Trade Republic Österreich: Konditionen, Steuer und Erfahrungen
Trade Republic in Österreich: Bestpreis und Direktpreis, KESt-Abfuhr seit April 2025, Zinsen, Einlagensicherung und die offene Frage bei Krypto.
Trade Republic ist der einzige der großen Neobroker, der die österreichische Kapitalertragsteuer selbst abführt. Seit 24. April 2025 erledigt die Wiener Zweigniederlassung das, was bei Scalable Capital und den meisten Auslandsbrokern an Ihnen hängen bleibt: die Steuer auf Kursgewinne und Ausschüttungen.
Seit 2. Juli 2026 gibt es neben der 1-Euro-Order eine zweite Variante zu 2 Euro, bei der Sie den Handelsplatz selbst bestimmen - eine direkte Folge des EU-weiten Verbots von Payment for Order Flow ab 1. Juli 2026. Bei Wertpapieren ist damit alles geklärt. Bei Kryptowerten dagegen geben Pressemitteilung, Kundenvereinbarung und Hilfe-Center drei verschiedene Auskünfte darüber, ob die Steuer abgeführt wird.
Wer hinter Trade Republic steht
Ihr Vertragspartner ist die Trade Republic Bank GmbH in der Brunnenstraße 19-21 in Berlin, eingetragen beim Amtsgericht Berlin Charlottenburg unter HRB 244347 B. Beaufsichtigt wird sie von der BaFin als Herkunftsaufsicht.
Für Österreich besteht seit 4. Juli 2024 eine Zweigniederlassung: Trade Republic Bank GmbH, Branch Austria, c/o Regus, Kärntner Ring 5-7 in 1010 Wien, FN 630983 t, BIC TRBKATW2XXX. Sie ist eine unselbstständige Zweigniederlassung ohne eigene Rechtspersönlichkeit - zivilrechtlich bleibt die Berliner GmbH Ihr Gegenüber. Die FMA hat bestimmte Aufsichtsbefugnisse, insbesondere bei der Geldwäschebekämpfung.
Entscheidend ist, was über diese Zweigniederlassung läuft. Die Kundenvereinbarung nennt in Anlage 12 genau zwei Tätigkeiten: die Annahme von Einlagen, was die österreichische IBAN ermöglicht, und die Verwahrung und Verwaltung von Finanzinstrumenten. Alles andere, etwa die Zahlungsdienste, erbringt Berlin grenzüberschreitend. An dieser Aufteilung hängt die gesamte Steuerfrage.
Ein Detail für den Streitfall: Trade Republic ist keiner privaten Verbraucherschlichtungsstelle angeschlossen. Zuständig ist die Auffangstelle bei der Deutschen Bundesbank.
Eine zweite österreichische Gesellschaft gibt es seit Kurzem nicht mehr: Die Trade Republic Custody GmbH (FN 568790 g) wurde am 14. Oktober 2025 aufgelöst und am 19. Mai 2026 im Firmenbuch gelöscht. Damit hat der Konzern in Österreich keine Einheit mehr, die Kryptoverwahrung betreiben könnte - was für die Steuerfrage weiter unten unmittelbar zählt.
Was der Handel kostet
| Position | Betrag |
|---|---|
| Orderprovision | 0 Euro |
| Abwicklungskosten Bestpreis | 1,00 Euro pro Trade |
| Direktpreis, Handelsplatz selbst gewählt | 2,00 Euro pro Trade, unabhängig von der Ordergröße |
| Sparplan auf Aktien, ETFs und Krypto | 0 Euro |
| Dividenden und Kapitalmaßnahmen | 0 Euro |
| Karte, monatlich | 0 Euro |
| Karte virtuell / physisch | 0 / 5 Euro einmalig |
| Bargeld ab 100 Euro | 0 Euro, darunter 1,00 Euro |
| Kartenzahlung in Fremdwährung | kein eigenes Entgelt, abgerechnet zum Visa-Kurs |
Stand der Angaben: 17. August 2026, Preisübersicht Österreich.
Der Unterschied zwischen den beiden Ordervarianten ist nicht nur ein Euro. Beim Bestpreis sucht ein Algorithmus aus rund 30 Handelsplätzen den günstigsten Kurs aus, und Trade Republic tritt dabei selbst als Gegenpartei auf. Beim Direktpreis entscheiden Sie, ob die Order nach Xetra, an die Euronext, die NYSE oder die Nasdaq geht. Market-, Limit- und Stop-Orders gibt es in beiden Modellen.
Beim Kartenumsatz in Fremdwährung verlangt Trade Republic zwar kein eigenes Entgelt, abgerechnet wird aber zum Visa-Wechselkurs - und der enthält bereits einen Aufschlag. „Gebührenfrei” heißt hier also nicht „zum Interbankenkurs”.
Ordergrößenunabhängig heißt: Bei 20.000 Euro Ordervolumen zahlen Sie dieselben 2 Euro wie bei 500 Euro. Das ist der Punkt, an dem Trade Republic klassische Broker wie flatex alt aussehen lässt, wo dieselbe Order 19,90 Euro kostet. Bei kleinen Sparplanraten dreht sich das Bild nicht um, weil Sparpläne hier nichts kosten.
Was in der Tabelle fehlt, fehlt auch in der Preisübersicht selbst: eine Zeile zur Depotgebühr. Dass keine erhoben wird, ist plausibel und deckt sich mit der Erfahrung der Kunden - eine ausdrückliche Zusage dazu findet sich aber nicht.
Steuereinfach, aber nicht lückenlos
Ein steuereinfacher Broker behält die Kapitalertragsteuer von 27,5 Prozent ein und überweist sie ans Finanzamt. Abzugsverpflichteter ist nach Paragraf 95 Abs. 2 EStG die inländische depotführende Stelle - und genau dazu wurde die Branch Austria eingerichtet. Die Kundenvereinbarung nennt als eine ihrer beiden Tätigkeiten die Verwahrung und Verwaltung von Finanzinstrumenten und hält fest, dass dabei „die Geschäfte der Kunden überwacht und die Kapitalertragsteuer entsprechend angewandt werden” können.
Für Aktien, ETFs, Anleihen und Derivate funktioniert das seit 24. April 2025. Drei Einschränkungen sollten Sie trotzdem kennen.
Erstens die Migration. Die österreichischen Sonderbedingungen gelten laut Anlage 12 nur für Kunden, die den Migrationsprozess in der App abgeschlossen haben. Wer das nicht getan hat, bleibt Bestandskunde, und für den steht dort unmissverständlich: „Inländische Einkünfte aus Kapitalvermögen unterliegen nicht dem Steuerabzug, da Trade Republic nicht als Abzugsverpflichtete im Sinne des Einkommensteuergesetzes 1988 gilt.” Ohne Migration gibt es außerdem keine österreichische IBAN.
Zweitens das Jahr 2025. Die Umstellung erfolgte kundenindividuell. Für den Zeitraum vom 1. Jänner bis zur eigenen Umstellung war weiterhin eine Veranlagung über die Beilage E1kv nötig. Wer 2025 investiert hat und annimmt, damit sei alles erledigt, irrt.
Drittens der Steuerreport. Er kostet nichts, ist laut Rahmenvertrag aber eine freiwillige Leistung. Trade Republic behält sich vor, den Service zum Ende eines Steuerjahres einzustellen, mit vier Wochen Vorankündigung.
Bei Krypto widerspricht sich Trade Republic selbst
Für Wertpapiere ist die Sache klar. Für Kryptowerte sagen drei Quellen desselben Anbieters drei verschiedene Dinge.
Die Pressemitteilung zum Österreich-Start vom 24. April 2025 verspricht es ausdrücklich, und zwar zweimal: Kunden profitierten „von der automatischen Steuerabführung bei Kapitalerträgen und Cryptos”, und mit der „automatischen Steuerabführung auf Kapital- und Cryptoerträge” setze Trade Republic „einen neuen Standard”.
Die Kundenvereinbarung hält in Anlage 12 das Gegenteil fest: „Zur Klarstellung wird darauf hingewiesen, dass Cryptowerte-Dienstleistungen nicht durch die Branch Austria erbracht werden.” Verwahrt werden Kryptowerte durch die Berliner GmbH, nicht durch die Wiener Zweigstelle.
Das Hilfe-Center unter der österreichischen Adresse schreibt: „Im Gegensatz zu bspw. Aktien unterliegen Cryptowerte jedoch nicht der Abgeltungsteuer. Daher findet eine automatische Abführung der Steuern durch Trade Republic nicht statt.” Der Text beschreibt allerdings durchgehend deutsches Recht - Spekulationsfrist, Sparerpauschbetrag, Paragraf 23 dEStG - und wird unter der österreichischen Sprachversion einfach mitausgeliefert. Als Auskunft für Österreich taugt er damit wenig, als Zeichen für die Sorgfalt in diesem Punkt umso mehr.
Warum die Frage überhaupt heikel ist, zeigt das Gesetz. Paragraf 95 Abs. 2 Z 3 EStG macht bei Kryptowährungen den inländischen Dienstleister zum Abzugsverpflichteten, also einen Anbieter mit Sitz im Inland oder die inländische Zweigstelle oder Betriebsstätte eines ausländischen Anbieters. Die Wiener Zweigstelle erbringt laut Vertrag keine Kryptodienstleistungen, und die einzige österreichische Gesellschaft, die als Anknüpfungspunkt in Frage gekommen wäre, ist seit Mai 2026 gelöscht. Ob stattdessen eine Betriebsstätte im Sinn des Gesetzes vorliegt, lässt sich von außen nicht beurteilen - der Begriff ist weiter gefasst als die bei der FMA angezeigte Zweigniederlassung.
Immerhin: Die Klauseln, mit denen Trade Republic die Steuerverantwortung bei Kryptoverkäufen und beim Staking von sich weist, sind für Österreich beide gestrichen. Ausdrücklich bei Ihnen bleibt sie nur noch für ausgehende Krypto-Transfers.
Für die Praxis heißt das: Sehen Sie nach einem Kryptoverkauf in der Abrechnung nach, ob tatsächlich KESt einbehalten wurde. Wurde keine abgezogen, müssen Sie den Gewinn selbst erklären - und die Frist läuft unabhängig davon, was in einer Pressemitteilung steht. Für Zinsen und Wertpapiere besteht diese Unsicherheit nicht, dort ist der Abzug dokumentiert.
Ein letzter Punkt betrifft alle, die vor der Migration schon investiert hatten: Wie die Anschaffungskosten aus der Zeit davor übernommen wurden, ist öffentlich nicht dokumentiert. Da sich diese Werte in der App nicht einsehen lassen, erkennen Sie eine falsche Berechnung erst am Ergebnis.
Zinsen auf das Guthaben
Es gibt zwei verschiedene Zinsen, und wer das nicht auseinanderhält, vergleicht Äpfel mit Birnen.
Der Basiszins entspricht dem EZB-Einlagenzins und gilt für das gesamte Guthaben ohne Obergrenze. Die früher geltende Grenze von 50.000 Euro fiel am 24. April 2025. Beim Start lag der Satz bei 2,25 Prozent.
Der Neukundenzins liegt bei 3 Prozent, und der ist bei 50.000 Euro gedeckelt. Die österreichische Zinsseite sagt es unmissverständlich: „3 % Zinsen auf Cash bis 50.000 € für Neukunden.”
Kurios wird es, wenn man an einem einzigen Tag drei Seiten desselben Anbieters aufruft: Die Zinsseite wirbt mit 3 Prozent, die Kartenseite mit 2 Prozent, die deutschen Seiten nennen 2,25 Prozent. Welcher Satz für Sie gilt, klären Sie am besten vor der Einzahlung in der App.
Zwei Klauseln sind ohnehin wichtiger als die Nachkommastelle.
Der Zinsaufschlag ist laut Kundenvereinbarung eine freiwillige Leistung mit zwei Wochen Kündigungsfrist. Und Trade Republic behält sich vor, Negativzinsen der Treuhandbanken an Sie weiterzugeben, sollten die Märkte wieder dorthin drehen. Ein Tagesgeldersatz mit Bestandsgarantie ist das nicht.
Wo Ihr Geld tatsächlich liegt
Trade Republic hält Ihr Bargeld nicht selbst, sondern auf Treuhandsammelkonten bei Partnerbanken, verteilt auf ein oder zwei Institute. Gesichert sind je 100.000 Euro pro Kunde und Partnerbank, bei zwei Banken also bis zu 200.000 Euro.
Als Partner nennt Trade Republic sieben Häuser: Citibank Europe, Crédit Agricole CIB, Deutsche Bank, HSBC Continental Europe, J.P. Morgan SE, Natixis CIB und SEB AB. Wenn Sie in einem Vergleich nur drei oder vier davon lesen, ist der Stand veraltet.
Selten erwähnt wird der Halbsatz, auf den es im Ernstfall ankommt: Die Kundenvereinbarung legt das Restrisiko beim Kunden ab. Sie tragen das Insolvenzrisiko der jeweiligen Treuhandbank insoweit, als sich der Auszahlungsanspruch weder gegenüber deren Einlagensicherung noch gegenüber dem Insolvenzverwalter durchsetzen lässt.
Für Ihre Wertpapiere gilt das nicht: Sie sind Sondervermögen und gehören im Insolvenzfall nicht zur Masse. Anders als bei Scalable Capital gibt es für Österreich keinen Hinweis darauf, dass Guthaben in Geldmarktfonds fließt - die Begriffe Geldmarktfonds und Money Market kommen im österreichischen Regelwerk nicht vor.
Das Angebot und seine Grenzen
Handelbar sind Aktien, ETFs, Anleihen ab 1 Euro inklusive US-Staatsanleihen, Derivate, Krypto sowie Gold und Silber. Über Private Markets kommen Fonds von Apollo und EQT ab 1 Euro dazu. Für aktive Anleger gibt es ein Web Terminal, dazu ein Girokonto mit österreichischer IBAN.
Wie viele Werte das genau sind, sagt Trade Republic nicht: Zur Zahl der handelbaren Aktien, ETFs, Sparpläne und Coins nennt der Anbieter keine Angabe. In Vergleichstests schwanken die Werte zwischen 2.700 und über 9.000 Aktien, was ihre Aussagekraft gut beschreibt. Wer einen bestimmten Titel sucht, prüft ihn am besten direkt in der App.
Zwei Einschränkungen fallen in der Praxis ins Gewicht:
Bruchstücke von Aktien kaufen Sie zwar ab 1 Euro, übertragen lassen sie sich aber nicht. Beantragen Sie einen Depotübertrag, verkauft Trade Republic die Bruchstücke automatisch und schreibt Ihnen den Erlös gut - was einen steuerpflichtigen Verkauf auslöst, den Sie so nicht geplant hatten.
Ein eingehender Depotübertrag ist derzeit nicht möglich. Trade Republic hat ihn 2025 für Kunden außerhalb Deutschlands ausgesetzt und begründet das mit der Gesetzeslage. Sie können ein bestehendes Depot also vorerst nicht mitnehmen. Der ausgehende Übertrag funktioniert, allerdings ohne Anschaffungskosten - der aufnehmende Broker kennt Ihren Einstandskurs dann nicht und kann die KESt nicht korrekt berechnen. Einsehen können Sie die hinterlegten Anschaffungskosten ebenfalls nicht.
Gemeinschafts- und Firmendepots gibt es nicht.
Karte und Saveback
Die Debitkarte kostet monatlich nichts. Saveback legt 1 Prozent der berechtigten Kartenzahlungen in einen Sparplan Ihrer Wahl, gedeckelt bei 15 Euro im Monat. Bedingung ist, dass Sie mindestens 50 Euro monatlich in Sparpläne investieren.
Wer mit Krypto-Guthaben zahlt, bekommt 2 Prozent. Das ist verlockend formuliert und steuerlich heikel: Jede Zahlung mit Kryptowährung ist ein Verkauf und löst damit einen steuerpflichtigen Vorgang aus. Bei der oben beschriebenen Unklarheit über den KESt-Abzug auf Krypto sammeln Sie so unbemerkt erklärungspflichtige Vorgänge an.
Die Aufrundungsfunktion rundet Kartenzahlungen auf den vollen Euro und investiert die Differenz.
Was gegen Trade Republic spricht
Die App fällt gelegentlich zu Handelsbeginn aus. Am 18. März 2026 war der Login rund eine Stunde ab 07:30 Uhr gestört, mit tausenden Meldungen - der Handel selbst und die Desktop-Version liefen weiter. Gegenüber der WirtschaftsWoche wollte sich Trade Republic dazu nicht äußern. Im April 2026 berichtete Heute über anhaltende Probleme: Abstürze, eingefrorene Bildschirme, fehlerhafte Kontostände und Depots, die nur einen Teil des Vermögens anzeigten.
Gravierender sind die dokumentierten Fehler bei der KESt-Berechnung: fehlender Steuerabzug bei Dividenden und ETF-Ausschüttungen, uneinheitliche Besteuerung des Saveback und eine falsche Behandlung von Nichtmeldefonds. Ein Teil davon war ein Jahr nach der Umstellung noch offen. Steuereinfach heißt bei Trade Republic also nicht, dass Sie nicht hinschauen müssen.
Die BaFin veröffentlichte am 10. März 2026 eine Verbrauchermitteilung zu Social-Engineering-Betrug im Namen von Trade Republic: Täter geben sich als Kundendienst aus, bitten um einen Rückruf und fordern dann dazu auf, Guthaben auf fremde Konten oder Krypto-Wallets zu übertragen. Trade Republic verlangt das nie. Die Warnung richtet sich gegen die Täter, nicht gegen den Broker.
Der Kundendienst stand lange in der Kritik. Im April 2026 baute Trade Republic auf über 1.000 Mitarbeitende und einen durchgehenden Service aus. Ein Verfahren der FMA oder des VKI gegen Trade Republic ist nicht bekannt.
Für wen sich Trade Republic eignet
Sinnvoll, wenn Sie regelmäßig kleine Beträge in Sparpläne stecken. Kostenlose Ausführung, Raten ab 1 Euro und die automatische Steuer auf Wertpapiere ergeben zusammen das günstigste Paket am österreichischen Markt.
Sinnvoll auch für größere Einzelkäufe. Zwei Euro bei jeder Ordergröße schlägt jede prozentuale oder gestaffelte Gebühr, sobald das Volumen fünfstellig wird.
Nicht sinnvoll, wenn Sie ein bestehendes Depot mitnehmen wollen - eingehende Überträge sind ausgesetzt. Und nur eingeschränkt sinnvoll, wenn Krypto einen größeren Teil Ihres Portfolios ausmacht: Solange der Anbieter beim KESt-Abzug drei verschiedene Auskünfte gibt, müssen Sie jede Abrechnung selbst kontrollieren.
Nicht sinnvoll, wenn Sie ein Gemeinschafts- oder Firmendepot brauchen, oder wenn Sie an der Wiener Börse handeln und dabei auf einen Ansprechpartner in Österreich Wert legen. Für den Vergleich mit den Alternativen lohnt der Blick auf die Übersicht der steuereinfachen Broker und den Online-Broker-Vergleich.
Quellen
- Preisübersicht Österreich und Zinsseite Österreich, abgerufen 17.08.2026
- Kundenvereinbarung Österreich, Version 07.05 AT-de, Stand 7/2026 - Anlage 12 Sonderbedingungen Österreich
- Pressemitteilung zum Österreich-Start, Wien, 24.04.2025
- Hilfe-Center: Wie werden Crypto versteuert, abgerufen 17.08.2026
- Paragraf 95 EStG: Abzugsverpflichteter
- Firmenbuchdaten der Trade Republic Custody GmbH in Liqu., FN 568790 g
- Trade Republic ist steuereinfach, 24.04.2025
- Ein Jahr Steuereinfachheit: Bilanz und Probleme, 26.04.2026
- 1-Euro-Order bleibt, 2-Euro-Order kommt: Reaktion auf das PFOF-Verbot, 02.07.2026
- Firmenbuchdaten der Branch Austria, FN 630983 t
Häufig gestellte Fragen
Ist Trade Republic in Österreich steuereinfach?
Für Wertpapiere ja, seit 24. April 2025. Die Wiener Zweigniederlassung verwahrt die Depots und wendet dabei die Kapitalertragsteuer an. Voraussetzung ist, dass Sie den Migrationsprozess in der App abgeschlossen haben - ohne ihn gibt es laut Kundenvereinbarung keinen Steuerabzug.
Führt Trade Republic auch die KESt auf Kryptogewinne ab?
Hier widerspricht sich der Anbieter. Die Pressemitteilung vom 24. April 2025 verspricht die automatische Steuerabführung ausdrücklich auch für Cryptos. Die Kundenvereinbarung hält dagegen fest, dass Kryptowerte-Dienstleistungen nicht über die österreichische Zweigniederlassung erbracht werden, und das Hilfe-Center schreibt, eine automatische Abführung finde nicht statt. Prüfen Sie nach einem Verkauf Ihre Abrechnung.
Was kostet eine Order bei Trade Republic?
Beim Bestpreis 1 Euro Abwicklungskosten pro Trade, dabei sucht ein Algorithmus den Handelsplatz aus. Beim Direktpreis wählen Sie den Handelsplatz aus rund 30 selbst und zahlen 2 Euro, unabhängig von der Ordergröße. Eine Orderprovision fällt in beiden Fällen nicht an, Sparpläne sind kostenfrei.
Wie viel Zinsen zahlt Trade Republic auf das Guthaben?
Es gibt zwei Sätze. Der Basiszins orientiert sich am EZB-Einlagenzins und gilt seit 24. April 2025 ohne Obergrenze. Für Neukunden bewirbt Trade Republic im August 2026 drei Prozent, allerdings nur bis 50.000 Euro. Der Zinsaufschlag ist laut Kundenvereinbarung freiwillig und mit zwei Wochen Frist kündbar.
Wie sicher ist mein Geld bei Trade Republic?
Ihre Wertpapiere sind Sondervermögen und von einer Insolvenz nicht betroffen. Das Bargeld liegt auf Treuhandsammelkonten bei Partnerbanken, je 100.000 Euro pro Kunde und Bank sind gesetzlich gesichert. Die Kundenvereinbarung legt das Restrisiko einer Partnerbank-Insolvenz allerdings ausdrücklich beim Kunden ab.
Kann ich mein bestehendes Depot zu Trade Republic übertragen?
Derzeit nicht. Trade Republic hat eingehende Depotüberträge 2025 für Kunden außerhalb Deutschlands ausgesetzt und begründet das mit der Gesetzeslage. Ein ausgehender Übertrag funktioniert, allerdings ohne Anschaffungskosten - der neue Broker kann die KESt dann nicht korrekt berechnen.