Gehaltsrechner: Brutto, Netto und was der Arbeitgeber zahlt
Aus 3.000 Euro brutto werden 2.174 Euro netto, den Arbeitgeber kosten sie 3.887. Abzüge 2026 nachgerechnet: Sozialversicherung, Lohnsteuer, Sonderzahlungen.
Brutto-Netto-Rechner 2026
Netto im laufenden Monat
€ 2.174,08
Netto im Jahr (14 Bezüge)
€ 30.803,41
Werte 2026 für Angestellte und Arbeiter mit 14 gleich hohen Bezügen. Nicht enthalten: Sachbezüge, Freibetragsbescheid, Kirchenbeitrag, Familienbonus für Kinder ab 18 und der Zuschlag zum Verkehrsabsetzbetrag, den erst die Arbeitnehmerveranlagung berücksichtigt. Verbindlich ist die Abrechnung des Arbeitgebers.
Aus 3.000 Euro brutto werden 2026 2.174,08 Euro netto. Der Weg dorthin hat nur zwei Stationen, Sozialversicherung und Lohnsteuer, aber beide haben eigene Grenzen, Staffeln und Ausnahmen. Und die Rechnung hat eine zweite Seite, die auf keinem Gehaltszettel steht: Dieselben 3.000 Euro kosten den Arbeitgeber 3.887,10 Euro im Monat.
Wer die Abzüge einmal von Hand nachvollzogen hat, versteht auch, warum das Urlaubsgeld netto höher ausfällt als ein normales Monatsgehalt, warum ein Teilzeitgehalt prozentuell mehr netto bringt und warum ein Jahresbrutto durch 14 zu teilen ist, nicht durch 12.
Mit Kindern, Pendelstrecke oder Alleinverdienerstatus verschiebt sich das Ergebnis. Für diese Fälle rechnet der Brutto-Netto-Rechner, dort steht auch, warum ein Lohnzettel wegen Sachbezug oder Freibetragsbescheid trotzdem abweichen kann.
Station 1: Sozialversicherung, 18,07 Prozent
Die Beiträge der Dienstnehmer sind für Angestellte und Arbeiter gleich. Die Sätze für 2026 nach der Wirtschaftskammer und der ÖGK:
| Beitrag | Dienstnehmer | Dienstgeber |
|---|---|---|
| Krankenversicherung | 3,87 % | 3,78 % |
| Pensionsversicherung | 10,25 % | 12,55 % |
| Arbeitslosenversicherung | 2,95 % | 2,95 % |
| Unfallversicherung | - | 1,10 % |
| Insolvenzentgeltsicherung | - | 0,10 % |
| Wohnbauförderungsbeitrag | 0,50 % | 0,50 % |
| Arbeiterkammerumlage | 0,50 % | - |
| Summe | 18,07 % | 20,98 % |
Drei Grenzen verändern den Satz. Die Höchstbeitragsgrundlage liegt 2026 bei 6.930 Euro im Monat; was darüber verdient wird, bleibt beitragsfrei. Bei 10.000 Euro brutto sinkt die Belastung deshalb auf 1.252,25 Euro oder 12,5 Prozent. Die Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 Euro markiert das andere Ende: Darunter zahlt der Dienstnehmer keine Beiträge und ist nur unfallversichert, mehr dazu bei der geringfügigen Beschäftigung. Dazwischen greift die Staffel der Arbeitslosenversicherung: Bis 2.225 Euro entfällt der Beitrag, bis 2.427 Euro beträgt er ein Prozent, bis 2.630 Euro zwei Prozent, erst darüber die vollen 2,95 Prozent. Ein Gehalt von 2.000 Euro trägt damit 15,12 statt 18,07 Prozent.
Station 2: Lohnsteuer nach dem Tarif 2026
Die Lohnsteuer wird nicht vom Bruttogehalt berechnet, sondern von dem, was nach der Sozialversicherung übrig bleibt, vermindert um das Werbungskostenpauschale von 132 Euro im Jahr. Auf diese Bemessungsgrundlage, hochgerechnet auf zwölf Monate, wird der Tarif des § 33 EStG angewendet:
| Jahreseinkommen | Steuersatz |
|---|---|
| bis 13.539 Euro | 0 % |
| bis 21.992 Euro | 20 % |
| bis 36.458 Euro | 30 % |
| bis 70.365 Euro | 40 % |
| bis 104.859 Euro | 48 % |
| bis 1.000.000 Euro | 50 % |
| darüber | 55 % |
Die Grenzen wurden für 2026 um 1,73 Prozent angehoben, ebenso der Verkehrsabsetzbetrag auf 496 Euro, der jedem Arbeitnehmer zusteht und von der berechneten Steuer abgezogen wird. Die Stufen gelten jeweils nur für den Teil des Einkommens, der in sie fällt. Wie das Zusammenspiel mit anderen Absetzbeträgen, der Pendlerpauschale und dem Familienbonus funktioniert, ist bei der Lohnsteuer beschrieben.
Für 3.000 Euro brutto lautet die Rechnung: 3.000 minus 542,10 Sozialversicherung minus 11 Euro Werbungskostenpauschale ergibt 2.446,90 Euro, mal zwölf 29.362,80 Euro. Davon fallen 8.453 Euro in die 20-Prozent-Stufe (1.690,60 Euro) und 7.370,80 Euro in die 30-Prozent-Stufe (2.211,24 Euro). Von 3.901,84 Euro Jahressteuer geht der Verkehrsabsetzbetrag von 496 Euro ab, bleiben 3.405,84 Euro oder 283,82 Euro im Monat.
Sonderzahlungen: warum das Urlaubsgeld mehr netto bringt
Das 13. und 14. Gehalt werden zweimal anders behandelt. Auf Sonderzahlungen entfallen laut ÖGK die Arbeiterkammerumlage und der Wohnbauförderungsbeitrag, die Sozialversicherung kostet also 17,07 statt 18,07 Prozent. Und die Lohnsteuer folgt § 67 EStG: Innerhalb des Jahressechstels, also bis zur Höhe von zwei durchschnittlichen Monatsbezügen, werden nach einem Freibetrag von 620 Euro im Jahr nur sechs Prozent fällig statt des Tarifs.
Bei 3.000 Euro brutto bleiben vom Urlaubsgeld nach 512,10 Euro Sozialversicherung und 112,07 Euro Lohnsteuer 2.375,83 Euro. Das Weihnachtsgeld, für das der Freibetrag bereits verbraucht ist, bringt 2.338,63 Euro. Beide liegen rund 200 Euro über dem normalen Monatsnetto. Was zwischen Kollektivvertrag und Auszahlung passiert, steht bei Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld.
Drei Beispiele für 2026
Alle Beträge für Angestellte ohne Pendlerpauschale, Familienbonus und Kirchenbeitrag, Werte auf Cent gerundet:
| Brutto pro Monat | Sozialversicherung | Lohnsteuer | Netto pro Monat | Nettoquote | Jahresnetto bei 14 Bezügen |
|---|---|---|---|---|---|
| 2.000 Euro | 302,40 | 70,34 | 1.627,26 | 81,4 % | 22.793 Euro |
| 3.000 Euro | 542,10 | 283,82 | 2.174,08 | 72,5 % | 30.803 Euro |
| 4.500 Euro | 813,15 | 716,27 | 2.970,58 | 66,0 % | 42.700 Euro |
Die Nettoquote fällt mit dem Gehalt, und zwar aus beiden Richtungen: Unten hilft die Staffel der Arbeitslosenversicherung, oben greifen die 40 Prozent des Tarifs. Wer die Zahlen für die eigene Situation braucht, mit Kindern, Pendelstrecke oder Sachbezug, nimmt den Brutto-Netto-Rechner des Finanzministeriums, der laut Ministerium seit Ende Dezember 2025 mit allen Werten für 2026 rechnet, oder den Rechner der Arbeiterkammer. Verbindlich ist am Ende die Abrechnung des Arbeitgebers.
Die andere Seite: was der Arbeitgeber zahlt
Zum Bruttogehalt kommen Abgaben, die der Dienstnehmer nie sieht. Die Sätze 2026 nach der Wirtschaftskammer:
| Abgabe | Satz | bei 3.000 Euro brutto |
|---|---|---|
| Dienstgeberanteil Sozialversicherung | 20,98 % | 629,40 Euro |
| Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds | 3,70 % | 111,00 Euro |
| Kommunalsteuer | 3,00 % | 90,00 Euro |
| Betriebliche Mitarbeitervorsorge | 1,53 % | 45,90 Euro |
| Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag, je Bundesland 0,31 bis 0,40 %, Wien | 0,36 % | 10,80 Euro |
| Summe | 29,57 % | 887,10 Euro |
In Wien kommt die U-Bahn-Steuer von 2 Euro je angefangener Woche dazu. Für Dienstnehmer ab 60 Jahren entfällt der Dienstgeberbeitrag, kleine Betriebe haben bei Dienstgeberbeitrag und Kommunalsteuer einen Freibetrag von 1.095 Euro und eine Freigrenze von 1.460 Euro im Monat.
Aufs Jahr gerechnet, mit Sonderzahlungen, auf die der Wohnbauförderungsbeitrag nicht anfällt: 42.000 Euro Bruttogehalt kosten den Arbeitgeber 54.389,40 Euro. Davon kommen beim Dienstnehmer 30.803 Euro netto an, 56,6 Prozent. Der Rest von 23.586 Euro verteilt sich auf Sozialversicherung beider Seiten, Lohnsteuer, Familienlastenausgleich, Gemeinde und Mitarbeitervorsorge.
Jahr, Monat, Stunde, Teilzeit
Jahresbrutto in Monatsbrutto: durch 14, nicht durch 12. Fast alle Kollektivverträge sehen Urlaubs- und Weihnachtsgeld vor, das Jahresbrutto in einer Stellenanzeige enthält sie. 42.000 Euro sind 3.000 Euro im Monat; wer durch 12 teilt, erwartet 3.500 Euro und wird enttäuscht.
Monatsbrutto in Stundenlohn: durch die Monatsstunden, bei 40 Wochenstunden 173,3 (40 mal 52 durch 12). 3.000 Euro entsprechen 17,31 Euro pro Stunde. Manche Kollektivverträge legen einen eigenen Teiler fest, dann gilt dieser.
Teilzeit: Das Bruttogehalt sinkt proportional, das Netto nicht ganz. Wer bei 3.000 Euro Vollzeitgehalt auf 20 Stunden reduziert, verdient 1.500 Euro brutto, zahlt aber wegen der Staffel keinen Arbeitslosenbeitrag und keine Lohnsteuer mehr: 1.273,20 Euro netto, 84,9 Prozent des Bruttos, gegenüber 72,5 Prozent in Vollzeit. Die Hälfte der Arbeitszeit bringt 59 Prozent des Nettos, was auf dem Konto angenehm aussieht und in der Pension fehlt.
Ob ein Gehalt hoch oder niedrig ist, zeigt der Vergleich mit dem Durchschnittsgehalt: Der Median der ganzjährig Vollzeitbeschäftigten lag 2024 bei 3.977 Euro brutto im Monat. Woher die Erhöhungen kommen, steht bei den KV-Verhandlungen.
Quellen
- Wirtschaftskammer, Beitragswesen Dienstnehmer 2026, Stand 28.01.2026, abgerufen 03.09.2026
- ÖGK, Ihr Sozialversicherungsbeitrag, Sätze 2026 und Sonderzahlungen, abgerufen 03.09.2026
- Wirtschaftskammer, Aktuelle Werte Lohnverrechnung, Stand 01.01.2026, abgerufen 03.09.2026
- Einkommensteuergesetz 1988, § 33 (Tarif, Absetzbeträge) und § 67 (Sonderzahlungen), abgerufen 03.09.2026
- Finanzministerium, Aktualisierter Brutto-Netto-Rechner für 2026 online, 30.12.2025, abgerufen 03.09.2026
- Brutto-Netto-Rechner des Finanzministeriums und Brutto-Netto-Rechner der Arbeiterkammer, abgerufen 03.09.2026
Häufig gestellte Fragen
Wie viel bleibt von 3.000 Euro brutto netto?
2026 rund 2.174 Euro im Monat. Die Sozialversicherung nimmt 18,07 Prozent, also 542,10 Euro, die Lohnsteuer 283,82 Euro. Mit Urlaubs- und Weihnachtsgeld ergibt das ein Jahresnetto von rund 30.803 Euro aus 42.000 Euro brutto, weil die Sonderzahlungen niedriger besteuert werden. Angenommen sind keine Pendlerpauschale, kein Familienbonus und kein Kirchenbeitrag.
Wie hoch sind die Sozialversicherungsbeiträge 2026?
Für Angestellte und Arbeiter 18,07 Prozent des Bruttogehalts: 3,87 Prozent Krankenversicherung, 10,25 Prozent Pensionsversicherung, 2,95 Prozent Arbeitslosenversicherung, je 0,5 Prozent Arbeiterkammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag. Bis 2.225 Euro entfällt der Arbeitslosenbeitrag ganz, bis 2.427 Euro beträgt er ein Prozent, bis 2.630 Euro zwei Prozent. Über der Höchstbeitragsgrundlage von 6.930 Euro fallen keine Beiträge mehr an.
Warum ist das 13. und 14. Gehalt netto höher?
Aus zwei Gründen. Auf Sonderzahlungen entfallen Arbeiterkammerumlage und Wohnbauförderungsbeitrag, die Sozialversicherung kostet nur 17,07 Prozent. Und die Lohnsteuer beträgt nach § 67 EStG innerhalb des Jahressechstels sechs Prozent statt des Tarifs, nach einem Freibetrag von 620 Euro im Jahr. Bei 3.000 Euro brutto bleiben vom Urlaubsgeld 2.375,83 Euro, vom Weihnachtsgeld 2.338,63 Euro.
Was kostet ein Mitarbeiter den Arbeitgeber?
Rund 29,5 Prozent mehr als das Bruttogehalt. Auf 3.000 Euro brutto kommen 629,40 Euro Dienstgeberanteil zur Sozialversicherung, 111 Euro Dienstgeberbeitrag zum Familienlastenausgleichsfonds, 90 Euro Kommunalsteuer, 45,90 Euro Mitarbeitervorsorge und in Wien 10,80 Euro Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag, zusammen 887,10 Euro. Aufs Jahr sind das 54.389 Euro für 42.000 Euro Bruttogehalt.
Wie rechne ich Jahresbrutto in Monatsbrutto um?
Durch 14, wenn der Kollektivvertrag Urlaubs- und Weihnachtsgeld vorsieht, was in Österreich die Regel ist. 42.000 Euro Jahresbrutto sind 3.000 Euro im Monat. Wer durch 12 teilt, überschätzt das Monatsgehalt um ein Sechstel. Stellenanzeigen nennen meist das Jahresbrutto.
Ab welchem Gehalt zahlt man Lohnsteuer?
2026 ab rund 1.586 Euro brutto im Monat. Darunter reichen die Nullzone des Tarifs bis 13.539 Euro Jahreseinkommen und der Verkehrsabsetzbetrag von 496 Euro, um die Lohnsteuer auf null zu bringen. Sozialversicherung fällt trotzdem an, ab der Geringfügigkeitsgrenze von 551,10 Euro.
Welcher Gehaltsrechner ist verbindlich?
Der Brutto-Netto-Rechner des Finanzministeriums unter bmf.gv.at/brutto-netto-rechner, der jährlich mit den aktuellen Tarifgrenzen und Absetzbeträgen aktualisiert wird. Die Arbeiterkammer bietet ebenfalls einen Rechner an. Jede Berechnung setzt Annahmen voraus, etwa zu Pendlerpauschale und Kindern; die tatsächliche Abrechnung macht der Arbeitgeber.