abgeführt, die Einkünfte gelten als endbesteuert. Das ist ein enormer administrativer Vorteil und spart vielen Anlegern jährlich Stunden an Arbeit – oder die Kosten für einen Steuerberater.

Zum Vergleich: Bei ausländischen Brokern wie Interactive Brokers, Trading212, eToro oder Scalable Capital (Deutschland) müssen österreichische Anleger ihre Kapitaleinkünfte selbst berechnen, Quellensteuer-Erstattungen beantragen und alles in der Steuererklärung angeben. Das ist insbesondere bei Dividenden und Fremdwährungstransaktionen komplex und fehleranfällig.

Handelsplattform und App

Die DADAT bietet eine webbasierte Handelsplattform und eine DADAT App für iOS und Android. Die Plattform ist funktional und richtet sich klar an selbstentscheidende Investoren. Sie bietet Echtzeitkurse (teils gegen Aufpreis), Watchlists, umfangreiche Charts, Orderbücher, Analysewerkzeuge und die Möglichkeit, Orders mit unterschiedlichen Parametern (Limit, Stop, Trailing Stop etc.) zu erteilen.

Die App ist solide, aber weniger spielerisch als Apps von Neobrokern wie Trade Republic oder Scalable. Das entspricht der Zielgruppe: ernsthafte Privatanleger, die Funktionalität und Zuverlässigkeit über Gamification stellen. Die Bewertungen in App Stores liegen 2026 bei rund 3,9 bis 4,2 Sternen – solide, aber nicht spektakulär.

Für Trader, die tiefere Analyse- und Handelsfunktionen benötigen, bietet die DADAT auch Schnittstellen zu professionellen Tools und Tradingsystemen.

Girokonto und Verrechnungskonto

Neben dem Wertpapierdepot bietet die DADAT auch ein Verrechnungskonto, das als Girokonto genutzt werden kann. Es enthält eine Debit Mastercard, Online-Banking, SEPA-Überweisungen und Bargeldabhebungen an Bankomaten. Die Kontoführung ist kostengünstig oder teilweise kostenlos, je nach Paket.

Der Fokus der DADAT liegt jedoch klar auf dem Wertpapiergeschäft. Wer eine vollwertige Hauptbank mit umfangreichem Service sucht, ist bei einer Universalbank wie Erste Bank oder BAWAG besser aufgehoben. Das DADAT-Konto funktioniert für viele Anleger als Zweit- oder Investmentkonto.

Sparprodukte

Die DADAT bietet auch Festgeldprodukte und in manchen Perioden Tagesgeldaktionen an. Die Konditionen sind konkurrenzfähig und liegen 2026 im Bereich von 2,0 % bis 2,8 % für 12-monatige Festgelder. Die Sparprodukte sind jedoch nicht das Hauptaugenmerk der Bank.

Gebührenübersicht 2026

Depotführung: 6,95 Euro pro Quartal. Orderkosten Wiener Börse: ab 2,95 Euro plus 0,09 % (Mindestgebühr ca. 7,95 Euro). Xetra-Order: vergleichbar. US-Börsen: etwas höher. ETF-Sparplan-Ausführung: ab 1,95 Euro. Depotübertrag: meist kostenlos. Verrechnungskonto-Gebühr: gering, je nach Aktion gratis. Bankomatabhebungen Österreich: kostenlos. Echtzeitkurse: je nach Handelsplatz kostenlos oder kostenpflichtig. Depot-Eröffnung: kostenlos.

Vor- und Nachteile

Vorteile der DADAT Bank: Automatische österreichische KESt-Abwicklung (steuereinfach), günstige Orderkosten im österreichischen Vergleich, österreichische Vollbanklizenz und Einlagensicherung, breite Produktpalette mit Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen und Derivaten, über 300 sparplanfähige ETFs, deutschsprachige Plattform und Service, Teil der traditionsreichen Grawe Gruppe, stabile Technik und verlässliche Orderausführung.

Nachteile: Keine Filialen und damit keine persönliche Beratung vor Ort, App weniger modern als bei Neobrokern, nicht der absolut günstigste Broker am Markt, Depotführungsgebühr zwar moderat aber nicht null, spezialisierte Zielgruppe und weniger Produktvielfalt im klassischen Banking-Bereich, Echtzeitkurse teilweise kostenpflichtig.

Zielgruppe

Die DADAT Bank ist die ideale Wahl für österreichische Privatanleger, die selbstständig in Aktien, ETFs und Fonds investieren möchten und Wert auf steuereinfache Abwicklung legen. Besonders geeignet ist sie für Buy-and-Hold-Investoren, ETF-Sparplan-Kunden und Anleger, die mehrere hundert bis mehrere hunderttausend Euro sicher und steuerlich unkompliziert veranlagen wollen. Auch für vermögendere Kunden, die KESt-Arbeit sparen möchten, ist DADAT eine sehr gute Wahl. Aktive Daytrader mit hoher Orderfrequenz finden bei internationalen Brokern teils niedrigere Kosten – müssen aber die steuerliche Selbstverantwortung mitdenken.

Kundenerfahrungen 2026

Kundenbewertungen für die DADAT Bank sind 2026 überwiegend positiv. Gelobt werden die Zuverlässigkeit, die steuereinfache Abwicklung, die faire Gebührenstruktur und die solide Plattform. Kritik betrifft gelegentlich die Benutzeroberfläche, die im Vergleich zu moderneren Broker-Apps weniger modern wirkt, sowie die Kosten für Echtzeitkurse. In unabhängigen Broker-Tests österreichischer Finanzmagazine landet die DADAT regelmäßig in den Top-3 der heimischen Anbieter.

Vergleich mit Wettbewerbern

Gegen Flatex Austria ist die DADAT bei Orderkosten oft ähnlich, bietet aber konsequent österreichische Vollbanklizenz. Gegen Erste Bank / George Depot oder BAWAG / Easybank Depot ist die DADAT bei Handelskosten günstiger und spezialisiert. Gegen internationale Broker wie Interactive Brokers oder Scalable Capital gewinnt die DADAT durch die steuereinfache Abwicklung, verliert aber teilweise bei den reinen Orderkosten und der Benutzeroberfläche. Gegen österreichische Neobroker wie Bitpanda Stocks ist die DADAT klassisch und umfangreicher, dafür weniger gamifiziert.

Depoteröffnung Schritt für Schritt

Die Depoteröffnung bei der DADAT Bank kann 2026 komplett online erfolgen. Interessenten rufen die Website auf, wählen die Depotvariante (Einzeldepot, Gemeinschaftsdepot oder Firmendepot) und füllen die persönlichen Daten aus. Anschließend wird ein WpHG-Fragebogen (Kenntnisse und Erfahrungen im Wertpapierhandel) ausgefüllt, der die regulatorisch erforderliche Angemessenheitsprüfung abdeckt. Die Identifizierung erfolgt per Video-Ident, und nach wenigen Werktagen ist das Depot aktiv. Das zugehörige Verrechnungskonto wird automatisch mit eröffnet, und der Kunde kann sofort Einzahlungen vornehmen und mit dem Wertpapierhandel beginnen.

Ein großer Vorteil: Bestehende Depots bei anderen Banken können über einen Depotübertrag auf die DADAT übertragen werden. Dieser Vorgang ist kostenfrei (sowohl von der DADAT als auch nach österreichischem Recht) und dauert in der Regel zwei bis sechs Wochen.

Handelsmöglichkeiten und Produkte im Detail

Die DADAT bietet Zugang zu über 30 Handelsplätzen weltweit. Dazu gehören die Wiener Börse, Xetra und die Stuttgarter Börse in Deutschland, die SIX Swiss Exchange, die Borsa Italiana, die London Stock Exchange, Euronext, NASDAQ und die NYSE in den USA, sowie asiatische Handelsplätze wie die Hong Kong Stock Exchange und die Tokyo Stock Exchange.

Handelbar sind Aktien, ETFs, aktiv gemanagte Fonds, Anleihen (Staats- und Unternehmensanleihen), Zertifikate, Optionsscheine, Hebelprodukte und Knock-out-Produkte. Für Anleger, die in komplexere Produkte investieren möchten, bietet die DADAT zudem Zugang zu Futures und Optionen – allerdings sind diese Produkte nur erfahrenen Investoren nach bestandener Eignungsprüfung zugänglich.

ETF-Sparpläne im Fokus

Die ETF-Sparpläne sind ein zentrales Produkt der DADAT und haben in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen. 2026 sind über 300 ETFs sparplanfähig, darunter alle relevanten Welt-, Europa-, USA-, Emerging-Market- und Themen-ETFs von Anbietern wie iShares (BlackRock), Vanguard, Xtrackers (DWS), Amundi, Invesco, VanEck und anderen.

Die Sparplan-Ausführung erfolgt monatlich oder alle zwei Monate, mit Beträgen ab 50 Euro. Die Kosten liegen bei 1,95 bis 2,50 Euro pro Ausführung, abhängig vom ausgewählten ETF. Besonders attraktiv: Bestimmte Aktions-ETFs können zeitweise ohne Ausführungsgebühren bespart werden, was die Gesamtkosten für langfristige Anleger stark reduziert.

Konditionen für Vieltrader

Für Kunden mit hohem Handelsvolumen bietet die DADAT gestaffelte Preismodelle, bei denen die Orderkosten mit zunehmender Ordermenge sinken. Ab bestimmten Schwellenwerten greifen Sondertarife, die DADAT zu einer wettbewerbsfähigen Wahl auch für aktive Trader machen. Dennoch ist die Bank bei rein spekulativem Hochfrequenz-Handel nicht der günstigste Anbieter – hier punkten internationale Broker wie Interactive Brokers oder Trade Republic mit noch niedrigeren Kosten.

Steuerliche Aspekte im Detail

Die österreichische Kapitalertragsteuer (KESt) wird bei der DADAT automatisch einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Das betrifft folgende Kapitalerträge:

  • Kursgewinne aus Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen (27,5 %)
  • Dividenden (27,5 %, abzüglich etwaiger im Herkunftsland einbehaltener Quellensteuer, bis zur Anrechnungsgrenze)
  • Zinsen aus Anleihen und Sparprodukten (25 %)

Besonders wertvoll ist die Behandlung der Quellensteuer: Bei ausländischen Dividenden wird häufig eine Quellensteuer im Herkunftsland einbehalten (z. B. 15 % in den USA mit DBA, 30 % ohne DBA). Die DADAT rechnet die Quellensteuer im Rahmen der Doppelbesteuerungsabkommen automatisch an, sodass die Gesamtbelastung nie über 27,5 % liegt. Bei internationalen Brokern müssen Anleger diese Anrechnung selbst in der Steuererklärung vornehmen – ein deutlicher Mehraufwand.

Zudem berücksichtigt die DADAT auch Verlustverrechnung innerhalb des gleichen Kalenderjahres: Realisierte Verluste werden automatisch mit realisierten Gewinnen verrechnet, was die Gesamtsteuerlast reduziert.

Sicherheit und Regulierung

Die DADAT Bank ist eine vollregulierte österreichische Bank unter Aufsicht der Finanzmarktaufsicht (FMA) und der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB). Einlagen auf Verrechnungskonten sind durch die Einlagensicherung Austria bis 100.000 Euro pro Kunde geschützt. Wertpapiere in Depots sind rechtlich Sondervermögen und bleiben auch im Falle einer Bankeninsolvenz im Eigentum des Kunden.

Die Plattform erfüllt alle PSD2-Anforderungen und bietet starke Kundenauthentifizierung, zum Beispiel über mobileTAN oder ähnliche Verfahren. Alle Datenübertragungen sind verschlüsselt, Datenschutz erfolgt nach DSGVO in österreichischen Rechenzentren.

Tipps für DADAT-Kunden

Wer das Beste aus seinem DADAT-Depot herausholen möchte, sollte einige Punkte beachten. Erstens lohnt sich der Blick auf die Aktions-ETFs, die regelmäßig ohne oder mit reduzierter Sparplan-Gebühr angeboten werden. Zweitens sollte die steuereinfache Abwicklung aktiv genutzt werden, indem der gesamte Wertpapierbestand über die DADAT verwaltet wird – ein Mix mit ausländischen Brokern erhöht den steuerlichen Verwaltungsaufwand erheblich. Drittens lohnt sich die Kombination aus Buy-and-Hold-ETF-Strategie und gelegentlichen Einzelaktieninvestments, da die DADAT beide Anlagestile optimal abbildet. Viertens sollten aktive Trader prüfen, ob die gestaffelten Tarife für sie interessant sind.

DADAT im Vergleich zu anderen österreichischen Brokern

Im österreichischen Markt gibt es mehrere Broker, die um die Gunst der Privatanleger werben. Neben der DADAT Bank sind dies vor allem Flatex Austria, die Easybank (als Tochter der BAWAG), das George Depot der Erste Bank sowie Neo-Broker wie Bitpanda Stocks und internationale Anbieter wie Trade Republic und Scalable Capital.

Gegenüber Flatex Austria ist die DADAT bei Orderkosten ähnlich positioniert, bietet aber eine eigenständige österreichische Bank und eine stärker auf österreichische Steuerbelange ausgerichtete Plattform. Easybank Depot und George Depot sind breiter aufgestellt, weil sie in Girokonten und ein komplettes Bankenangebot integriert sind, dafür sind die Orderkosten etwas höher. Bitpanda Stocks, Trade Republic und Scalable Capital bieten teils niedrigere Ausführungsgebühren (manche Trades sind sogar komplett kostenlos), sind aber weniger spezialisiert auf österreichische Steuerbelange – insbesondere Trade Republic hat erst relativ spät die automatische österreichische KESt-Abwicklung eingeführt, und die Prozesse sind bei DADAT erprobter.

Plattformtiefe und Research

Die DADAT bietet zahlreiche Analysewerkzeuge und Research-Materialien, darunter Marktberichte, Kursentwicklungen, Kennzahlen einzelner Aktien, Dividendenkalender und Jahresberichte. Für aktive Anleger sind Echtzeitkurse verfügbar, die teilweise gegen Aufpreis freigeschaltet werden. Auch die Möglichkeit, Watchlists anzulegen und mit Alert-Funktionen zu versehen, gehört zum Funktionsumfang.

Wer tiefere Analyse benötigt, kann auf externe Plattformen wie TradingView oder professionelle Charting-Tools zurückgreifen und die DADAT ausschließlich für die Orderausführung nutzen. Die DADAT ist also flexibel genug, um sowohl als Standalone-Plattform als auch als Teil eines größeren Handelssetups zu funktionieren.

Sparpläne für Kinder und Jugendliche

Ein spezielles Angebot der DADAT sind Juniordepots für Kinder und Jugendliche. Eltern oder Großeltern können ein Depot auf den Namen des Kindes einrichten und regelmäßig über einen ETF-Sparplan einzahlen. Das ist eine beliebte Methode, um bereits früh Vermögen für Ausbildung, Führerschein oder Wohnungskauf aufzubauen. Die steuereinfache Abwicklung gilt auch hier, und die Freibeträge für Kinder können optimal genutzt werden.

Sicherheit im Detail

Ein oft übersehener Aspekt ist die Trennung von Bankguthaben und Wertpapierbeständen. Wertpapiere im DADAT Depot sind rechtlich Sondervermögen und gehören weiterhin dem Kunden, auch wenn die Bank in finanzielle Schwierigkeiten geraten sollte. Das ist ein grundsätzlicher Schutz, der in Österreich und im gesamten EU-Raum gesetzlich vorgeschrieben ist. Ergänzend schützt die Anlegerentschädigung bis zu 20.000 Euro pro Kunde bei Verlusten, die aus der Unfähigkeit der Bank resultieren, Wertpapiere zurückzugeben (selten, aber theoretisch möglich bei schwerem Betrug oder Systemausfall).

Guthaben auf dem Verrechnungskonto sind wie bei jeder österreichischen Bank durch die Einlagensicherung Austria bis 100.000 Euro pro Kunde abgesichert.

DADAT Kundenservice und Weiterentwicklung

Der Kundenservice der DADAT Bank ist telefonisch und per E-Mail erreichbar, werktags während der Börsenzeiten. Für Kunden mit dringenden Handelsanliegen – etwa bei technischen Problemen während eines Trades – gibt es eine separate Hotline, die schnelle Hilfe bieten soll. Die Erreichbarkeit wird von Kunden regelmäßig als solide bewertet, wenngleich die Wartezeiten bei volatilen Marktphasen (z. B. bei starken Kursbewegungen oder Unternehmensmeldungen) gelegentlich länger sein können.

Die DADAT entwickelt ihre Plattform kontinuierlich weiter, wenn auch in einem gemäßigten Tempo. 2026 gibt es eine überarbeitete Oberfläche, verbesserte mobile Funktionalität und neue Werkzeuge für die Portfolio-Analyse. Kunden können ihre Wertpapierbestände, Dividenden und Transaktionen detailliert auswerten und Berichte exportieren.

DADAT und die österreichische Finanzbildung

Ein indirekter Beitrag der DADAT zur österreichischen Finanzlandschaft ist ihr Engagement in der Finanzbildung. Durch Webinare, Marktberichte und Analyse-Materialien hilft die Bank österreichischen Anlegern, sich mit den Grundlagen und Feinheiten des Wertpapierhandels vertraut zu machen. Gerade in einem Land, in dem die Aktienquote traditionell niedrig ist und viele Menschen ihr Geld noch in klassischen Sparbüchern halten, ist dieser Aufklärungsbeitrag wertvoll.

Die DADAT und die Zukunft des österreichischen Broker-Marktes

Der österreichische Broker-Markt ist 2026 so vielfältig wie nie zuvor. Neben etablierten Anbietern wie DADAT und Flatex drängen immer mehr Neobroker in den Markt, darunter Trade Republic, Scalable Capital und Bitpanda Stocks. Der Preisdruck nimmt zu, die Anforderungen der Kunden an Funktionalität und Benutzererlebnis steigen, und gleichzeitig wächst die Zahl der Privatanleger in Österreich. Für die DADAT bedeutet das: Sie muss weiterhin auf ihre Stärken setzen – österreichische Vollbanklizenz, steuereinfache Abwicklung, solide Plattform und Produkttiefe – und gleichzeitig die Benutzerfreundlichkeit weiter verbessern.

In den kommenden Jahren dürfte die DADAT ihre App und Web-Oberfläche überarbeiten, neue Services für Einsteiger anbieten und verstärkt auf Nachhaltigkeits- und Themen-ETFs setzen, die bei jüngeren Anlegern besonders gefragt sind.

DADAT und der Grawe-Bankenverbund

Ein wichtiger Kontext für die DADAT ist die Zugehörigkeit zur Grawe Bankengruppe. Die Grazer Wechselseitige Versicherung (Grawe) ist eine der ältesten österreichischen Versicherungsgesellschaften und betreibt über verschiedene Tochtergesellschaften – darunter die Schelhammer Capital Bank (Mutter der DADAT) – auch das Bankgeschäft. Diese Eigentümerstruktur bietet der DADAT die finanzielle Stabilität eines traditionsreichen österreichischen Konzerns und gleichzeitig die Freiheit, als eigenständige Broker-Marke zu agieren.

Für Kunden bedeutet das: Die DADAT ist keine börsennotierte Bank mit kurzfristiger Gewinnorientierung, sondern eingebettet in einen langfristig orientierten, konservativen Versicherungs- und Finanzkonzern. Das gibt zusätzliche Sicherheit und spiegelt sich in der stabilen Produktpolitik und dem verlässlichen Service wider.

Die DADAT Bank ist 2026 einer der besten Broker für österreichische Privatanleger, die eine Kombination aus günstigen Orderkosten, breitem Produktangebot und automatischer österreichischer Steuerabwicklung suchen. Die Steuereinfachheit ist ein entscheidender Vorteil, der im Alltag viele Stunden Arbeit und potenzielle Fehlerquellen erspart. Wer eine spezialisierte, verlässliche und österreichisch regulierte Broker-Bank sucht, findet bei der DADAT eine hervorragende Wahl. Für klassisches Alltagsbanking ist sie als Zweitbank gedacht, nicht als Hauptbank.

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Häufig gestellte Fragen

Was bedeutet steuereinfach bei der DADAT Bank?

Als österreichische Bank ist die DADAT verpflichtet, die österreichische Kapitalertragsteuer (KESt) auf Kursgewinne, Dividenden und Zinsen automatisch einzubehalten und an das Finanzamt abzuführen. Das nennt man steuereinfach. Anleger müssen dadurch keine Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Steuererklärung angeben, was den administrativen Aufwand deutlich reduziert.

Wer steht hinter der DADAT Bank?

Die DADAT Bank ist eine 100-prozentige Tochter der Schelhammer Capital Bank, die wiederum Teil der Grawe Bankengruppe in Österreich ist. Sie hat ihren Sitz in Salzburg und verfügt über eine österreichische Vollbanklizenz. Einlagen sind durch die österreichische Einlagensicherung Austria bis 100.000 Euro pro Kunde geschützt.

Wie hoch sind die Orderkosten bei DADAT 2026?

Die Orderkosten an der Wiener Börse beginnen 2026 bei rund 2,95 Euro plus 0,09 Prozent vom Kurswert (Mindestgebühr ca. 7,95 Euro). An internationalen Handelsplätzen liegen die Kosten etwas höher. DADAT zählt damit zu den günstigeren österreichischen Online-Brokern mit voller KESt-Abwicklung.

Bietet die DADAT Bank auch ein Girokonto?

Ja, die DADAT bietet ein Verrechnungskonto, das als Girokonto nutzbar ist. Es umfasst Debitkarte, SEPA-Überweisungen und Online-Banking und ist mit dem Wertpapierdepot verknüpft. Für klassisches Alltags-Banking ist es nutzbar, der Fokus der Bank liegt jedoch klar auf Wertpapiergeschäften und Depotkunden.

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Redaktion finanzinfo.at

Chefredakteur finanzinfo.at

Martin Höllinger ist Finanzjournalist und Gründer von finanzinfo.at. Er ist spezialisiert auf österreichisches Steuerrecht, Geldanlage und Finanzvergleiche.