Studentenkonto Österreich: Gratis Konto für Studenten

Studentenkonto Österreich 2026: Kostenlose Konten, Dispo & Vergleich aller Banken. Jetzt bestes Studentenkonto für Studierende finden!

Aktualisiert: 03. April 2026 13 Min. Lesezeit

Studentenkonto in Österreich 2026: Der Ratgeber

Ein eigenes Girokonto ist für Studierende in Österreich praktisch unverzichtbar. Mietzahlungen, die Familienbeihilfe oder Studienbeihilfe, das WG-Konto, die ersten Einkünfte aus einem Nebenjob oder einem Praktikum — all das läuft über das Studentenkonto. Banken wissen um die Bedeutung und um den langfristigen Wert junger Kundinnen und Kunden: Wer heute als Student ein Konto eröffnet, bleibt statistisch gesehen mit hoher Wahrscheinlichkeit auch später Kunde derselben Bank. Dementsprechend umkämpft ist dieses Marktsegment, was sich in sehr attraktiven Konditionen für Studierende niederschlägt.

Was ist ein Studentenkonto?

Ein Studentenkonto ist ein reguläres Girokonto mit speziellen Vergünstigungen für Studierende. Funktional unterscheidet es sich kaum vom klassischen Gehaltskonto: Sie empfangen Zahlungen, überweisen Geld, bezahlen mit der Bankomatkarte, verwalten Daueraufträge und nutzen Online- und Mobile-Banking. Der Unterschied liegt ausschließlich in den Konditionen: Die Kontoführungsgebühren entfallen während des Studiums vollständig, viele Zusatzleistungen sind ebenfalls gratis, und die Bank verzichtet auf die sonst üblichen Mindesteinkommenserfordernisse.

Die Banken verdienen trotzdem an Studentenkonten — wenn auch weniger als an regulären Gehaltskonten. Die Logik dahinter ist einfach: Junge Kundinnen und Kunden, die in der “ersten eigenen Kontobeziehung” gute Erfahrungen sammeln, bleiben mit hoher Wahrscheinlichkeit auch nach dem Studium bei der Bank und werden dann zu profitablen Gehaltskonten-Kunden. Zusätzlich können Banken im Studentenkonto Kreditkarten, Sparprodukte und später Wohnkredite oder Bausparverträge vermitteln.

Voraussetzungen für ein Studentenkonto

Um ein Studentenkonto in Österreich eröffnen zu können, müssen Sie einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen. Diese sind je nach Bank leicht unterschiedlich, folgen aber einem einheitlichen Muster.

Studentenstatus

Die wichtigste Voraussetzung ist der Nachweis des aktiven Studiums an einer anerkannten Hochschule. Dazu zählen in Österreich die öffentlichen Universitäten, Fachhochschulen, Pädagogische Hochschulen, Privatuniversitäten sowie ausgewählte internationale Studieninstitutionen. Der Nachweis erfolgt üblicherweise durch eine aktuelle Inskriptionsbestätigung (Studienbestätigung), die nicht älter als drei Monate sein darf. Einige Banken verlangen zusätzlich einen Studienerfolgsnachweis nach dem ersten Jahr, um sicherzustellen, dass Sie tatsächlich aktiv studieren.

Altersgrenze

Die meisten österreichischen Banken bieten das Studentenkonto bis zum 27. Geburtstag an. Einige Institute — beispielsweise für Masterstudierende oder Doktoranden — verlängern die Möglichkeit bis zum 30. oder sogar 32. Lebensjahr. Die genaue Altersgrenze ist je nach Bank unterschiedlich und sollte vor der Kontoeröffnung geprüft werden.

Wohnsitz und Identität

Wie bei jedem Girokonto müssen Sie einen gültigen Lichtbildausweis vorlegen (Reisepass, Personalausweis oder Führerschein) und einen Wohnsitz in Österreich oder der EU nachweisen. Bei Direktbanken und Neobanken erfolgt die Identifikation online via VideoIdent oder NFC-Ausweisauslesung, bei Filialbanken auch persönlich am Schalter.

Ausländische Studierende

Auch ausländische Studierende, die in Österreich studieren, können ein Studentenkonto eröffnen. Wichtig ist der Nachweis einer Meldeadresse in Österreich (Meldezettel) und des Studierendenstatus. Bei Drittstaatsangehörigen wird zusätzlich der Aufenthaltstitel verlangt.

Die besten Studentenkonten in Österreich 2026

Der österreichische Markt bietet eine große Auswahl an Studentenkonten. Fast alle großen Banken haben ein spezielles Modell für Studierende im Portfolio, dazu kommen die Direktbanken und Neobanken, bei denen ohnehin alle Konten kostenlos sind.

Erste Bank sLoop / Sparkassen s Komfort Studenten

Die Erste Bank und ihre Sparkassen bieten mit dem “sLoop”-Konto eine speziell für junge Menschen entwickelte Kontovariante. Es ist bis zum 30. Lebensjahr komplett kostenlos und umfasst die Kontoführung, die Bankomatkarte, eine kostenlose Kreditkarte (bei Vorlage der Inskriptionsbestätigung und ab 18 Jahren), Zugang zur preisgekrönten George-App und allen modernen Banking-Features wie Apple Pay und Google Pay. Studierende profitieren zusätzlich von einem reduzierten Dispositionsrahmen und speziellen Bildungsangeboten.

Raiffeisen Studentenkonto

Die Raiffeisen-Landesbanken bieten regional unterschiedliche, aber konzeptionell ähnliche Studentenkonten an. In den meisten Bundesländern ist das Konto während des Studiums und bis zum 27. Lebensjahr kostenlos. Enthalten sind üblicherweise die Kontoführung, die Bankomatkarte, Online- und Mobile-Banking (Mein ELBA) sowie häufig auch eine kostenlose Kreditkarte. Vorteilhaft ist das dichte Filialnetz der Raiffeisen-Gruppe — nützlich für Studierende, die in kleineren Städten oder auf dem Land wohnen.

Bank Austria StudentenKonto

Die Bank Austria bietet ein ähnliches Studentenkonto an, das bis zum 27. Lebensjahr kostenlos geführt wird. Enthalten sind Kontoführung, Bankomatkarte und Online-Banking. Eine kostenlose Kreditkarte ist optional verfügbar.

BAWAG P.S.K. KontoBox Student

Die BAWAG P.S.K. offeriert mit der “KontoBox Student” ein Modell, das durchgängig gratis ist und alle relevanten Funktionen umfasst. Dank des dichten Postpartnernetzes sind Bargeldbehebungen und Einzahlungen in ganz Österreich einfach möglich. Das Modell richtet sich an Studierende bis 27 Jahre.

DADAT Bank Studentenkonto

Die DADAT Bank als Direktbank bietet speziell für Studierende ein kostenloses Konto, das auch ohne Mindestgehaltseingang und ohne Gebühren funktioniert. Da DADAT ohnehin ein günstiges Direktbankmodell fährt, ist der Sprung zum “richtigen” Gehaltskonto nach dem Studium besonders sanft: Auch danach bleibt das Konto bei regelmäßigem Gehaltseingang gratis.

Easybank Junge Kunden

Die Easybank bietet junge Kontomodelle ohne oder mit sehr niedriger Grundgebühr. Als Direktbank ist alles rein online organisiert, was für viele junge Menschen der einfachste Zugang ist.

N26 Standard

Die Berliner Neobank N26 bietet kein dediziertes Studentenkonto, da das N26 Standard-Modell ohnehin komplett kostenfrei ist — unabhängig von Alter, Einkommen oder Studierendenstatus. Für digital affine Studierende ist N26 eine der einfachsten und schnellsten Lösungen.

Revolut Standard

Auch Revolut bietet mit dem Standard-Plan ein kostenloses Konto, das keiner Bedingungen bedarf. Besonders attraktiv für Studierende, die ins Ausland auf Erasmus gehen oder viel reisen: Revolut bietet den Wechsel in 28 Fremdwährungen zum Interbankenkurs, was bei Auslandsaufenthalten erheblich Gebühren spart.

bunq Easy

Die niederländische Neobank bunq bietet mit bunq Easy ein kostenloses Basismodell. Bunq punktet bei umweltbewussten Studierenden durch seinen Nachhaltigkeitsansatz: Für jeden Kartenumsatz werden Bäume gepflanzt, die Bank investiert ausschließlich in grüne Projekte.

Zusatzleistungen: Was Studentenkonten wirklich bieten

Ein gutes Studentenkonto bietet mehr als nur eine kostenlose Kontoführung. Die relevanten Zusatzleistungen können den Alltag erheblich erleichtern und auch finanziell spürbar entlasten.

Kostenlose Kreditkarte

Viele Banken stellen Studierenden eine kostenlose Kreditkarte (meist Mastercard oder Visa) zur Verfügung. Das ist praktisch für Online-Einkäufe, Buchungen von Flügen oder Unterkünften und besonders nützlich bei Auslandsaufenthalten. Manche Banken verzichten während der Studienzeit auf die Jahresgebühr, manche gewähren einen reduzierten Kreditrahmen.

Dispokredit

Der Dispositionsrahmen ist für Studierende meist deutlich niedriger als für Erwerbstätige, aber vorhanden. Typisch sind 500 bis 2.000 Euro, abhängig von Nebeneinkünften, Bonität und der Bankpolitik. Einige Institute gewähren den Dispo nur gegen Bürgschaft durch die Eltern, andere ganz ohne zusätzliche Sicherheiten. Achten Sie auf die Zinsen: Dispokredite sind in Österreich mit 11 bis 14 Prozent effektiv teuer und sollten nur für kurzfristige Engpässe genutzt werden.

Reiseversicherung

Einige Studentenkonten der Filialbanken enthalten kostenlose oder reduzierte Reiseversicherungen — etwa eine Auslandskrankenversicherung oder eine Reisegepäckversicherung. Das kann besonders für Studierende attraktiv sein, die häufig verreisen oder ein Auslandssemester planen.

Rabatte und Vergünstigungen

Manche Banken bieten Studentenkunden exklusive Rabatte bei Partnern (zum Beispiel bei Buchhandlungen, Kinos, Fitnessstudios, Carsharing-Anbietern oder Online-Shops). Diese Zusatzleistungen sind oft Marketing-getrieben, können aber im Einzelfall attraktiv sein.

Lern- und Finanzbildungs-Apps

Einige Banken integrieren Lern- oder Budget-Apps in ihre Studentenkonten, die jungen Kunden den Umgang mit Finanzen erleichtern sollen. Features wie automatische Kategorisierung der Ausgaben, Budgetplanung, Sparziele oder Unterkonten sind bei Neobanken wie N26 oder bunq besonders ausgeprägt.

Der Weg zur Kontoeröffnung

Die Eröffnung eines Studentenkontos ist in Österreich 2026 einfacher denn je. Je nach Bank haben Sie die Wahl zwischen Online-Eröffnung und persönlichem Termin in der Filiale.

Online-Eröffnung

Bei Direktbanken, Neobanken und zunehmend auch bei Filialbanken ist die Online-Eröffnung der Standard. Sie gehen auf die Website oder in die App der Bank, geben Ihre persönlichen Daten ein, laden die Inskriptionsbestätigung hoch und identifizieren sich per VideoIdent (Videogespräch) oder NFC (Auslesen des elektronischen Reisepasses). Der gesamte Prozess dauert in der Regel zehn bis zwanzig Minuten, und das Konto ist oft noch am selben Tag nutzbar.

Filialeröffnung

Wer die persönliche Beratung bevorzugt, kann auch direkt in der Filiale eröffnen. Hier bringen Sie Ihren Ausweis, die Inskriptionsbestätigung und Ihren Meldezettel mit. Der Bankmitarbeiter nimmt die Daten auf, und nach kurzer Bearbeitungszeit (meist sofort oder innerhalb weniger Tage) ist das Konto einsatzbereit.

Die wichtigsten Unterlagen

Für die Kontoeröffnung benötigen Sie in der Regel: einen gültigen Lichtbildausweis, den aktuellen Meldezettel (nicht älter als drei Monate), die Inskriptionsbestätigung oder den Studienerfolgsnachweis sowie gegebenenfalls Angaben zum Einkommen (Familienbeihilfe, Studienbeihilfe, Nebenjob).

Worauf Sie beim Studentenkonto achten sollten

Auch wenn viele Studentenkonten auf den ersten Blick ähnlich aussehen, gibt es Unterschiede im Detail, die sich spürbar auf Ihren Alltag auswirken können.

Mobile-Banking-Qualität

Studierende nutzen Banking heute fast ausschließlich mobil. Die Qualität der App ist daher ein entscheidendes Kriterium. Moderne Apps bieten: Push-Benachrichtigungen bei jeder Transaktion, automatische Kategorisierung der Ausgaben, Budget-Funktionen, Unterkonten für Sparziele, einfache Überweisungen per QR-Code oder Handynummer, kontaktloses Bezahlen via Apple Pay und Google Pay, sowie eine biometrische Anmeldung per Gesichtserkennung oder Fingerabdruck.

Bargeldbehebungen

Während einige Banken unbegrenzt kostenlose Behebungen an ihren eigenen Automaten bieten, limitieren Neobanken die kostenfreien Behebungen oft auf drei bis fünf pro Monat. Wer häufig Bargeld abhebt, sollte das berücksichtigen. In Österreich gelten außerdem die Bankomatgebühren an Drittanbietergeräten (nicht-eigenen Bankautomaten), die je nach Betreiber bis zu 2,50 Euro pro Abhebung betragen können.

Auslandsaufenthalte

Viele Studierende verbringen ein Semester oder Praktikum im Ausland. Wichtig ist hier, ob das Konto im EU-Ausland ohne Zusatzkosten nutzbar ist (das ist bei allen österreichischen Banken im SEPA-Raum der Fall), ob im Nicht-EU-Ausland hohe Gebühren anfallen und ob die Karte dort überall funktioniert. Revolut und N26 sind für Auslandsaufenthalte besonders empfehlenswert, da sie günstige Fremdwährungskonditionen und breite Akzeptanz bieten.

Wechseloptionen nach dem Studium

Denken Sie daran, dass das Studentenkonto nur zeitlich begrenzt ist. Nach dem Studienabschluss oder Überschreiten der Altersgrenze wird es automatisch in ein reguläres Gehaltskonto umgewandelt. Informieren Sie sich frühzeitig über die dann geltenden Gebühren. Wer schon während des Studiums ein günstiges Direktbankkonto führt (wie N26, Revolut oder bunq), muss sich um den Übergang keine Gedanken machen — diese Konten bleiben auch nach dem Studium kostenfrei.

Finanzielle Unterstützung für Studierende: Was kommt aufs Konto?

Studierende erhalten in Österreich verschiedene Formen der finanziellen Unterstützung, die über das Studentenkonto abgewickelt werden. Die Familienbeihilfe wird von der Finanzverwaltung direkt auf das Konto überwiesen und beträgt 2026 je nach Alter zwischen 155 und 200 Euro monatlich. Bei Bezug von Familienbeihilfe besteht auch Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag (ca. 60 Euro monatlich). Die Studienbeihilfe (bedarfsabhängig, maximal rund 850 Euro monatlich) wird ebenfalls auf das Studentenkonto ausgezahlt, sofern ein entsprechender Antrag bei der Stipendienstelle bewilligt wurde. Stipendien von privaten Organisationen, Aufwandsentschädigungen aus Praktika und Einnahmen aus geringfügigen Beschäftigungen ergänzen das Bild.

Steuern und das Studentenkonto

Grundsätzlich sind Studierende in Österreich steuerlich in einer privilegierten Situation. Die Familienbeihilfe ist steuerfrei, die Studienbeihilfe ebenfalls. Einkommen aus einer geringfügigen Beschäftigung (2026: maximal ca. 539 Euro monatlich) ist sozialversicherungsfrei, allerdings nicht unbedingt steuerfrei — der Grundfreibetrag von rund 13.539 Euro pro Jahr (2026) sorgt aber meist dafür, dass keine Einkommensteuer anfällt. Zinsen auf Sparkonten oder Wertpapieren unterliegen der Kapitalertragsteuer (KESt, 25 Prozent), die direkt von der Bank einbehalten wird. Da Giroguthaben aber ohnehin kaum verzinst werden, ist die KESt auf dem Studentenkonto praktisch irrelevant.

Tipps zum finanziellen Umgang im Studium

Ein Studentenkonto ist mehr als ein Verwaltungsinstrument — es ist auch die Basis für den verantwortungsvollen Umgang mit Geld. Ein paar Grundregeln helfen, während des Studiums finanziell gesund zu bleiben: Behalten Sie den Überblick über Einnahmen und Ausgaben (die meisten modernen Banking-Apps bieten dafür Kategorisierungsfunktionen). Nutzen Sie Unterkonten oder virtuelle Sparziele für wiederkehrende Ausgaben wie Miete, Studiengebühren oder Urlaub. Vermeiden Sie den Dispokredit als Dauerlösung — bei 11 bis 14 Prozent Zinsen ist er eine der teuersten Finanzierungen überhaupt. Richten Sie einen automatischen Dauerauftrag auf ein Sparkonto ein, auch wenn es nur 20 oder 50 Euro pro Monat sind — der Effekt über mehrere Jahre ist beachtlich. Und informieren Sie sich frühzeitig über Versicherungen, die Sie als Studierende brauchen (Haftpflicht, Auslandskrankenversicherung, gegebenenfalls Hausrat).

Auslandssemester und Erasmus: So nutzen Sie Ihr Studentenkonto im Ausland

Viele Studierende verbringen ein oder zwei Semester im Ausland, oft im Rahmen des Erasmus+-Programms. Dabei wird das heimische Konto meist weiter genutzt, was bei unpassenden Konditionen schnell teuer werden kann. Worauf sollten Sie achten, wenn Sie für einige Monate ins Ausland gehen?

Innerhalb der EU ist die Nutzung des österreichischen Kontos praktisch identisch mit der Nutzung in Österreich: Überweisungen laufen kostenfrei, Kartenzahlungen sind ohne Aufschlag möglich, Bargeldabhebungen kosten meistens dasselbe wie zu Hause. Einzige Besonderheit: Bei Bankomatgebühren an Drittanbieterautomaten kann es je nach Land teurer werden.

Außerhalb der EU wird es komplizierter. Hier kommen Fremdwährungsaufschläge ins Spiel, die bei klassischen Banken oft 1,5 bis 2 Prozent pro Kartenzahlung betragen. Wer ein Auslandssemester in den USA, Kanada oder Großbritannien plant, sollte sich ein spezielles Reise- oder Fremdwährungskonto zulegen. Revolut und N26 bieten hier die günstigsten Konditionen: Bei Revolut erfolgt der Wechsel zum Interbankenkurs, bei N26 Business Metal oder You sind Kartenzahlungen in Fremdwährung komplett kostenfrei. Ein zusätzliches Konto bei einer Neobank kostet nichts und kann das Hauptkonto sinnvoll ergänzen.

Wichtig: Informieren Sie Ihre Bank rechtzeitig über den Auslandsaufenthalt. Manche Banken sperren bei ungewöhnlichen Transaktionen (zum Beispiel aus Thailand oder Argentinien) automatisch die Karte, um Betrug zu verhindern. Ein kurzer Hinweis an den Kundenservice oder eine Aktivierung der Reisebenachrichtigung in der App verhindert solche Überraschungen.

Gemeinsame Konten für Studenten-WGs

Viele Studierende leben in Wohngemeinschaften und teilen sich Miete, Stromrechnungen, Internet und oft auch Lebensmittel. Das kann zu komplizierten finanziellen Abrechnungen führen. Eine elegante Lösung sind sogenannte Gemeinschaftskonten oder “WG-Konten”, auf die alle Mitbewohner regelmäßig einen festen Betrag einzahlen und von denen die gemeinsamen Ausgaben beglichen werden.

Klassische Gemeinschaftskonten (Oder-Konten, bei denen jeder allein verfügen kann) werden von allen großen Banken angeboten und sind meist kostenfrei, wenn alle Mitbewohner Studentenkonteninhaber sind. Alternativ gibt es moderne App-basierte Lösungen wie Splitwise, Kontist oder spezielle WG-Features bei Neobanken, die das gemeinsame Budget digital verwalten, ohne dass ein echtes Konto nötig ist. Für die meisten WGs reicht das aus.

Versicherungen für Studenten: Was braucht es wirklich?

Neben dem Konto sind Versicherungen ein wichtiges Thema für Studierende. Viele Banken bieten im Rahmen ihrer Studentenkontenpakete Versicherungen an — oft günstiger als der separate Abschluss. Die wichtigsten Versicherungen für Studierende sind:

Haftpflichtversicherung: Wer in Österreich nicht mehr durch die Eltern versichert ist, braucht eine eigene private Haftpflichtversicherung. Die Kosten liegen bei 40 bis 80 Euro pro Jahr und schützen vor finanziellen Folgen fahrlässig verursachter Schäden an Dritten.

Krankenversicherung: Bis zum 27. Lebensjahr sind Studierende meist bei den Eltern mitversichert (Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung). Danach müssen sie sich selbst versichern — die Studentenversicherung der ÖGK kostet rund 70 Euro pro Monat.

Auslandskrankenversicherung: Für Auslandsaufenthalte (Erasmus, Urlaub) ist eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll. Einige Gold-Kreditkarten beinhalten diese Leistung bereits. Separat kostet eine Jahres-Auslandskrankenversicherung für Studenten 15 bis 40 Euro.

Hausratversicherung: Wer wertvolle Gegenstände (Laptop, Fotoapparat, Musikinstrumente) besitzt, sollte eine Hausratversicherung abschließen. Die Kosten liegen bei 80 bis 150 Euro pro Jahr für ein WG-Zimmer oder eine Kleinwohnung.

Nebenjobs und ihre Abrechnung

Viele Studierende finanzieren sich durch einen Nebenjob. Die Abrechnung der Löhne erfolgt in Österreich fast immer über das Bankkonto. Bei einer geringfügigen Beschäftigung (2026: bis ca. 539 Euro brutto pro Monat) fallen keine Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitnehmer an, das gesamte Bruttogehalt wird als Netto ausgezahlt. Bei einem Vollzeitjob in den Ferien oder einer Beschäftigung über der Geringfügigkeitsgrenze werden Sozialversicherungsbeiträge abgeführt, und es kann eine Einkommensteuerpflicht entstehen (allerdings selten, da der Jahresfreibetrag von rund 13.539 Euro meist nicht überschritten wird).

Auf dem Studentenkonto ist der gesamte Geldfluss nachvollziehbar: Der Arbeitgeber überweist das Nettogehalt, das Finanzamt wird über die Lohnsteuer informiert, und im Folgejahr kann der Studierende eine Arbeitnehmerveranlagung (Lohnsteuerausgleich) machen — oft mit einer Rückzahlung vom Finanzamt, weil durch die geringen Einkünfte während des Studiums zu viel Lohnsteuer einbehalten wurde. Für viele Studenten sind das mehrere hundert Euro pro Jahr, die einfach durch die Online-Einreichung über FinanzOnline abgerufen werden können.

Familienbeihilfe und Eigenanspruch

Ab 18 Jahren haben Studierende das Recht, die Familienbeihilfe direkt auf ihr eigenes Konto überweisen zu lassen — auch wenn der Antrag ursprünglich über die Eltern gestellt wurde. Dazu muss beim Finanzamt ein “Antrag auf Direktauszahlung der Familienbeihilfe” gestellt werden. Viele Studierende machen davon Gebrauch, um ihre finanzielle Eigenständigkeit zu dokumentieren. Die Höhe der Familienbeihilfe liegt 2026 für Studierende zwischen etwa 175 und 200 Euro pro Monat, abhängig vom Alter. Wer Anspruch auf erhöhte Familienbeihilfe hat (bei Behinderung), erhält zusätzliche Beträge.

Ein Studentenkonto lohnt sich fast immer — es spart Gebühren, bietet häufig Zusatzleistungen und schafft die Grundlage für die finanzielle Selbstständigkeit im Studium. In Österreich 2026 haben Studierende die Wahl zwischen klassischen Filialbanken mit dichtem Filialnetz und persönlicher Beratung, günstigen Direktbanken und modernen Neobanken mit starken Apps und innovativen Features. Die richtige Wahl hängt von Ihren persönlichen Präferenzen ab: Wer Wert auf persönliche Beratung legt und häufig Bargeldgeschäfte macht, ist bei Erste Bank, Raiffeisen, Bank Austria oder BAWAG P.S.K. gut aufgehoben. Wer rein digital bankt und Wert auf eine moderne App legt, findet bei N26, Revolut, bunq oder DADAT die besten Konditionen. Wichtig ist in jedem Fall: Prüfen Sie genau, was beim Studentenkonto enthalten ist (Kontoführung, Bankomatkarte, Kreditkarte, Dispo, Mobile-Banking), und denken Sie schon während des Studiums an die Zeit danach — damit der Übergang zum regulären Gehaltskonto problemlos gelingt.

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Häufig gestellte Fragen

Welches Studentenkonto ist 2026 wirklich kostenlos?

In Österreich bieten praktisch alle großen Banken (Erste Bank, Raiffeisen, Bank Austria, BAWAG P.S.K.) kostenlose Studentenkonten gegen Vorlage der Inskriptionsbestätigung. Die Kontoführung ist während der Regelstudienzeit komplett gratis inklusive Bankomatkarte und meist auch Kreditkarte.

Bis zu welchem Alter gibt es ein Studentenkonto?

Die meisten Banken bieten das Studentenkonto bis zum 27. Lebensjahr an, einige bis zum 30. Lebensjahr. Voraussetzung ist die jährliche Vorlage einer gültigen Inskriptionsbestätigung oder eines Studienerfolgsnachweises.

Bekomme ich als Student einen Dispokredit?

Ja, viele österreichische Banken gewähren auch Studenten einen Dispositionsrahmen. Dieser liegt meist zwischen 500 und 2.000 Euro und hängt von Nebeneinkünften, elterlicher Unterstützung und Bonität ab. Die Dispozinsen sind oft reduziert.

Was passiert mit dem Studentenkonto nach dem Studium?

Nach Abschluss des Studiums oder Überschreiten der Altersgrenze wird das Studentenkonto automatisch in ein reguläres Gehaltskonto umgewandelt. Die Bank informiert Sie rechtzeitig über die neuen Gebühren, ein Wechsel zu einer anderen Bank ist jederzeit möglich.

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Redaktion finanzinfo.at

Chefredakteur finanzinfo.at

Martin Höllinger ist Finanzjournalist und Gründer von finanzinfo.at. Er ist spezialisiert auf österreichisches Steuerrecht, Geldanlage und Finanzvergleiche.