Spritpreise Österreich: Woraus sich der Literpreis zusammensetzt

Mineralölsteuer, CO2-Abgabe und Umsatzsteuer je Liter Benzin und Diesel, die 12-Uhr-Regel und warum Diesel trotz weniger Steuer mehr kostet.

Stand: 25. August 2026 10 Min. Lesezeit

Spritkostenrechner 2026

Pro Fahrt (einfach)
€ 3,26
Hin und zurück: € 6,51
Pro Monat
€ 143,22
22 Arbeitstage
Pro Jahr
€ 1.718,64
15 840 km

Verbrauchsdetails

Liter pro Fahrt (einfach):2,1 l
Liter pro Monat:92 l
Liter pro Jahr:1109 l
Kilometer pro Jahr:15 840 km

Vergleich mit Kilometergeld

Amtliches Kilometergeld (0,50 EUR/km):€ 7.920,00
Tatsächliche Spritkosten:€ 1.718,64
Differenz:+€ 6.201,36

Das Kilometergeld deckt die reinen Spritkosten. Es soll jedoch auch Verschleiß, Versicherung etc. abdecken.

Hinweis: Berechnung basiert auf 22 Arbeitstagen/Monat und 12 Monaten. Tatsächliche Kosten können durch Urlaubstage, Feiertage und Fahrweise abweichen. Amtliches Kilometergeld 2026: 0,50 EUR/km (PKW). Keine Finanzberatung.

Am 24. August 2026 kostete der Liter Diesel in Österreich im Median 2,044 Euro, der Liter Super 95 dagegen 1,784 Euro. Diesel ist also 26 Cent teurer - obwohl der Staat auf ihn knapp 3 Cent weniger einhebt als auf Benzin. Die Erklärung liegt nicht bei der Steuer, sondern beim Produkt.

Und die Mineralölsteuer, die in Ratgebern seit Jahren mit 48,2 und 39,7 Cent angegeben wird, gilt seit April 2026 nicht mehr unverändert: Der Finanzminister senkt sie seither Monat für Monat per Verordnung, zuletzt im August auf 46,3 und 37,8 Cent.

Wer wie viel vom Liter bekommt

Ein Literpreis besteht aus vier Teilen: dem Produkt samt Transport und Handelsspanne, der Mineralölsteuer, der CO2-Abgabe und der Umsatzsteuer. Die ersten drei ergeben den Nettopreis, auf den dann 20 Prozent Umsatzsteuer kommen - die Umsatzsteuer fällt also auch auf die beiden anderen Steuern an.

Gerechnet mit den Medianpreisen vom 24. August 2026 und den für August geltenden Steuersätzen:

BestandteilSuper 95Diesel
Produkt, Transport, Handelsspanne89,9 Cent118,8 Cent
Mineralölsteuer (August 2026)46,3 Cent37,8 Cent
CO2-Abgabe12,5 Cent13,8 Cent
Umsatzsteuer 20 Prozent29,7 Cent34,1 Cent
Literpreis178,4 Cent204,4 Cent
davon an den Staat88,5 Cent (49,6 %)85,6 Cent (41,9 %)

Die Zahlen sind gerundet, die Rechnung geht trotzdem auf: Der Staat nimmt auf Diesel 2,9 Cent weniger, der Produktanteil ist um 28,9 Cent höher - macht 26,0 Cent Unterschied an der Zapfsäule.

Wichtig für die Einordnung des Prozentwerts: Mineralölsteuer und CO2-Abgabe sind feste Beträge je Liter, keine Prozentsätze. Steigt der Rohölpreis, wächst nur der Produktanteil, und der Steueranteil fällt rechnerisch - obwohl sich an der Steuer nichts geändert hat. Der ÖAMTC bezifferte den Steueranteil im Jänner 2026 noch mit rund 58 Prozent bei Benzin und 53 Prozent bei Diesel. Heute sind es 49,6 und 41,9 Prozent, weil der Sprit teurer geworden ist.

Die Mineralölsteuer wechselt 2026 jeden Monat

Die regulären Sätze stehen in Paragraf 3 Mineralölsteuergesetz und sind seit 1. Jänner 2011 unverändert. Sie sind gestaffelt: Wer Biokraftstoff beimischt und den Schwefelgehalt niedrig hält, zahlt weniger. Da der Handel diese Bedingungen praktisch immer erfüllt, ist der ermäßigte Satz der Normalfall.

Ermäßigter SatzSonst
Benzin482 Euro je 1.000 l = 48,2 Cent/l515 Euro = 51,5 Cent/l
Diesel (Gasöl)397 Euro je 1.000 l = 39,7 Cent/l425 Euro = 42,5 Cent/l

Der höhere Satz greift, sobald eine der beiden Bedingungen fehlt - zu wenig Biogenanteil oder zu viel Schwefel.

Der Unterschied zwischen Benzin und Diesel beträgt damit 8,5 Cent je Liter. Er ist historisch gewachsen und war einmal das zentrale Argument für den Diesel.

2026 gelten diese Sätze allerdings nicht. Mit Paragraf 64 Mineralölsteuergesetz hat der Gesetzgeber im Frühjahr einen befristeten Mechanismus geschaffen: Immer wenn die Bundesregierung für einen Monat eine Verordnung zur Margenbegrenzung nach Paragraf 5aa Preisgesetz erlässt, senkt der Finanzminister für denselben Monat die Mineralölsteuer. Bemessen wird die Senkung an den Mehreinnahmen an Umsatzsteuer, die die Preissteigerung gegenüber dem Referenzzeitpunkt 27. Februar 2026 gebracht hat, abzüglich der Mindereinnahmen, die durch die Senkung selbst entstehen.

Der erste Schritt folgte allerdings keiner Rechnung: Für den ersten Monat schreibt das Gesetz pauschal 50 Euro je 1.000 Liter vor, also die 5,0 Cent vom April. Übersteigen die Kosten dieser Pauschale die tatsächlichen Mehreinnahmen, wird die Differenz auf die Folgemonate bis Jahresende aufgeteilt und dort abgezogen - was erklärt, warum die Abschläge ab Mai deutlich kleiner ausfallen.

Monat 2026BenzinDieselAbschlag
April43,2 Cent34,7 Cent5,0 Cent
Mai46,2 Cent37,7 Cent2,0 Cent
Juni46,5 Cent38,0 Cent1,7 Cent
Juli47,4 Cent38,9 Cent0,8 Cent
August46,3 Cent37,8 Cent1,9 Cent

Jede dieser Stufen ist eine eigene Verordnung, die für genau einen Kalendermonat gilt. Für den August ist es die Treibstoffpreisabfederungsverordnung August 2026, BGBl. II Nr. 229/2026, kundgemacht am 31. Juli. Der Mechanismus selbst tritt mit Ablauf des 31. Dezember 2026 außer Kraft; ab 2027 gelten wieder 48,2 und 39,7 Cent, sofern der Gesetzgeber nicht verlängert.

Von Jänner bis März 2026 galten noch die reguläre 48,2 und 39,7 Cent, erst ab April greift der Mechanismus. Und er greift nicht automatisch: Bleibt die Margenbegrenzung für einen Monat aus, gelten wieder die vollen Sätze. Für September 2026 war Ende August noch keine Verordnung kundgemacht. Wer den aktuellen Satz braucht, sucht im Bundesgesetzblatt nach dem Stichwort Treibstoffpreisabfederungsverordnung.

Die CO2-Abgabe

Seit Oktober 2022 zahlen Hersteller und Importeure zusätzlich für das CO2, das bei der Verbrennung entsteht. Rechtsgrundlage ist das Nationale Emissionszertifikatehandelsgesetz 2022. Wirtschaftlich ist es eine zweite Mineralölsteuer, sie wird über den Preis weitergegeben.

Der Ausgabewert je Tonne CO2 lag 2022 bei 30 Euro, 2023 bei 32,50, 2024 bei 45 und liegt laut Finanzministerium von 2025 bis 2027 unverändert bei 55 Euro. Im Gesetzestext selbst endet die Preistabelle beim Kalenderjahr 2025.

Wie viel das je Liter ausmacht, hängt am Emissionsfaktor des Kraftstoffs. Für die im Handel üblichen Sorten mit Biogenanteil wird mit 2,27 Kilogramm CO2 je Liter Benzin und 2,50 Kilogramm je Liter Diesel gerechnet:

  • Benzin: 2,27 kg × 55 Euro je Tonne = 12,5 Cent netto, 15,0 Cent mit Umsatzsteuer
  • Diesel: 2,50 kg × 55 Euro je Tonne = 13,8 Cent netto, 16,5 Cent mit Umsatzsteuer

Diesel wird also bei der CO2-Abgabe stärker belastet als Benzin - was den Mineralölsteuervorteil von 8,5 Cent auf gut 7 Cent zusammenschmelzen lässt.

Ab 1. Jänner 2028 soll der europäische Emissionshandel EU-ETS 2 das nationale System ablösen; nach der politischen Einigung des Rates vom 5. November 2025 wurde der Start um ein Jahr verschoben. Bis dahin gilt ein Fixpreis, danach bildet sich der Preis am Markt. Der Klimabonus, der die CO2-Abgabe von 2022 bis 2024 ausgleichen sollte, wurde mit 2025 abgeschafft.

Warum Diesel trotzdem mehr kostet

Diesel war jahrzehntelang der billigere Kraftstoff, und die 8,5 Cent Steuervorteil bestehen weiter. Im Jahresdurchschnitt ist Diesel seit 2022 trotzdem teurer als Benzin - 2025 mit 1,537 gegen 1,518 Euro zum vierten Mal in Folge.

Die Ursache liegt in einer einzigen Position: 118,8 gegen 89,9 Cent für Produkt, Transport und Handelsspanne. Diesel und Benzin stammen zwar aus demselben Rohöl, werden aber auf getrennten Märkten mit eigener Nachfrage gehandelt. Diesel konkurriert dabei zusätzlich mit dem Heizöl, das aus derselben Rohölfraktion gewonnen wird. Der Aufschlag entsteht damit vor der Zapfsäule, nicht an ihr - und er ist keine Frage der österreichischen Steuerpolitik.

Bemerkenswert ist die Größenordnung: Der Produktanteil beim Diesel liegt derzeit um 32 Prozent über dem beim Benzin. Einen steuerlichen Hebel in dieser Größenordnung gibt es nicht - die gesamte Mineralölsteuer auf Diesel beträgt 37,8 Cent, der Produktaufschlag allein 28,9.

Erhöhen nur um zwölf, senken jederzeit

Dass die Preise vormittags fallen und mittags springen, ist kein Zufall, sondern Vorschrift. Die Verordnung über den Zeitpunkt der Preisauszeichnung für Treibstoffe, BGBl. II Nr. 484/2010, sagt in einem Satz alles:

Eine Preiserhöhung ist an jedem Tag nur um 12.00 Uhr zulässig.

Preissenkungen dagegen sind jederzeit erlaubt. Die Regel gilt seit 1. Jänner 2011 und ist bis Ablauf des 31. Dezember 2028 befristet. Praktisch führt sie zu einem Sägezahnmuster: Ab dem Mittagssprung unterbieten sich die Tankstellen im Tagesverlauf nach unten, weil nur das erlaubt ist, bis am nächsten Mittag wieder angehoben wird. Der günstigste Zeitpunkt liegt deshalb am Vormittag kurz vor zwölf, der ungünstigste unmittelbar danach.

Zwischen 16. März und 12. April 2026 galt vorübergehend eine schärfere Fassung: Erhöhungen waren nur montags, mittwochs und freitags zulässig. Diese Verschärfung ist mit Ablauf des 12. April ausgelaufen, seither gilt wieder die tägliche Regel.

Der Spritpreisrechner und die Meldepflicht

Der Spritpreisrechner wird von der E-Control betrieben, auf Grundlage von Paragraf 1a Preistransparenzgesetz und der Preistransparenzverordnung Treibstoffpreise 2011. Tankstellen sind nicht freiwillig dabei: Sie müssen jede Preisänderung binnen einer halben Stunde melden, und die 12-Uhr-Erhöhung sogar unverzüglich. Wer nicht meldet, wird von der Bezirksverwaltungsbehörde bestraft.

Zwei Eigenheiten irritieren regelmäßig und haben beide eine rechtliche Ursache:

  • Nur Diesel und Super 95 sind erfasst. Für Premium-Sorten, LPG und CNG gibt es keine Meldepflicht; CNG-Preise werden seit 2016 freiwillig gemeldet.
  • Nicht alle Preise werden angezeigt. Die Verordnung schreibt der E-Control vor, “wettbewerbskonform die günstigsten Preise im näheren Umkreis” bekanntzugeben; die übrigen Tankstellen erscheinen ohne Preis. Wie viele das sind, legt die E-Control fest: bei Adress- und Bezirksabfrage die fünf günstigsten, bei der Bundeslandabfrage die zehn günstigsten. Der Grund ist laut E-Control eine Empfehlung der EU-Wettbewerbsstellen - es soll keine Preisorientierung nach oben entstehen.

Wo in Österreich der Sprit billiger ist

Die E-Control veröffentlicht die Mediane je Bundesland. Am 24. August 2026:

BundeslandDieselSuper 95
Oberösterreich2,017 Euro1,757 Euro
Kärnten2,039 Euro1,764 Euro
Steiermark2,039 Euro1,769 Euro
Niederösterreich2,044 Euro1,787 Euro
Wien2,059 Euro1,789 Euro
Burgenland2,039 Euro1,794 Euro
Vorarlberg2,076 Euro1,804 Euro
Salzburg2,059 Euro1,806 Euro
Tirol2,100 Euro1,844 Euro

Zwischen Oberösterreich und Tirol liegen 8,7 Cent beim Super und 8,3 Cent beim Diesel. Bei einer 50-Liter-Tankfüllung sind das gut vier Euro. Deutlich größer ist der Abstand zur Autobahn: Dort wurden Anfang August 2026 bis zu 2,399 Euro für Diesel und 2,199 Euro für Super verlangt. Gegenüber den Medianwerten vom 24. August sind das 35,5 Cent beim Diesel und 41,5 Cent beim Super - auf eine 50-Liter-Tankfüllung gerechnet also rund 18 beziehungsweise 21 Euro. Der ÖAMTC beziffert den Abstand zu den günstigsten Tankstellen des Landes sogar mit rund 50 Cent je Liter.

Was aus dem Erdgas geworden ist

Erdgas als Treibstoff, im Handel CNG genannt, ist in Österreich praktisch verschwunden. Die OMV hat zum 30. Juni 2025 zehn Standorte mit 18 Zapfpunkten stillgelegt und betreibt seither 18 Erdgas-Tankstellen mit 33 Zapfpunkten. Österreichweit waren zu diesem Zeitpunkt von ehemals rund 180 CNG-Stationen noch etwa 70 Zapfpunkte in Betrieb. Der Fahrzeugbestand folgt: Statistik Austria zählte zum 31. Dezember 2025 unter “andere alternative Antriebe” 4.336 Pkw - 0,1 Prozent des Bestands und 8,8 Prozent weniger als ein Jahr davor. Eine eigene Zeile für Erdgasfahrzeuge führt die Statistik nicht mehr; sie gehen in dieser Restkategorie auf.

Steuerlich ist CNG ein Sonderfall. Erdgas aus dem Netz unterliegt nicht der Mineralölsteuer: Paragraf 2 Mineralölsteuergesetz nimmt es ausdrücklich aus, stattdessen greift die Erdgasabgabe mit 0,066 Euro je Normkubikmeter. Verflüssigt sieht es anders aus: Für verflüssigte Kohlenwasserstoffe einschließlich Erdgas und Biogas verlangt das Mineralölsteuergesetz 88 Euro je 1.000 Kilogramm, und zwar auch dann, wenn sie bei der Abgabe wieder gasförmig sind. Die CO2-Abgabe gilt ohnehin, mit einem Emissionsfaktor von 2,04 Kilogramm je Kubikmeter Erdgas.

Fachportale nannten für Jänner 2026 rund 1,65 Euro je Kilogramm. Eine amtliche Preisstatistik gibt es für CNG nicht, weil die Meldung an den Spritpreisrechner freiwillig ist. Der Vergleich mit dem Literpreis von Benzin führt ohnehin in die Irre: CNG wird nach Gewicht verkauft, und ein Kilogramm enthält deutlich mehr Energie als ein Liter Benzin. Für die Kaufentscheidung ist ohnehin nicht der Preis ausschlaggebend, sondern die Frage, wie weit die nächste der verbliebenen Tankstellen entfernt ist.

Tanken jenseits der Grenze

Österreich war lange das günstigere Land, und der Effekt ist groß genug, um in der Klimabilanz aufzutauchen. Das Umweltbundesamt führt ihn als “Kraftstoffexport in Fahrzeugtanks”: Weil die Treibhausgasbilanz auf verkauften Mengen beruht und nicht auf gefahrenen Kilometern, wird der im Inland getankte, aber im Ausland verfahrene Sprit Österreich zugerechnet. 2024 entfielen darauf rund 13,5 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen des Verkehrssektors.

Nach Süden hat sich die Richtung inzwischen gedreht. In Kroatien und Slowenien gelten abseits der Autobahnen staatlich festgesetzte Höchstpreise; im August 2026 war Tanken dort rund 20 Cent je Liter günstiger als in Österreich. Wer in den Urlaub fährt, füllt den Tank also besser jenseits der Grenze und abseits der Autobahn - bei 50 Litern sind das rund zehn Euro je Tankfüllung.

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Wie viel Steuer steckt in einem Liter Benzin?

Bei einem Literpreis von 1,784 Euro sind es 88,5 Cent oder 49,6 Prozent: 46,3 Cent Mineralölsteuer, 12,5 Cent CO2-Abgabe und 29,7 Cent Umsatzsteuer. Weil Mineralölsteuer und CO2-Abgabe feste Beträge je Liter sind, sinkt der prozentuale Steueranteil, wenn der Rohölpreis steigt - im Jänner 2026 lag er laut ÖAMTC noch bei rund 58 Prozent.

Warum ist Diesel teurer als Benzin, obwohl er weniger besteuert wird?

Weil der Unterschied nicht bei der Steuer liegt, sondern beim Produkt. Der Staat nimmt auf einen Liter Diesel derzeit 85,6 Cent und auf einen Liter Benzin 88,5 Cent, also knapp 3 Cent weniger. Der reine Produkt- und Handelsanteil ist beim Diesel aber um rund 29 Cent höher. Unter dem Strich kostet Diesel deshalb rund 26 Cent mehr - im Jahresdurchschnitt liegt er seit 2022 über dem Benzinpreis.

Wie hoch ist die Mineralölsteuer 2026?

Regulär 48,2 Cent je Liter Benzin und 39,7 Cent je Liter Diesel, jeweils für die üblichen Sorten mit Biogenanteil und niedrigem Schwefelgehalt. Von Jänner bis März 2026 galten diese Sätze. Seit April wird die Steuer monatsweise per Verordnung gesenkt; im August 2026 gelten 46,3 und 37,8 Cent. Der Mechanismus nach Paragraf 64 Mineralölsteuergesetz läuft mit 31. Dezember 2026 aus.

Wann darf eine Tankstelle den Preis erhöhen?

Nur einmal täglich um 12.00 Uhr. Das steht seit 1. Jänner 2011 in BGBl. II Nr. 484/2010 und gilt bis Ende 2028. Preissenkungen sind jederzeit erlaubt. Zwischen 16. März und 12. April 2026 galt vorübergehend eine schärfere Regel: Erhöhungen waren nur montags, mittwochs und freitags zulässig. Diese Verschärfung ist ausgelaufen.

Warum zeigt der Spritpreisrechner nur die fünf günstigsten Tankstellen?

Die Verordnung verlangt nur, dass die E-Control wettbewerbskonform die günstigsten Preise im näheren Umkreis bekanntgibt; teurere Tankstellen erscheinen ohne Preisangabe. Die konkrete Zahl legt die E-Control fest: fünf bei Adress- und Bezirksabfrage, zehn bei der Bundeslandabfrage. Erfasst sind ohnehin nur Diesel und Super 95 - für Premium-Sorten und CNG besteht keine Meldepflicht.

Kann man in Österreich noch mit Erdgas tanken?

Kaum noch. Die OMV hat zum 30. Juni 2025 zehn Standorte mit 18 Zapfpunkten stillgelegt und betreibt danach 18 Erdgas-Tankstellen mit 33 Zapfpunkten. Österreichweit waren zu diesem Zeitpunkt von ehemals rund 180 CNG-Stationen noch etwa 70 Zapfpunkte übrig. Der Fahrzeugbestand schrumpft entsprechend.

Wie viel günstiger ist Tanken in den Nachbarländern?

In Kroatien und Slowenien rund 20 Cent je Liter, Stand August 2026. Umgekehrt ist Österreich für Deutschland und Italien lange das günstigere Land gewesen. Das Umweltbundesamt rechnet den in Österreich getankten, aber im Ausland verfahrenen Kraftstoff der heimischen Treibhausgasbilanz zu - 2024 waren das rund 13,5 Prozent der Emissionen des Verkehrssektors.