Lohnsteuertabelle 2026: Monatswerte für laufende Bezüge

Was bei 1.500 bis 7.000 Euro brutto im Monat an Sozialversicherung und Lohnsteuer abgeht, gerechnet mit den Tarifstufen und Absetzbeträgen 2026.

Stand: 04. September 2026 9 Min. Lesezeit

Eine Lohnsteuertabelle beantwortet eine Frage, die der Tarif allein nicht beantwortet: Was bleibt bei einem bestimmten Bruttomonatsbezug übrig. Dazwischen liegen zwei Rechenschritte, die Sozialversicherung und die Absetzbeträge, und beide verändern das Ergebnis erheblich.

Die folgenden Werte gelten für das Kalenderjahr 2026, für laufende Bezüge von Angestellten ohne Pendlerpauschale, ohne Familienbonus Plus und ohne weitere Absetzbeträge.

Die Tabelle

Brutto pro MonatSozialversicherungLohnsteuerNettoAbgabenquote
1.500 Euro226,800,001.273,2015,1 Prozent
2.000 Euro302,409,431.688,1715,6 Prozent
2.225 Euro336,4267,841.820,7418,2 Prozent
2.500 Euro428,00136,921.935,0822,6 Prozent
3.000 Euro542,10282,242.175,6627,5 Prozent
3.500 Euro632,45410,022.457,5429,8 Prozent
4.000 Euro722,80556,812.720,3932,0 Prozent
5.000 Euro903,50884,533.211,9735,8 Prozent
6.000 Euro1.084,201.212,253.703,5538,3 Prozent
7.000 Euro1.252,251.545,034.202,7240,0 Prozent

Eigene Berechnung nach dem Tarif des § 33 EStG in der für 2026 geltenden Fassung, den Beitragssätzen 2026 und dem Verkehrsabsetzbetrag samt Zuschlag. Alle Beträge in Euro.

Wie die Werte zustande kommen

Schritt eins, die Sozialversicherung. Der Dienstnehmeranteil beträgt 18,07 Prozent, setzt sich aber aus fünf Posten zusammen, von denen einer einkommensabhängig ist. Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung entfällt bis 2.225 Euro monatlich ganz, beträgt bis 2.427 Euro ein Prozent, bis 2.630 Euro zwei Prozent und erst darüber die vollen 2,95 Prozent. Ab der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro fallen keine weiteren Beiträge an. Die Aufschlüsselung steht unter Gehaltsabrechnung.

Schritt zwei, der Tarif. Angewendet wird der Jahrestarif auf ein Zwölftel, die Stufengrenzen werden also durch zwölf geteilt:

Jahresstufe 2026MonatsstufeSteuersatz
bis 13.539 Eurobis 1.128,25 Euro0 Prozent
bis 21.992 Eurobis 1.832,67 Euro20 Prozent
bis 36.458 Eurobis 3.038,17 Euro30 Prozent
bis 70.365 Eurobis 5.863,75 Euro40 Prozent
bis 104.859 Eurobis 8.738,25 Euro48 Prozent
darüberdarüber50 Prozent

Schritt drei, die Absetzbeträge. Vom errechneten Betrag geht der Verkehrsabsetzbetrag von 496 Euro jährlich ab, also 41,33 Euro im Monat. Dazu kommt ein Zuschlag von 804 Euro jährlich, der bei einem Einkommen bis 19.761 Euro voll zusteht und bis 30.259 Euro gleichmäßig auf null abschmilzt.

Warum die Quote im mittleren Bereich am stärksten steigt

Zwischen 2.000 und 3.000 Euro brutto springt die Abgabenquote von 15,6 auf 27,5 Prozent. Das sind fast zwölf Prozentpunkte auf tausend Euro Differenz, mehr als in jedem anderen Abschnitt der Tabelle. Drei Effekte überlagern sich dort:

  • Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung setzt bei 2.225 Euro ein und erreicht bei 2.630 Euro den vollen Satz.
  • Der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag schmilzt in diesem Bereich ab, die Entlastung fällt also weg.
  • Der Grenzsteuersatz wechselt von 20 auf 30 Prozent, und zwar bei 1.832,67 Euro Bemessungsgrundlage.

Oberhalb von 4.000 Euro flacht der Anstieg wieder ab, obwohl der Grenzsteuersatz höher ist. Der Grund ist die Höchstbeitragsgrundlage: Ab 6.930 Euro wächst die Sozialversicherung nicht mehr mit, sodass der Gesamtabzug relativ langsamer steigt.

Was die Tabelle nicht abbildet

Fünf Posten verschieben das Ergebnis, und jeder einzelne kann dreistellig wirken:

  • Familienbonus Plus: 166,68 Euro pro Monat und Kind bis zum 18. Geburtstag, danach 58,34 Euro. Er wird direkt von der Steuer abgezogen, siehe Familienbonus Plus.
  • Alleinverdiener- oder Alleinerzieherabsetzbetrag: 612 Euro jährlich bei einem Kind, 828 Euro bei zwei, je weiteres Kind 273 Euro mehr.
  • Pendlerpauschale und Pendlereuro: Sie mindern die Bemessungsgrundlage beziehungsweise die Steuer, siehe Pendlerpauschale.
  • Freibetragsbescheid: Wer regelmäßig hohe Werbungskosten oder Sonderausgaben hat, kann sie unterjährig berücksichtigen lassen.
  • Sachbezüge: Ein Firmenauto oder eine Dienstwohnung erhöhen die Bemessungsgrundlage, ohne dass Geld fließt.

Ebenfalls nicht enthalten sind die Sonderzahlungen. Urlaubs- und Weihnachtsgeld werden innerhalb des Jahressechstels nach einem eigenen, deutlich niedrigeren Schema besteuert. Deshalb liegt die Jahresabgabenquote bei 14 Bezügen unter der Monatsquote dieser Tabelle. Die Systematik dazu steht unter Lohnsteuer.

Die Nullzone in der Praxis

Der Tarif beginnt erst über 13.539 Euro Jahreseinkommen zu greifen. Zusammen mit der Sozialversicherung, die die Bemessungsgrundlage senkt, und mit dem Verkehrsabsetzbetrag samt Zuschlag bleibt ein laufender Monatsbezug bis etwa 1.900 Euro faktisch ohne Lohnsteuer.

Wer darunter liegt, zahlt dennoch Sozialversicherung. Ein Teil davon kommt über die SV-Rückerstattung zurück: Bei negativer Einkommensteuer werden 55 Prozent bestimmter Werbungskosten erstattet, höchstens 496 Euro jährlich, bei Anspruch auf ein Pendlerpauschale höchstens 750 Euro, jeweils erhöht um 804 Euro, wenn der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag zusteht. Das setzt eine Arbeitnehmerveranlagung voraus, siehe Lohnsteuerausgleich.

Die Werte für 2027 stehen schon fest

Die Tarifgrenzen werden jährlich angepasst, und die Beträge für das Folgejahr sind bereits kundgemacht:

Stufengrenze202520262027
Ende der Nullzone13.30813.53913.846
Ende der 20-Prozent-Stufe21.61721.99222.491
Ende der 30-Prozent-Stufe35.83636.45837.285
Ende der 40-Prozent-Stufe69.16670.36571.960
Ende der 48-Prozent-Stufe103.072104.859107.236

Werte 2025 und 2026 aus den jeweiligen Fassungen des § 33 EStG, Werte 2027 aus den Anmerkungen zu § 33 EStG nach BGBl. II Nr. 260/2026. Die Grenzen steigen von 2025 auf 2026 um rund 1,7 Prozent und von 2026 auf 2027 um rund 2,3 Prozent. Warum das weniger ist als die Inflation, erklärt der Beitrag zur kalten Progression.

Quellen

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Häufig gestellte Fragen

Wie wird die monatliche Lohnsteuer ermittelt?

Vom Bruttobezug geht zuerst die Sozialversicherung ab. Auf den Rest wird der Jahrestarif angewendet, dessen Stufengrenzen durch zwölf geteilt werden. Vom Ergebnis werden die monatlichen Absetzbeträge abgezogen.

Warum steigt die Abgabenquote zwischen 2.000 und 2.500 Euro so stark?

Zwei Effekte treffen zusammen: Ab 2.225 Euro setzt der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung ein und steigt stufenweise, und gleichzeitig schmilzt der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag ab.

Gilt die Tabelle auch für das 13. und 14. Gehalt?

Nein. Sonderzahlungen werden innerhalb des Jahressechstels gesondert und begünstigt besteuert. Die Tabelle bildet ausschließlich den laufenden Monatsbezug ab.

Ab welchem Einkommen fällt keine Lohnsteuer an?

Die Nullzone des Tarifs endet 2026 bei 13.539 Euro Jahreseinkommen. Durch Sozialversicherung und Absetzbeträge bleibt ein laufender Monatsbezug bis rund 1.900 Euro faktisch lohnsteuerfrei.

Warum steht mein Nettobetrag nicht genau in der Tabelle?

Die Tabelle rechnet ohne Pendlerpauschale, Familienbonus Plus, Alleinverdienerabsetzbetrag, Freibetragsbescheid und Sachbezüge. Jeder dieser Posten verschiebt das Ergebnis.

Ab wann fällt keine Sozialversicherung mehr an?

Ab der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro monatlich. Für den Teil darüber fallen keine Beiträge mehr an, Lohnsteuer aber sehr wohl.