Girokonto & Konten Vergleich Österreich 2026
Girokonto, Firmenkonto, Studentenkonto und Kreditkarte im Vergleich. Kostenlose Konten in Österreich 2026 finden und wechseln.
Der große Kontovergleich für Österreich. Vom Gehaltskonto über das Firmenkonto bis zur Kreditkarte - finden Sie das passende Konto für Ihre Bedürfnisse. Die österreichische Bankenlandschaft befindet sich im Wandel: Digitale Banken und Neobanken drängen auf den Markt und fordern die etablierten Filialbanken mit kostenlosen Kontomodellen und innovativen Features heraus. Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen umfassenden Überblick über alle Kontoarten, Gebühren und worauf Sie bei der Kontowahl achten sollten.
Die Kontolandschaft in Österreich 2026
Der österreichische Bankenmarkt ist traditionell von den großen Filialbanken geprägt: Erste Bank und Sparkassen, Raiffeisen, Bank Austria (UniCredit) und die BAWAG bilden das Rückgrat des Bankensystems. Daneben haben sich in den letzten Jahren Online-Banken und Neobanken etabliert, die mit schlanken Strukturen, niedrigen oder keinen Kontoführungsgebühren und modernen Apps punkten. Dazu gehören unter anderem N26, Revolut, die DKB (für Österreich verfügbar) und diverse Direktbanken.
Für Kundinnen und Kunden bedeutet das: Die Auswahl war nie größer - aber auch die Unterschiede bei Gebühren, Leistungen und Service waren selten so groß. Während ein Girokonto bei einer Filialbank schnell 5 bis 15 Euro pro Monat kosten kann, bieten Online-Banken vergleichbare Konten oft kostenlos an. Doch nicht immer ist das günstigste Konto auch das beste: Persönliche Beratung, Bargeldversorgung und die Möglichkeit, in einer Filiale komplexe Anliegen zu klären, haben ihren Wert.
Girokonto-Vergleich: Worauf es ankommt
Das Girokonto (in Österreich oft als Gehaltskonto bezeichnet) ist die Drehscheibe des täglichen Zahlungsverkehrs. Bei der Auswahl sollten Sie auf folgende Kriterien achten:
| Kriterium | Filialbank (z. B. Erste, Raiffeisen) | Online-Bank (z. B. N26, DKB) |
|---|---|---|
| Kontoführungsgebühr | 5 - 15 Euro/Monat | 0 - 5 Euro/Monat |
| Debitkarte | Inkludiert (oft Maestro + Debit-MasterCard) | Inkludiert (Visa/Mastercard Debit) |
| Bankomat-Abhebungen | Kostenlos an eigenen Geräten | Begrenzt kostenlos, dann Gebühren |
| Filialnetz | Ja, flächendeckend | Nein (rein digital) |
| Persönliche Beratung | Ja, in der Filiale | Chat/Telefon |
| Online-Banking/App | Ja (George, Raiffeisen ELBA etc.) | Ja (oft modernere Apps) |
| Überziehungsrahmen | Ja, nach Bonität | Eingeschränkt oder nein |
Gehaltskonto
Das Gehaltskonto ist das Standard-Girokonto für unselbstständig Beschäftigte. Es dient dem Empfang des Gehalts, der Abwicklung von Daueraufträgen und Lastschriften sowie dem täglichen Zahlungsverkehr. In Österreich bieten die meisten Banken spezielle Gehaltskonto-Pakete an, die bei regelmäßigem Gehaltseingang Vergünstigungen bei der Kontoführungsgebühr oder inkludierte Zusatzleistungen bieten. Einige Arbeitgeber haben Rahmenverträge mit bestimmten Banken, die ihren Mitarbeitern besondere Konditionen einräumen.
Studentenkonto
Für Studierende bieten nahezu alle österreichischen Banken kostenlose oder stark vergünstigte Kontomodelle an. Diese Studentenkonten sind in der Regel gebührenfrei bis zum 26. oder 27. Lebensjahr und beinhalten eine Debitkarte, Online-Banking und oft auch eine kostenlose Kreditkarte. Die Eröffnung erfordert den Nachweis einer Inskription an einer Universität oder Fachhochschule.
Firmenkonto / Geschäftskonto
Ein Firmenkonto ist für Selbstständige und Unternehmer essenziell, um private und geschäftliche Finanzen sauber zu trennen. Für Kapitalgesellschaften (GmbH, AG) ist ein eigenes Geschäftskonto gesetzlich verpflichtend. Die Kosten variieren stark: Während Einzelunternehmer bei einigen Banken ein kostenloses Geschäftskonto nutzen können, zahlen GmbHs je nach Bank und Transaktionsvolumen 10 bis 50 Euro pro Monat. Wichtig sind hier Funktionen wie Mehrfach-Zugänge, SEPA-Lastschriftmandat-Verwaltung und die Integration mit Buchhaltungssoftware.
Kreditkarten in Österreich
Kreditkarten sind in Österreich weit verbreitet und werden vor allem für Online-Einkäufe, Reisen und größere Anschaffungen genutzt. Die wichtigsten Anbieter sind Visa und Mastercard (die eigentlichen Karten werden von den Banken ausgegeben), daneben gibt es American Express und Diners Club. Zu unterscheiden sind:
- Klassische Kreditkarten: Monatliche Abrechnung mit zinsfreiem Zahlungsziel (meist 4-6 Wochen). Jahresgebühr von 0 bis 100+ Euro.
- Debit-Kreditkarten: Sofortige Abbuchung vom Girokonto (z. B. Visa Debit, Mastercard Debit). Keine Kreditfunktion im eigentlichen Sinn, aber weltweit einsetzbar.
- Prepaid-Kreditkarten: Aufladbar, keine Bonitätsprüfung nötig. Ideal für Jugendliche oder zur Budgetkontrolle.
- Goldene/Platin-Kreditkarten: Höhere Jahresgebühren, dafür Zusatzleistungen wie Reiseversicherung, Lounge-Zugang und höhere Limits.
Digitale Banken und Neobanken
Neobanken wie N26 (deutsches Unternehmen mit österreichischer Banklizenz) und Revolut (litauische Banklizenz) haben den österreichischen Markt aufgemischt. Sie bieten kostenlose Kontomodelle, innovative Features wie Echtzeit-Benachrichtigungen bei Transaktionen, virtuelle Karten, Budgetierungs-Tools und gebührenfreie Auslandsüberweisungen. Allerdings fehlt ein Filialnetz, die persönliche Beratung beschränkt sich auf Chat und Telefon, und die Bargeldversorgung kann eingeschränkt sein.
Für technikaffine Nutzer, die primär digital bezahlen und selten Bargeld benötigen, können Neobanken eine ausgezeichnete Wahl sein. Wer jedoch regelmäßig Bargeld abhebt, einen Überziehungsrahmen benötigt oder komplexere Bankprodukte wie Kredite oder Wertpapierdepots nutzen möchte, ist bei einer klassischen Bank oft besser aufgehoben.
Kontowechsel - So einfach geht's
Seit der EU-Zahlungskontenrichtlinie haben Banken in Österreich die Pflicht, einen Kontowechselservice anzubieten. Die neue Bank übernimmt die Umstellung Ihrer Daueraufträge und Lastschriften innerhalb von 12 Geschäftstagen. Sie müssen lediglich den Kontowechselauftrag unterschreiben - den Rest erledigen die Banken untereinander. Das alte Konto sollte erst geschlossen werden, wenn alle Umstellungen abgeschlossen sind und alle erwarteten Zahlungseingänge (Gehalt, Rückzahlungen) auf dem neuen Konto ankommen.
Basiskonto - Das Recht auf ein Konto
Jede Person mit rechtmäßigem Aufenthalt in der EU hat Anspruch auf ein Basiskonto (Zahlungskonto mit grundlegenden Funktionen). Banken dürfen die Eröffnung eines Basiskontos nur in wenigen Ausnahmefällen ablehnen. Das Basiskonto umfasst Überweisungen, Lastschriften, Bargeldabhebungen und eine Debitkarte. Die Gebühren sind gesetzlich gedeckelt und liegen bei maximal rund 80 Euro pro Jahr. Dieses Konto ist besonders wichtig für Menschen, die von anderen Banken abgelehnt wurden.
Konto-Trends 2026
- Instant Payments: Echtzeitüberweisungen (innerhalb von 10 Sekunden) werden zum Standard und sind bei vielen Banken bereits kostenlos.
- Apple Pay und Google Pay: Kontaktloses Bezahlen per Smartphone ist flächendeckend verfügbar und wird von fast allen österreichischen Banken unterstützt.
- Open Banking: Drittanbieter können mit Ihrer Zustimmung auf Kontodaten zugreifen und innovative Finanz-Apps anbieten (z. B. Multi-Banking, automatische Budgetierung).
- Nachhaltige Bankprodukte: Immer mehr Banken bieten "grüne" Konten an, bei denen Einlagen nachhaltig investiert werden.
Alle Konto-Ratgeber im Überblick
Eigene Ratgeber behandeln Gehaltskonten, Firmenkonten und Kreditkarten in Österreich.
Alle Artikel
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