Scalable Capital Erfahrungen | Österreich 2026
Scalable Capital 2026: Flatrate-Broker, PRIME+, Gebühren, ETF-Sparplan und Steuer für Österreich. Jetzt umfassend informieren!
Scalable Capital im Test 2026: Der Neobroker mit Flatrate
Scalable Capital ist einer der führenden Neobroker im deutschsprachigen Raum und hat mit seinem innovativen Flatrate-Modell PRIME+ die Broker-Landschaft neu definiert. Für österreichische Anleger bietet der Münchner Anbieter ein attraktives Angebot mit niedrigen Gebühren, breiter Produktpalette und modernen Sparplan-Optionen.
Was ist Scalable Capital?
Scalable Capital wurde 2014 in München von Erik Podzuweit, Florian Prucker und Patrick Pöschl gegründet. Zunächst startete das Unternehmen als Robo-Advisor für automatisierte Vermögensverwaltung. 2020 folgte der Launch des Brokers mit dem bahnbrechenden Flatrate-Modell. Heute betreut Scalable Capital über eine Million Kunden und ist einer der größten Neobroker Europas. Die Muttergesellschaft Scalable Capital GmbH ist als Wertpapierinstitut von der BaFin reguliert. Für die Verwahrung der Wertpapiere und die Abwicklung der Trades arbeitet Scalable mit der Baader Bank, der ING-DiBa und der Deutschen Bank zusammen.
Die Kontomodelle von Scalable Capital 2026
Scalable Capital bietet drei Kontomodelle, die unterschiedliche Anlegerbedürfnisse abdecken:
FREE Broker
Das kostenlose Basiskonto. Pro Trade werden 0,99 Euro Ordergebühr verrechnet. Kostenlose Sparpläne sind inkludiert. Dieses Modell eignet sich für Gelegenheitstrader und Einsteiger.
PRIME+ Broker
Für 2,99 Euro pro Monat (oder 33 Euro pro Jahr bei Jahreszahlung) erhalten Kunden unbegrenzt kostenlose Trades auf gettex (ab 250 Euro Ordervolumen). Enthalten sind außerdem Guthabenzinsen auf Cash-Beträge bis zu einer bestimmten Höhe.
PRIME+ mit Guthabenzinsen
Die Premium-Variante für 4,99 Euro monatlich bietet zusätzlich höhere Guthabenzinsen und erweiterte Features wie Depotwechselservice, Premium-Research und priorisierten Kundenservice. 2026 liegen die Guthabenzinsen bei rund 2 Prozent auf dem Verrechnungskonto, was besonders attraktiv für Anleger mit höherem Cash-Bestand ist.
Angebot und Produkte
Scalable Capital bietet ein breites Produktangebot:
- Über 8.000 Aktien von internationalen Börsen
- Über 2.500 ETFs, davon mehr als 1.500 als Sparplan
- Über 3.000 Fonds (über Scalable Partnerbank-Integration)
- Anleihen und Staatsanleihen
- Kryptowährungen (indirekt über ETPs)
- Derivate wie Optionsscheine und Zertifikate
Der Handel erfolgt hauptsächlich über gettex in München und über die LS Exchange. Das hat den Vorteil niedriger Gebühren, aber den Nachteil, dass Xetra oder die Wiener Börse nicht direkt verfügbar sind. Für österreichische Aktien ist das eine Einschränkung, da viele Titel nur eingeschränkt über gettex gehandelt werden.
ETF-Sparpläne bei Scalable
Scalable Capital bietet eines der besten Sparplan-Angebote am Markt. Alle ETF-Sparpläne sind kostenlos, unabhängig vom Kontomodell. Die Mindestsparrate beträgt einen Euro, was die Plattform besonders für Einsteiger attraktiv macht. Die Ausführung ist an jedem Handelstag des Monats möglich, sogar mehrmals pro Woche.
Besonders beliebt sind:
- iShares Core MSCI World
- Vanguard FTSE All-World
- iShares Core S&P 500
- Xtrackers MSCI World
- iShares MSCI Emerging Markets
- SPDR MSCI ACWI IMI
- Vanguard S&P 500
Bruchstücke werden bei Sparplänen unterstützt, sodass auch kleine Beträge effizient investiert werden. Bei Einmalkäufen sind Bruchstücke nur für ausgewählte Aktien und ETFs verfügbar.
Steuerliche Behandlung für Österreich
Ein wichtiger Punkt für österreichische Anleger: Scalable Capital führt die österreichische Kapitalertragsteuer (KESt) nicht automatisch ab. Das heißt, Kunden müssen ihre Kapitalerträge, Dividenden und realisierten Gewinne selbst in der Einkommensteuererklärung angeben. Scalable stellt dafür jährlich einen Steuerreport zur Verfügung, der alle relevanten Transaktionen auflistet. Damit ist die Vorbereitung der Steuererklärung zwar aufwändiger als bei steuereinfachen Brokern, aber mit etwas Routine gut machbar.
Wer diesen Mehraufwand vermeiden möchte, sollte steuereinfache Anbieter wie Flatex, Erste Bank oder DADAT in Betracht ziehen. Allerdings sind die Gebühren dort höher. Viele österreichische Kunden akzeptieren den Steueraufwand im Tausch für niedrigere Kosten.
Handelsplattform und App
Scalable Capital ist primär eine Mobile-First-Plattform. Die App für iOS und Android ist modern, übersichtlich und gut gestaltet. Sie bietet alle wichtigen Funktionen: Ordereingabe, Watchlists, Charts, Depotübersicht, Sparplanverwaltung und Benachrichtigungen. Die Desktop-Version im Browser ist ebenfalls nutzerfreundlich, wenn auch etwas reduzierter als klassische Trader-Plattformen.
Die Bedienung ist intuitiv und eignet sich besonders für Einsteiger. Erfahrene Trader, die Level-2-Daten, Orderbücher oder erweiterte Charttools suchen, finden diese in eingeschränkter Form. Für einfache Kaufen-Halten-Strategien und regelmäßige Sparplan-Ausführungen ist das Angebot aber mehr als ausreichend.
Sicherheit
Scalable Capital ist als deutsches Wertpapierinstitut von der BaFin reguliert. Die Kundengelder werden bei Partnerbanken (Baader Bank, ING-DiBa, Deutsche Bank) als Tagesgeld gehalten und sind durch die deutsche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Wertpapiere werden als Sondervermögen verwahrt und sind daher auch im Insolvenzfall sicher.
Die Plattform nutzt moderne Sicherheitsstandards wie Zwei-Faktor-Authentifizierung und verschlüsselte Datenübertragung. Login kann wahlweise per Passwort, biometrisch (Face ID, Touch ID) oder per TAN erfolgen.
Kontoeröffnung
Die Kontoeröffnung bei Scalable Capital ist vollständig digital und dauert meist weniger als 10 Minuten. Benötigt werden:
- Ausgefülltes Online-Formular mit persönlichen Daten
- Österreichische Steueridentifikationsnummer
- Gültiger Ausweis für Video-Identifikation
- Angaben zu Beruf und Anlageerfahrung
- SEPA-Konto für Ein- und Auszahlungen
Nach der Video-Ident-Verifizierung ist das Konto meist innerhalb weniger Stunden einsatzbereit.
Vor- und Nachteile von Scalable Capital
Vorteile
- Sehr niedrige Gebühren, besonders im PRIME+ Flatrate-Modell
- Kostenlose ETF-Sparpläne ab 1 Euro
- Bruchstücke bei Sparplänen möglich
- Moderne und intuitive App
- Guthabenzinsen im PRIME+
- Große Auswahl an Aktien und ETFs
- Deutsche Regulierung und Einlagensicherung
Nachteile
- Keine automatische KESt-Abfuhr für Österreich
- Hauptsächlich Handel auf gettex und LS Exchange
- Keine direkten Wiener-Börse-Handel
- Eingeschränkte Profi-Features
- Kundenservice zeitweise überlastet
Für wen eignet sich Scalable Capital?
Scalable Capital eignet sich besonders für:
- Kostenbewusste Anleger, die den Mehraufwand bei der Steuererklärung akzeptieren
- Sparplan-Anleger mit kleinem Budget (ab 1 Euro Sparrate)
- Aktive Trader, die vom PRIME+ Flatrate-Modell profitieren
- Mobile-First-Nutzer, die primär per App handeln
- Einsteiger, die eine intuitive Bedienung suchen
Weniger geeignet ist Scalable Capital für:
- Anleger, die eine steuereinfache Abwicklung benötigen
- Kunden, die regelmäßig auf der Wiener Börse handeln wollen
- Profi-Trader mit hohen Ansprüchen an Charting und Orderbuch
PRIME+ Flatrate: Wann lohnt sich das Upgrade?
Das PRIME+ Modell kostet 2,99 Euro monatlich und bietet unbegrenzt kostenlose Trades ab 250 Euro Ordervolumen auf gettex. Die Flatrate lohnt sich mathematisch ab rund vier Trades pro Monat, verglichen mit dem FREE-Modell (0,99 Euro pro Trade). Wer also regelmäßig handelt, mehrere Sparpläne hat oder Rebalancing betreibt, profitiert deutlich.
Zusätzlich bietet PRIME+ Guthabenzinsen auf das Verrechnungskonto, was bei größeren Cash-Reserven einen weiteren Anreiz darstellt. Die Guthabenzinsen liegen 2026 bei etwa 2 Prozent, abhängig von der EZB-Politik.
Wallet-Integration und Krypto
Scalable Capital bietet Zugang zu Kryptowährungen über ETPs (Exchange Traded Products) wie Bitcoin-ETPs, Ethereum-ETPs und Multi-Asset-Krypto-ETPs. Direkte Krypto-Wallets gibt es nicht, aber die ETP-Variante hat den Vorteil, dass sie steuerlich wie Wertpapiere behandelt wird und einfach im Broker-Depot gehalten werden kann.
Erfahrungen österreichischer Kunden
Österreichische Nutzer berichten von überwiegend positiven Erfahrungen. Besonders gelobt werden die niedrigen Kosten, die moderne App und die große ETF-Auswahl. Kritikpunkte sind die fehlende KESt-Automatik und der gelegentlich langsame Kundenservice bei Spitzenauslastung. Insgesamt erhält Scalable Capital in Bewertungsportalen gute Noten.
Scalable Capital vs. Konkurrenz
Im direkten Vergleich zu Trade Republic (ebenfalls Neobroker) bietet Scalable Capital das flexiblere Flatrate-Modell für aktive Trader. Trade Republic hat eine etwas schlankere App und Zinsangebot auf Guthaben. Beide Anbieter sind nicht steuereinfach für Österreich.
Im Vergleich zu Flatex ist Scalable Capital deutlich günstiger bei regelmäßigem Handel, aber eben ohne Steuerautomatik. DADAT oder Erste Bank sind steuereinfach und haben Wiener Börse, aber höhere Gebühren.
Steuerreport für Österreich im Detail
Da Scalable Capital die österreichische KESt nicht automatisch abführt, ist der jährliche Steuerreport besonders wichtig. Scalable stellt diesen Report in der Regel im ersten Quartal des Folgejahres zur Verfügung. Er enthält alle relevanten Daten: realisierte Kursgewinne und -verluste, Dividenden, Zinsen, ausschüttungsgleiche Erträge bei thesaurierenden Fonds und die zugehörigen Quellensteuern.
Die größte Herausforderung für österreichische Kunden ist die korrekte Behandlung thesaurierender ETFs. Bei diesen Fonds werden jährlich sogenannte ausschüttungsgleiche Erträge steuerlich erfasst, obwohl keine Ausschüttung fließt. Diese Erträge erhöhen die steuerlichen Anschaffungskosten und müssen beim Verkauf korrekt berücksichtigt werden, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.
Wer sich mit der Materie nicht auskennt, sollte einen Steuerberater hinzuziehen oder das Tool von Diensten wie Broker-Test.at oder Dividende.at nutzen, die bei der Aufbereitung der Steuerdaten helfen.
Sparplan-Strategien für Einsteiger
Scalable Capital eignet sich hervorragend für den Einstieg in die Geldanlage. Hier sind einige bewährte Sparplan-Strategien:
Ein-ETF-Strategie
Die einfachste Strategie: Ein einziger Sparplan auf einen globalen ETF wie den Vanguard FTSE All-World oder den iShares MSCI ACWI IMI. Damit investieren Sie automatisch in über 3.000 Unternehmen weltweit. Ab 25 oder sogar 1 Euro pro Monat ist der Einstieg möglich.
Core-Satellite-Ansatz
Kombinieren Sie einen breiten Welt-ETF als Kern (70 bis 80 Prozent) mit spezialisierten ETFs als Satelliten (20 bis 30 Prozent), zum Beispiel einem Emerging-Markets-ETF, einem Small-Cap-ETF oder einem Themen-ETF wie Technologie oder Nachhaltigkeit.
Rebalancing
Scalable Capital bietet keine automatische Rebalancing-Funktion, aber Sie können Ihre Sparpläne jederzeit anpassen. Einmal pro Jahr sollten Sie prüfen, ob die Gewichtung Ihrer ETFs noch Ihrer Zielallokation entspricht.
Guthabenzinsen bei Scalable Capital
Eine Besonderheit des PRIME+-Modells ist die Verzinsung des Guthabens auf dem Verrechnungskonto. 2026 liegen die Zinsen bei rund 2 Prozent p.a., wobei der genaue Satz vom EZB-Einlagenzins abhängt. Das Guthaben wird täglich verzinst und monatlich gutgeschrieben. Für Anleger mit höherem Cash-Bestand, etwa weil sie auf günstige Einstiegsmöglichkeiten warten, ist dies ein attraktiver Zusatznutzen.
Depotübertrag zu Scalable Capital
Ein Depotübertrag zu Scalable Capital ist möglich und kostenlos. Der Prozess kann über die App oder den Desktop initiiert werden. Die Dauer beträgt in der Regel zwei bis sechs Wochen, je nach abgebendem Broker. Wichtig: Prüfen Sie nach dem Übertrag, ob die steuerlichen Einstandskurse korrekt übernommen wurden, insbesondere bei thesaurierenden ETFs.
Alternativen zu Scalable Capital
Trade Republic
Trade Republic ist der direkteste Konkurrent: Ebenfalls ein Neobroker mit extrem niedrigen Gebühren (1 Euro pro Trade), kostenlosen Sparplänen und Guthabenzinsen. Ebenfalls nicht steuereinfach für Österreich. Trade Republic bietet 2026 auch eine Kreditkarte mit Cashback an. Die App ist etwas schlichter als Scalable, aber sehr funktional.
Flatex
Flatex ist teurer (6,90 Euro pro Trade), bietet aber den entscheidenden Vorteil der steuereinfachen Abwicklung. Für Anleger, die den Steueraufwand vermeiden wollen, ist Flatex die bessere Wahl.
DADAT
DADAT ist ein österreichischer Online-Broker der Schelhammer Capital Bank. Steuereinfach, moderate Gebühren, aber kleinere Produktauswahl und weniger moderne App.
Erste Bank George
Die Wertpapier-Funktion in George bietet volle Integration ins Bankwesen und ist steuereinfach, aber die Gebühren sind deutlich höher als bei Neobrokern.
Tipps für den Start mit Scalable Capital
- Beginnen Sie mit dem FREE-Modell: Testen Sie die Plattform ohne monatliche Kosten.
- Starten Sie einen Sparplan: Bereits ab 1 Euro pro Monat können Sie in einen globalen ETF investieren.
- Nutzen Sie das Demomaterial: Scalable bietet Erklärvideos und FAQs für Einsteiger.
- Informieren Sie sich über die Steuer: Lesen Sie sich frühzeitig in das Thema KESt und Steuererklärung ein, um beim Jahresabschluss nicht überrascht zu werden.
- Vergleichen Sie den Steuerreport: Prüfen Sie den Scalable-Steuerreport gegen Ihre eigenen Aufzeichnungen.
Scalable Capital ist 2026 einer der attraktivsten Neobroker für preissensible Anleger aus Österreich. Das Flatrate-Modell PRIME+ bietet besonders aktiven Sparplan-Investoren hervorragende Konditionen. Die große ETF-Auswahl, die moderne App und die deutsche Regulierung machen Scalable zu einer soliden Wahl. Wer den Mehraufwand bei der Steuererklärung akzeptiert, erhält einen der günstigsten und modernsten Broker am Markt. Einsteigern empfehlen wir, mit dem kostenlosen FREE-Modell zu starten und bei höherem Handelsvolumen auf PRIME+ umzusteigen. Für alle, die Wert auf österreichische Steuerautomatik legen, bleibt Flatex oder eine klassische österreichische Bank die bessere Wahl.
Scalable Capital Wealth: Der Robo-Advisor
Neben dem Broker bietet Scalable Capital auch einen Robo-Advisor-Service unter dem Namen Scalable Wealth an. Hier investiert ein Algorithmus basierend auf Ihrem Risikoprofil in ein Portfolio aus ETFs. Die Gebühren liegen bei 0,75 Prozent p.a. auf das verwaltete Vermögen. Für Anleger, die sich nicht selbst um die Auswahl und das Rebalancing kümmern möchten, ist dies eine bequeme Option. Die steuerliche Behandlung ist die gleiche wie beim Broker, also nicht steuereinfach für Österreich.
Scalable Capital und ESG-Investments
Scalable Capital bietet eine umfangreiche Auswahl an ESG-konformen ETFs und Fonds. In der App können Nutzer gezielt nach nachhaltigen Investments filtern. Die Nachhaltigkeitsbewertung orientiert sich an den SFDR-Kategorien (Artikel 8 und 9). Für umweltbewusste Anleger aus Österreich ist das eine attraktive Möglichkeit, nachhaltig zu investieren.
Häufige Fehler bei Scalable Capital
Zu viele Sparpläne
Einige Nutzer richten Dutzende von Sparplänen ein, was zu einem überkomplexen Portfolio führen kann. Experten empfehlen, sich auf maximal drei bis fünf ETFs zu beschränken und eine klare Strategie zu verfolgen.
Mangelnde Steuervorbereitung
Viele österreichische Kunden unterschätzen den Aufwand der Steuererklärung. Bereiten Sie sich frühzeitig vor, laden Sie den Steuerreport herunter und konsultieren Sie bei Bedarf einen Steuerberater.
Panikverkäufe bei Korrekturen
Neobroker-Apps machen das Verkaufen so einfach, dass manche Anleger in Kursrückgängen panisch verkaufen. Bleiben Sie bei Ihrer Strategie und nutzen Sie Korrekturen eher als Nachkaufgelegenheit.
Scalable Capital und Krypto-ETPs
Scalable Capital bietet Zugang zu einer wachsenden Auswahl an Krypto-ETPs. Bitcoin-ETPs, Ethereum-ETPs und Multi-Asset-Krypto-ETPs können im regulären Depot gehandelt werden. Die steuerliche Behandlung erfolgt wie bei klassischen Wertpapieren. Für Anleger, die Kryptowährungen als Beimischung halten möchten, ist das eine bequeme und regulierte Alternative zum direkten Krypto-Kauf auf spezialisierten Börsen.
Zukunft des Neobroker-Markts
Der Neobroker-Markt in Europa wird voraussichtlich weiter wachsen. Scalable Capital ist gut positioniert, um von diesem Trend zu profitieren. Die Konsolidierung des Marktes könnte in den kommenden Jahren zu Übernahmen und Fusionen führen. Für Kunden bedeutet das potenziell bessere Konditionen durch Skaleneffekte, aber auch das Risiko von Änderungen bei Gebühren und Serviceleistungen. Langfristig dürften Neobroker und klassische Banken zunehmend konvergieren, wobei die günstigsten Anbieter die größten Marktanteile gewinnen.
Scalable Capital und Anleihen-ETFs
Mit dem gestiegenen Zinsniveau sind Anleihen-ETFs wieder attraktiv geworden. Scalable Capital bietet eine breite Auswahl an Staatsanleihen-ETFs, Unternehmensanleihen-ETFs und Geldmarkt-ETFs. Für konservative Anleger, die ihr Geld sicher parken möchten, sind Geldmarkt-ETFs wie der Xtrackers EUR Overnight Rate Swap ETF eine Alternative zum Festgeld oder Tagesgeld. Diese ETFs bilden den kurzfristigen Zinssatz ab und bieten tägliche Liquidität bei moderater Rendite.
Scalable Capital und Aktien-Sparpläne
Neben ETF-Sparplänen bietet Scalable Capital auch Aktien-Sparpläne auf Einzelaktien an. Über 2.500 Aktien sind sparplanfähig, darunter alle großen Namen wie Apple, Microsoft, Amazon, Tesla, NVIDIA und österreichische Titel. Aktien-Sparpläne ermöglichen es, mit kleinen Beträgen ab 1 Euro in Einzelaktien zu investieren. Bruchstücke werden unterstützt, sodass auch hochpreisige Aktien zugänglich sind.
Scalable Capital und die österreichische Finanzlandschaft
Scalable Capital hat sich in der österreichischen Anlegergemeinschaft fest etabliert. Die Marke wird auf Finanzblogs wie Broker-Test.at, Finanzfluss.at und in verschiedenen Reddit-Communities aktiv diskutiert. Die größten Vorteile aus Sicht österreichischer Nutzer sind die niedrigen Kosten und die große ETF-Auswahl. Die größten Nachteile sind die fehlende Steuerautomatik und der überwiegend auf gettex beschränkte Handelsplatz.
Die österreichische Finanzblogging-Community hat zahlreiche Vergleiche zwischen Scalable Capital, Trade Republic und Flatex erstellt. Der Konsens: Für kostenbewusste Anleger, die den Steueraufwand akzeptieren, ist Scalable eine ausgezeichnete Wahl. Für Anleger, die Steuerkomfort priorisieren, ist Flatex trotz höherer Gebühren die bessere Option. Beide Broker haben ihre Berechtigung und sprechen unterschiedliche Zielgruppen an.
Anlegerschutz und Regulierung in Österreich
Österreichische Anleger profitieren von einem umfassenden regulatorischen Rahmen, der den Schutz der Verbraucher in den Mittelpunkt stellt. Die wichtigsten Instanzen sind:
- FMA (Finanzmarktaufsicht): Die österreichische Aufsichtsbehörde überwacht den gesamten Finanzmarkt und schützt die Interessen der Anleger.
- BaFin: Die deutsche Finanzaufsicht reguliert Broker mit deutscher Banklizenz.
- CySEC: Die zypriotische Aufsichtsbehörde reguliert viele europäische Online-Broker.
- ESMA: Die europäische Wertpapieraufsicht setzt Mindeststandards für den Anlegerschutz fest, etwa Hebelbegrenzungen für CFDs.
Wichtig für österreichische Kunden: Bei der Wahl eines Brokers sollte immer geprüft werden, ob der Anbieter von einer anerkannten Aufsichtsbehörde reguliert wird. Unregulierte Broker bieten keinen Anlegerschutz und sollten gemieden werden. Die Einlagensicherung ist ein weiteres zentrales Kriterium, besonders die Höhe und die Jurisdiktion des Sicherungssystems.
Steuertipps für österreichische Anleger
Die steuerliche Behandlung von Wertpapiergeschäften in Österreich folgt klaren Regeln:
- KESt 27,5 Prozent: Gilt für Dividenden, Zinsen, realisierte Kursgewinne und Erträge aus Investmentfonds.
- Verlustverrechnung: Realisierte Verluste können im selben Kalenderjahr mit Gewinnen verrechnet werden.
- Kein Verlustvortrag: Nicht verrechnete Verluste verfallen am Jahresende.
- Thesaurierende Fonds: Ausschüttungsgleiche Erträge werden jährlich besteuert, auch ohne Ausschüttung.
- Quellensteuer: Ausländische Quellensteuern können teilweise angerechnet werden.
- Kryptowährungen: Seit 2022 mit 27,5 Prozent KESt besteuert.
Für steuereinfache Broker wird all das automatisch erledigt. Bei nicht steuereinfachen Brokern müssen Sie die Daten selbst in die Steuererklärung einarbeiten. Ein Steuerberater, der auf Wertpapiere spezialisiert ist, kann hier wertvolle Dienste leisten.
Scalable Capital und Sparquote
Österreicher sparen im EU-Vergleich überdurchschnittlich viel. Die Sparquote lag 2025 bei rund 10 Prozent des verfügbaren Einkommens. Dennoch investiert nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in Aktien oder ETFs. Scalable Capital trägt mit seinem niedrigschwelligen Angebot dazu bei, mehr Österreicher an die Kapitalmärkte heranzuführen. Die Möglichkeit, bereits ab einem Euro pro Monat zu investieren, senkt die Einstiegshürde auf ein Minimum und macht professionelles Investieren für alle Einkommensgruppen zugänglich.
Weiterführende Artikel
- Online-Broker Vergleich Österreich
- Steuereinfache Broker
- ETFs in Österreich
- Kapitalertragsteuer (KESt)
- Alle Broker im Überblick
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet Scalable Capital in Österreich 2026?
Scalable Capital bietet ein Free-Modell mit 0,99 Euro pro Trade und Flatrate-Modelle ab 2,99 Euro monatlich (PRIME+) oder 4,99 Euro monatlich (PRIME+ Broker) mit unbegrenztem Trading.
Ist Scalable Capital steuereinfach?
Nein, Scalable Capital führt die österreichische KESt nicht automatisch ab. Österreichische Kunden müssen ihre Kapitalerträge selbst in der Steuererklärung angeben.
Ist Scalable Capital sicher?
Ja, Scalable Capital ist als deutsches Wertpapierinstitut von der BaFin reguliert. Einlagen liegen bei Partnerbanken wie Baader Bank und sind durch die deutsche Einlagensicherung geschützt.
Chefredakteur finanzinfo.at
Martin Höllinger ist Finanzjournalist und Gründer von finanzinfo.at. Er ist spezialisiert auf österreichisches Steuerrecht, Geldanlage und Finanzvergleiche.