DKB Deutsche Kreditbank - Konto & Erfahrungen
DKB Österreich 2026: Das DKB Girokonto, die kostenlose Visa-Karte und alle Konditionen für Österreicher im Test. Vor- und Nachteile, Kundenerfahrungen.
DKB Österreich 2026: Das deutsche Girokonto für Österreicher im Test
Die Deutsche Kreditbank (DKB) ist eine der größten Direktbanken in Deutschland und hat sich auch bei österreichischen Kunden als attraktive Alternative zu heimischen Banken etabliert. Dank EU-Passporting können Österreicher bei der DKB ein deutsches Girokonto eröffnen und vom günstigen Gebührenmodell, der kostenlosen Visa-Karte und weltweiten Bargeldabhebungen profitieren.
Geschichte und Hintergrund
Die Deutsche Kreditbank AG wurde 1990 in Berlin gegründet und gehört heute zur Bayerischen Landesbank (BayernLB). Ursprünglich ausschließlich im Firmenkundengeschäft aktiv, entwickelte sich die DKB ab 2002 zu einer der führenden Direktbanken für Privatkunden in Deutschland. Mit ihrem Fokus auf ein kostenloses Girokonto, eine gebührenfreie Kreditkarte und weltweit kostenlose Bargeldabhebungen wurde die DKB lange Zeit als beste Direktbank Deutschlands ausgezeichnet.
2026 hat die DKB über 5 Millionen Kunden und ist eine der am stärksten wachsenden Banken im deutschsprachigen Raum. Neben dem klassischen Privatkundengeschäft ist sie auch in den Bereichen Umwelt- und Infrastrukturfinanzierung, Gewerbekunden, Wohnungswirtschaft und Landwirtschaft aktiv.
Österreicher können die DKB aufgrund der EU-Passporting-Regelung nutzen: Die deutsche Banklizenz berechtigt die Bank, ihre Dienstleistungen auch grenzüberschreitend in allen EU-Ländern anzubieten. Einlagen sind durch die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde geschützt – nicht durch die österreichische Einlagensicherung Austria.
Das DKB Cash Konto im Detail
Das Hauptprodukt der DKB für Privatkunden ist das DKB Cash Konto. Es ist ein klassisches Girokonto mit deutscher IBAN (DE-IBAN), Debitkarte und Online-Banking. 2026 gibt es jedoch eine wichtige Unterscheidung, die bereits vor einigen Jahren eingeführt wurde: das Konzept Aktivkunde vs. Passivkunde.
Aktivkunden sind Personen, die monatlich mindestens 700 Euro Geldeingang auf das Konto verbuchen. Sie profitieren von allen Vorteilen des DKB Cash Kontos kostenlos:
- Keine Kontoführungsgebühr
- Kostenlose Visa-Debitkarte
- Weltweit kostenlose Bargeldabhebungen (in Euro und Fremdwährung)
- Kostenlose SEPA-Überweisungen
- Kostenloses Online- und Mobile-Banking
Passivkunden (weniger als 700 Euro Geldeingang pro Monat) zahlen 2026 eine monatliche Grundgebühr von rund 4,50 Euro und haben teilweise eingeschränkte Leistungen. Die Einstufung wird monatlich neu bewertet, basierend auf den Geldeingängen der letzten Monate.
Für die meisten berufstätigen Österreicher, die ihr Gehalt oder regelmäßige Einnahmen über das Konto laufen lassen, ist der Aktivkundenstatus problemlos erreichbar, und das DKB Cash Konto bleibt damit kostenlos.
Die DKB Visa-Karte
Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal der DKB ist die Visa-Debitkarte. Sie ist bei Aktivkunden kostenlos und einer der Hauptgründe, warum viele Kunden das Konto eröffnen.
Besonders attraktiv: Aktivkunden können mit der Visa-Debitkarte weltweit kostenlos Bargeld abheben, sowohl in Euro als auch in Fremdwährung. Damit ist die DKB eine der günstigsten Optionen für Urlaubsreisen außerhalb der Eurozone und für Auslandseinsätze. Die Umrechnung erfolgt zum jeweiligen Visa-Referenzkurs ohne zusätzliche Fremdwährungsgebühr.
Für Passivkunden gelten hingegen höhere Gebühren für Fremdwährungsabhebungen, was die Attraktivität des Angebots deutlich schmälert.
Zusätzlich bietet die DKB die Visa Kreditkarte als echte Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung an. Diese ist 2026 optional verfügbar und eignet sich für Kunden, die die klassische Funktion einer Kreditkarte (Kreditrahmen, verzögerte Abbuchung) nutzen möchten. Die Jahresgebühr hängt von Status und gewählter Variante ab.
Online-Banking und DKB App
Die DKB Banking App gehört 2026 zu den am besten bewerteten Banking-Apps im deutschsprachigen Raum. Sie bietet einen modernen, aufgeräumten Funktionsumfang: Überweisungen, Daueraufträge, Kontoübersicht, Kartenverwaltung, PIN-Änderung, Bargeldlimit-Anpassung, Apple Pay, Google Pay und biometrischer Login über Face ID oder Fingerabdruck.
Die Freigabe von Transaktionen erfolgt über TAN2go, ein pushbasiertes Verfahren in der App. Alternativ stehen klassische TAN-Verfahren zur Verfügung. Bewertungen in App Stores liegen 2026 bei rund 4,4 bis 4,6 Sternen.
Das Web-Banking ergänzt die App um erweiterte Funktionen wie Depotverwaltung, Produktanträge und umfangreichere Auswertungen. Wer viele Transaktionen hat oder Wertpapiere handelt, nutzt oft beides parallel.
Zusatzprodukte: Depot, Kredite, Sparen
Neben dem Girokonto bietet die DKB ein Wertpapierdepot mit Zugang zu Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen. Die Depotführung ist kostenlos, Orderkosten beginnen bei rund 10 Euro, ETF-Sparpläne sind ab 1 Euro monatlich möglich. Das Depot ist für Einsteiger solide, kommt aber nicht an spezialisierte Broker wie DADAT (für Österreicher mit steuereinfacher Abwicklung) oder Flatex heran.
Wichtig für Österreicher: Bei einem Depot bei einer deutschen Bank fehlt die automatische österreichische KESt-Abwicklung. Österreichische Anleger müssen ihre Kapitaleinkünfte in Österreich selbst deklarieren und versteuern. Das macht die DKB für reine Wertpapieranleger weniger attraktiv als österreichische Broker.
Kredite bietet die DKB ebenfalls an, darunter Konsumkredite, Rahmenkredite und Baufinanzierungen. Die Konditionen für Österreicher können jedoch eingeschränkt oder komplizierter sein, da die DKB vor allem auf den deutschen Markt ausgerichtet ist.
Sparen: Die DKB bietet ein Tagesgeldkonto und Festgeld mit moderaten Zinsen. 2026 liegen die Tagesgeldzinsen bei rund 1,5 % bis 2,3 % je nach Aktion, Festgeldzinsen etwas höher.
Gebühren im Überblick 2026
Kontoführung für Aktivkunden: 0 Euro. Kontoführung für Passivkunden: ca. 4,50 Euro monatlich. Visa-Debitkarte: bei Aktivkunden kostenlos, bei Passivkunden ggf. eingeschränkt. Bargeldabhebungen Eurozone: bei Aktivkunden kostenlos, bei Passivkunden mit Gebühr. Bargeldabhebungen Fremdwährung: bei Aktivkunden kostenlos, bei Passivkunden mit höherer Gebühr. SEPA-Überweisungen: kostenlos. Echtzeitüberweisungen: teils kostenlos, teils mit kleiner Gebühr. Depotführung: 0 Euro. Orderkosten Wertpapiere: ab ca. 10 Euro.
Vor- und Nachteile für Österreicher
Vorteile: Kostenloses Konto für Aktivkunden, weltweit kostenlose Bargeldabhebungen mit Visa-Debitkarte, sehr gute Banking-App, stabile deutsche Großbank mit solider Eigentümerstruktur (BayernLB), gute Konditionen für Auslandsreisende, attraktive Kombinationsmöglichkeiten aus Konto, Karte und Depot.
Nachteile für Österreicher: DE-IBAN kann bei manchen österreichischen Arbeitgebern oder Behörden noch zu Fragen führen, österreichische KESt wird auf Wertpapiergewinne nicht automatisch abgeführt (steuerliche Selbstdeklaration nötig), deutsche Einlagensicherung statt österreichischer, Kundenservice primär in deutscher Sprache aber mit Deutschland-Fokus, kein Filialnetz in Österreich, Aktivkunden-Status muss aktiv gehalten werden, teils längere Wartezeiten im telefonischen Support bei Spitzenzeiten.
Zielgruppe
Die DKB ist ideal für Österreicher, die ein kostenloses Zweitkonto suchen, häufig ins außereuropäische Ausland reisen und Wert auf eine kostenlose Visa-Debitkarte mit weltweit gebührenfreien Bargeldabhebungen legen. Auch als Hauptkonto funktioniert die DKB für viele Berufstätige, solange der Aktivkundenstatus erfüllt wird und die DE-IBAN keine Probleme bereitet. Für reine Wertpapieranleger ist die DKB wegen der fehlenden österreichischen KESt-Abwicklung weniger geeignet – hier sind österreichische Broker wie DADAT im Vorteil.
Kundenerfahrungen 2026
Kundenbewertungen für die DKB sind 2026 überwiegend positiv. Gelobt werden die hervorragende App, die weltweit kostenlosen Bargeldabhebungen, die klare Gebührenstruktur (sofern man Aktivkunde bleibt) und die Zuverlässigkeit. Kritik betrifft die Einführung des Aktivkundenstatus, der Passivkunden deutlich benachteiligt, sowie gelegentlich längere Bearbeitungszeiten im Kundenservice. In deutschen Bankentests landet die DKB regelmäßig in den Top 3 der Direktbanken.
Vergleich mit Wettbewerbern
Gegen österreichische Direktbanken wie bank99, Easybank oder N26 hat die DKB den Vorteil der weltweit kostenlosen Bargeldabhebungen mit Visa-Debitkarte, bietet aber keine österreichische IBAN und keine österreichische Einlagensicherung. Gegen N26 punktet die DKB mit der soliden deutschen Großbank als Hintergrund, verliert aber bei der Mobile-First-Experience. Gegen klassische österreichische Banken wie Erste oder Raiffeisen spart die DKB deutlich Gebühren, bietet aber keine Filialen und keine persönliche Beratung.
Kontoeröffnung für Österreicher
Die Eröffnung eines DKB Kontos ist auch für in Österreich lebende Personen ohne Probleme möglich. Der Antrag erfolgt online auf der DKB-Website. Nach Eingabe der persönlichen Daten erfolgt die Identifizierung per Video-Ident durch einen Partnerdienstleister. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass sowie ein aktueller Meldezettel (auch österreichisch) werden akzeptiert.
Nach positiver Prüfung wird das Konto innerhalb von etwa einer Woche aktiviert, die Visa-Debitkarte folgt per Post aus Deutschland. Die Bearbeitung kann für österreichische Anträge gelegentlich etwas länger dauern als für deutsche, weil zusätzliche Adressprüfungen erforderlich sind, ist aber grundsätzlich unkompliziert.
Aktivkundenstatus in der Praxis
Das Aktivkunden-Konzept ist 2026 zentral für die Kostenstruktur der DKB. Um den Status zu halten, muss der Kontoinhaber in Summe mindestens 700 Euro monatlich als Geldeingang verbuchen. Zulässig sind Gehalts- und Lohneingänge, Renten, Honorare von Selbstständigen sowie SEPA-Überweisungen von anderen Konten. Interne Umbuchungen vom eigenen Sparkonto zum Girokonto zählen hingegen nicht.
Für Berufstätige mit regulärem Einkommen ist der Status problemlos erreichbar. Selbstständige mit schwankenden Einkommen müssen etwas vorsichtiger kalkulieren, können aber beispielsweise größere Summen monatlich vom Steuer- oder Geschäftskonto auf das DKB Konto übertragen. Wer den Status verliert, fällt in die Passivkundenkategorie und zahlt die monatliche Grundgebühr von rund 4,50 Euro.
Kreditkarte vs. Debitkarte: Der Unterschied
Die Visa-Debitkarte der DKB ist genau genommen eine Debitkarte, keine echte Kreditkarte. Das bedeutet: Zahlungen werden unmittelbar vom Girokonto abgebucht, es gibt keinen Kreditrahmen. Für die meisten Alltagssituationen ist das ausreichend und sogar vorteilhaft, weil Kunden jederzeit den Überblick über ihre Ausgaben behalten.
Manche Reservierungssysteme – insbesondere bei Mietwagenfirmen, Hotels oder bei internationalen Einreiseformularen – verlangen jedoch eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen. Dort kann die Debitkarte Probleme machen. Für diese Fälle bietet die DKB die Visa Kreditkarte als zusätzliches Produkt an, das als Ergänzung zur Debitkarte beantragt werden kann.
Nutzung im Ausland: Praxisbericht
Die DKB ist bei Auslandsreisenden aufgrund der weltweit kostenlosen Bargeldabhebungen extrem beliebt. In der Praxis funktioniert das in den meisten Ländern problemlos – an den allermeisten Geldautomaten kann man mit der Visa-Debitkarte Bargeld beziehen, ohne Gebühr der DKB. Zu beachten ist jedoch, dass einige ausländische Automaten selbst Gebühren verlangen, unabhängig von der Bank, bei der die Karte ausgestellt wurde. Diese “Operator-Gebühren” sind meist klein, kommen aber gelegentlich vor.
Zudem ist die Währungsumrechnung transparent: Die DKB rechnet zum jeweiligen Visa-Tageskurs ohne zusätzlichen Aufschlag um. Das ist oft günstiger als bei klassischen österreichischen Kreditkarten, die bis zu 2 % Fremdwährungsentgelt verrechnen.
DKB Baufinanzierung
Die DKB ist in Deutschland einer der größten Anbieter für Baufinanzierung. Auch Österreicher, die in Deutschland eine Immobilie finanzieren möchten, können auf das DKB-Angebot zurückgreifen. Für Immobilien in Österreich ist die DKB hingegen weniger aktiv, weil lokale Banken in diesem Bereich meist bessere Konditionen und regionale Expertise bieten.
Sicherheit und Datenschutz
Die DKB unterliegt der deutschen Bankenaufsicht durch die BaFin und die Deutsche Bundesbank. Einlagen sind durch die deutsche Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) sowie den freiwilligen Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken geschützt. Der Schutz beträgt nach gesetzlichem Minimum 100.000 Euro pro Kunde, im Rahmen des freiwilligen Fonds sogar deutlich mehr.
Die App und das Online-Banking erfüllen alle PSD2-Anforderungen, starke Kundenauthentifizierung erfolgt über TAN2go, klassische TAN-Verfahren oder biometrische Verfahren. Datenschutz wird nach DSGVO gewährleistet.
Tipps für DKB-Kunden aus Österreich
Wer als Österreicher von einem DKB Konto profitieren möchte, sollte einige Punkte beachten. Erstens sollte der Aktivkundenstatus aktiv aufrechterhalten werden – am besten durch den Hauptgeldeingang (Gehalt, Rente, Honorar) auf das DKB Konto. Zweitens lohnt sich die Nutzung als Reisekonto, wobei die Visa-Debitkarte der Hauptvorteil bei Auslandsreisen ist. Drittens sollten Kunden die DE-IBAN vor Vertragsabschlüssen mit österreichischen Partnern prüfen, um spätere Probleme zu vermeiden – in den meisten Fällen funktioniert sie problemlos, aber manche Arbeitgeber, Vermieter oder Behörden sind noch skeptisch. Viertens ist die DKB ideal als Zweitkonto neben einem österreichischen Hauptkonto (z. B. bei Erste Bank, Raiffeisen, bank99), um von den besten Eigenschaften beider Banken zu profitieren.
DKB Tagesgeld und Festgeld im Detail
Neben dem Girokonto bietet die DKB ein Tagesgeldkonto (DKB Geldmarkt-Konto) an, das sich durch flexible Verzinsung und unkomplizierte Verwaltung auszeichnet. Die Zinsen werden regelmäßig an das Marktniveau angepasst und liegen 2026 im Bereich von 1,5 % bis 2,3 %, je nach aktueller Aktion und Kontensaldo. Für Neukunden bietet die DKB oft ein Aktionsangebot mit erhöhten Zinsen für die ersten Monate, was das Konto besonders attraktiv macht.
Das DKB Festgeld ist eine weitere Option für Sparer, die feste Laufzeiten bevorzugen. Angeboten werden Laufzeiten zwischen 3 Monaten und 10 Jahren, mit Zinsen, die je nach Laufzeit und Marktlage variieren. Für 12-monatiges Festgeld liegen die Zinsen 2026 bei rund 2,0 % bis 2,7 %, längere Laufzeiten bringen leicht höhere Konditionen.
Ein wichtiger Hinweis für österreichische Kunden: Die Zinserträge müssen in Österreich versteuert werden. Die DKB stellt zwar Erträgnisaufstellungen aus, die österreichische KESt wird jedoch nicht automatisch abgeführt. Anleger müssen die Zinsen in der österreichischen Einkommensteuererklärung angeben und selbst versteuern (27,5 % KESt auf Zinsen nach österreichischem Recht – Sonderregelung für ausländische Zinsen).
DKB Wertpapierdepot und ETF-Sparpläne
Das DKB Wertpapierdepot ist für deutsche Kunden eine beliebte Option. Für österreichische Kunden ergeben sich jedoch einige Besonderheiten: Die DKB wickelt Steuern nach deutschem Recht ab, nicht nach österreichischem. Das bedeutet, dass Kursgewinne, Dividenden und Fondsausschüttungen nicht automatisch mit österreichischer KESt abgeführt werden. Stattdessen müssen Anleger selbst für die Deklaration in Österreich sorgen.
Das macht das DKB Depot für österreichische Wertpapieranleger weniger attraktiv als österreichische Broker wie DADAT oder Easybank, die vollständig steuereinfach arbeiten. Wer rein das deutsche ETF-Sparplan-Angebot nutzen möchte, muss den steuerlichen Mehraufwand einkalkulieren.
DKB und Nachhaltigkeit
Die DKB positioniert sich seit Jahren als nachhaltige Bank und hat ihr Engagement 2026 weiter ausgebaut. Ein großer Teil des Kreditportfolios entfällt auf die Finanzierung erneuerbarer Energien, nachhaltiger Landwirtschaft, Gesundheitswesen und sozialer Infrastruktur. Die DKB gehört damit zu den größten Finanzierern von Wind- und Solarprojekten in Deutschland.
Kunden, die Wert auf nachhaltiges Banking legen, können dies als positives Argument sehen: Die Bank nutzt Kundeneinlagen für Projekte mit klarem gesellschaftlichen und ökologischen Nutzen. Viele Nachhaltigkeits-Rankings führen die DKB entsprechend positiv auf.
Service und Support für österreichische Kunden
Der Kundenservice der DKB ist primär auf deutsche Kunden ausgerichtet, funktioniert aber auch für Österreicher. Telefonische Anfragen sind in deutscher Sprache möglich, die Hotline ist werktags und zu erweiterten Zeiten erreichbar. Der Chat in der App und Online-Kontaktformulare ergänzen das Angebot. Persönliche Beratung in Filialen gibt es nicht – die DKB hat keine Filialen in Österreich und auch in Deutschland nur ausgewählte Beratungscenter.
Für Standardthemen wie Überweisungen, Kartenverwaltung oder Fragen zum Aktivkundenstatus funktioniert der Support gut. Bei komplexeren Anfragen, insbesondere mit österreichischem Hintergrund (z. B. steuerliche Fragen, DE-IBAN-Probleme mit österreichischen Institutionen), stößt die DKB jedoch an Grenzen.
DKB Girocard und andere Karten
Zusätzlich zur Visa-Debitkarte bot die DKB lange Zeit auch eine Girocard (früher EC-Karte) an. In den letzten Jahren hat sich die Strategie jedoch verschoben: Die Visa-Debitkarte ist nun die Standardkarte, die Girocard wird teilweise nur noch optional oder gegen Gebühr ausgestellt. Für Österreicher ist das weitgehend irrelevant, weil die Girocard in Österreich ohnehin kaum akzeptiert wird – die Visa-Debitkarte funktioniert überall.
DKB und internationale Überweisungen
Ein praktischer Aspekt der DKB ist die Abwicklung internationaler Überweisungen. SEPA-Überweisungen innerhalb der EU sind kostenlos und in den meisten Fällen innerhalb eines Werktages zugestellt, SEPA Instant Transfers funktionieren in Echtzeit. Für Überweisungen in Nicht-Euro-Länder (z. B. Großbritannien, Schweiz, USA) bietet die DKB die klassische SWIFT-Abwicklung an, die jedoch Gebühren verursacht und einige Tage dauert.
Für österreichische Kunden, die regelmäßig internationale Zahlungen benötigen, gibt es Alternativen wie Wise (integriert bei N26), die oft deutlich günstiger sind. Die DKB ist für Standard-Zahlungsverkehr innerhalb der EU jedoch sehr gut geeignet.
DKB und die Zielgruppe in Österreich
Wer sind die typischen österreichischen DKB-Kunden? Vor allem drei Gruppen: Erstens Vielreisende, die vom weltweit kostenlosen Bargeldabheben mit der Visa-Debitkarte profitieren wollen. Zweitens grenznahe Bewohner in Bundesländern wie Oberösterreich, Salzburg, Tirol oder Vorarlberg, die häufig nach Deutschland fahren und dort Einkäufe tätigen. Drittens digital affine Kunden, die ein kostenloses Zweitkonto zusätzlich zu ihrer österreichischen Hauptbank suchen.
Für alle drei Gruppen bietet die DKB ein solides Gesamtpaket. Als einzige Bank sollte sie in Österreich aber nur genutzt werden, wenn man mit den Einschränkungen (DE-IBAN, keine österreichische Einlagensicherung, keine automatische KESt-Abwicklung) umgehen kann.
DKB und die Bayerische Landesbank
Ein oft übersehener Aspekt ist die Eigentümerstruktur der DKB. Als 100-prozentige Tochter der Bayerischen Landesbank (BayernLB) steht hinter der DKB ein solider öffentlich-rechtlicher Eigentümer. Die BayernLB ist wiederum mehrheitlich im Besitz des Freistaats Bayern, was die DKB in das deutsche Landesbanken-System einbettet und zusätzliche Stabilität verleiht. Diese Struktur ist ein Pluspunkt für sicherheitsbewusste Kunden, die Wert auf einen robusten Eigentümerhintergrund legen.
DKB Jugendkonto und Familienlösungen
Die DKB bietet 2026 auch ein Jugendkonto für Kunden unter 18 Jahren an, das kostenlos ist und Eltern die Möglichkeit bietet, den Umgang ihrer Kinder mit Geld zu unterstützen. Das Konto ist mit einem begrenzten Funktionsumfang ausgestattet, etwa mit Ausgabenlimits und elterlicher Kontrolle, und eignet sich gut für die erste eigene Bankerfahrung. Auch österreichische Familien können dieses Angebot nutzen, sofern die DE-IBAN keine Probleme bereitet.
DKB und die Zukunft für österreichische Kunden
Die Zukunft der DKB in Österreich wird davon abhängen, wie sich das Aktivkundenmodell entwickelt, wie die App weiter ausgebaut wird und ob die Bank spezifische Angebote für österreichische Kunden schafft (z. B. steuereinfache Wertpapierabwicklung). Aktuell ist die DKB eine attraktive Option als Zweit- oder Reisebank, während österreichische Banken für das primäre Girokonto oft besser geeignet sind.
In den nächsten Jahren wird sich zeigen, ob die DKB ihr Wachstum in Österreich weiter forciert oder sich stärker auf den Heimatmarkt Deutschland konzentriert. Für österreichische Kunden bleibt die Bank jedenfalls eine interessante Wahl, solange die Visa-Debitkarte, das kostenlose Konto für Aktivkunden und die solide App attraktive Mehrwerte bieten.
Die DKB Deutsche Kreditbank ist 2026 eine der besten Direktbank-Optionen für Österreicher, die viel reisen und Wert auf weltweit kostenlose Bargeldabhebungen legen. Das kostenlose Konto für Aktivkunden, die hervorragende App und die starke Visa-Debitkarte machen sie zu einer attraktiven Wahl – sei es als Haupt- oder Zweitkonto. Wer jedoch eine österreichische IBAN, österreichische Einlagensicherung oder steuereinfachen Wertpapierhandel braucht, sollte stattdessen österreichische Alternativen wie bank99, Easybank oder DADAT in Betracht ziehen. Als Ergänzung zu einem österreichischen Hauptkonto ist die DKB für viele Österreicher 2026 jedoch eine sehr lohnende Wahl.
Weiterführende Artikel
- Girokonto-Vergleich Österreich
- Kreditkarten im Vergleich
- Online-Broker Österreich
- Alle Banken im Überblick
Häufig gestellte Fragen
Können Österreicher bei der DKB Kunde werden?
Ja, Österreicher können bei der Deutschen Kreditbank (DKB) ein Girokonto eröffnen. Die DKB verfügt über eine deutsche Banklizenz und bietet ihre Produkte aufgrund des EU-Passportings auch Kunden in Österreich an. Die Kontoeröffnung erfolgt online mit Video-Ident, das Konto wird mit deutscher IBAN (DE-IBAN) geführt.
Ist das DKB Konto wirklich kostenlos?
Das DKB Cash Konto ist 2026 nur dann komplett kostenlos, wenn monatlich mindestens 700 Euro Geldeingang erfolgen (aktiver Kundenstatus). Ansonsten fällt eine monatliche Grundgebühr an. Der Status wird monatlich neu bewertet, und dazugehörige Leistungen wie die Visa-Debitkarte können je nach Status variieren.
Funktioniert die DE-IBAN der DKB in Österreich reibungslos?
Im SEPA-Raum sind DE-IBANs und AT-IBANs gleichgestellt. Für Überweisungen, Lastschriften und Daueraufträge innerhalb der EU funktioniert eine DE-IBAN einwandfrei. Allerdings akzeptieren manche österreichische Arbeitgeber, Behörden oder Vermieter aus Gewohnheit nur AT-IBANs, was in Einzelfällen zu Problemen führen kann.
Welche Kreditkarte bietet die DKB 2026?
Die DKB bietet eine Visa-Debitkarte als Standardkarte an. Sie ist bei aktiven Kunden kostenlos und weltweit einsetzbar. Bargeldabhebungen in Euro sind kostenlos. Abhebungen in Fremdwährung sind bei aktiven Kunden weltweit kostenlos. Zusätzlich gibt es die DKB Visa Kreditkarte als echte Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung.
Chefredakteur finanzinfo.at
Martin Höllinger ist Finanzjournalist und Gründer von finanzinfo.at. Er ist spezialisiert auf österreichisches Steuerrecht, Geldanlage und Finanzvergleiche.