E-Auto Förderung Österreich 2026: Was noch gilt
E-Auto Förderung Österreich 2026: Die Kaufprämie ist ausgelaufen - was bleibt, sind Steuervorteile (NoVA, Sachbezug, Vorsteuer) und neue Versicherungssteuer.
Die Ausgangslage hat sich 2026 grundlegend verändert: Die früher großzügige E-Auto-Kaufprämie gibt es nicht mehr. Wer heute ein Elektroauto kauft, kann nicht mehr mit mehreren tausend Euro Zuschuss rechnen. Attraktiv bleibt der Umstieg dennoch - allerdings über Steuervorteile statt über eine Kaufprämie.
Die Kaufprämie ist ausgelaufen
Die bundesweite Kaufförderung für Elektro-Pkw - der frühere “E-Mobilitätsbonus” aus Bundesanteil und Importeursbeteiligung - ist Geschichte:
- Die Bundesprämie war bereits im Februar 2025 budgetär aufgebraucht und wurde nicht erneuert.
- Das Förderprogramm “E-Mobilität” lief mit 31. März 2026 endgültig aus; neue Registrierungen sind nicht mehr möglich.
- Damit gibt es 2026 keine direkte staatliche Kaufprämie für Elektro-Pkw mehr - weder für Privatpersonen noch für Betriebe.
Wenn Sie also auf älteren Ratgebern oder Händlerseiten noch von “bis zu 5.000 Euro Förderung” lesen, bezieht sich das auf das ausgelaufene Programm. Für Neukäufe 2026 ist diese Prämie nicht mehr verfügbar.
Was 2026 bleibt: die Steuervorteile
Der wirtschaftliche Reiz des E-Autos liegt heute in den laufenden Kosten und in mehreren Steuervorteilen, die weiterhin gelten.
NoVA-Befreiung
Elektroautos mit 0 g CO2-Ausstoß sind weiterhin vollständig von der Normverbrauchsabgabe (NoVA) befreit. Bei einem vergleichbaren Verbrenner macht die NoVA je nach Modell einen vierstelligen Betrag aus - dieser Aufschlag entfällt beim E-Auto komplett und ist damit einer der größten Preisvorteile beim Kauf.
Neu ab 2025: motorbezogene Versicherungssteuer
Die wichtigste Verschlechterung: Seit 1. April 2025 fällt auch für Elektroautos die motorbezogene Versicherungssteuer an. Zuvor waren reine E-Autos davon befreit. Die Steuer betrifft sowohl neu zugelassene als auch bereits zugelassene Fahrzeuge und wird aus Eigengewicht und Dauerleistung laut Zulassungsschein berechnet. E-Autos sind hier also nicht mehr im Vorteil - kalkulieren Sie diese laufende Belastung bei der Anschaffung mit ein.
Vorteile für Firmenwagen (Betriebe)
Für betrieblich genutzte E-Autos bleiben die steuerlichen Anreize stark:
- Sachbezug von null: Ein privat genutzter E-Firmenwagen löst 2026 weiterhin keinen Sachbezug aus. Bei einem Verbrenner sind je nach CO2-Ausstoß 1,5 oder 2 % der Anschaffungskosten pro Monat als Sachbezug zu versteuern. Achtung: Die Regierung hat angekündigt, ab 2027 einen reduzierten Sachbezug für E-Firmenwagen einzuführen - der volle Null-Sachbezug ist also befristet.
- Vorsteuerabzug: Betriebe können bei E-Pkw die Vorsteuer geltend machen - bis 40.000 Euro netto voll, zwischen 40.000 und 80.000 Euro anteilig, darüber nicht mehr (Luxustangente). Bei Verbrenner-Pkw ist grundsätzlich kein Vorsteuerabzug möglich.
- Investitionsfreibetrag: Für E-Fahrzeuge im Betriebsvermögen kommt der erhöhte (Öko-)Investitionsfreibetrag in Betracht.
Grundlagen zur Fahrzeugbesteuerung erklärt der Ratgeber zur NoVA.
THG-Prämie für Private
Auch Privatpersonen können mit ihrem E-Auto laufend etwas verdienen: Über die THG-Prämie (ePrämie) lassen sich die durch das E-Auto eingesparten CO2-Zertifikate jährlich vermarkten. Die Prämie wird von spezialisierten Anbietern abgewickelt und ist für Privatpersonen steuerfrei. Die Höhe schwankt je nach Marktlage und Anbieter.
Landesförderungen
Da es keine einheitliche Bundesprämie mehr gibt, lohnt der Blick auf Länder und Gemeinden: Einige bieten eigene Zuschüsse für E-Fahrzeuge oder Ladeinfrastruktur. Diese Programme ändern sich häufig und sind budgetär begrenzt - prüfen Sie die aktuellen Konditionen direkt bei Ihrem Bundesland.
Laden zu Hause: Wallbox und Ladekosten
Der größte Kostenvorteil des E-Autos liegt beim Laden zu Hause.
Wallbox statt Steckdose
Für regelmäßiges Laden ist eine Wallbox (Wandladestation) die richtige Wahl - eine normale Schuko-Haushaltssteckdose ist mit rund 2,3 kW nicht nur langsam, sondern bei Dauerlast auch nicht dafür ausgelegt.
| Ladeart | Leistung | Ladezeit (50-kWh-Akku) |
|---|---|---|
| Haushaltssteckdose (Schuko) | ca. 2,3 kW | ca. 22 Stunden |
| Wallbox | 3,7 bis 22 kW | ca. 2,5 bis 14 Stunden |
Die Installation muss ein konzessionierter Elektriker durchführen. In Mehrparteienhäusern erleichtert das Wohnungseigentumsgesetz seit 2022 die Errichtung einer eigenen Wallbox: Die Zustimmung der übrigen Eigentümer gilt in vielen Fällen als erteilt, wenn nicht fristgerecht widersprochen wird. Ob und in welcher Höhe eine Wallbox-Förderung verfügbar ist, hängt 2026 von den aktuellen Bundes- und Landesprogrammen ab - das ist vorab zu prüfen.
Was kostet das Laden?
| Stromquelle | Kosten pro kWh (ca.) |
|---|---|
| Haushaltsstrom | 25 - 30 Cent |
| Eigene PV-Anlage (nach Amortisation) | 5 - 10 Cent |
| Öffentliches AC-Laden (11-22 kW) | 35 - 45 Cent |
| Öffentliches DC-Schnellladen (ab 50 kW) | 45 - 65 Cent |
Bei einem Verbrauch von rund 18 kWh je 100 km und 15.000 km im Jahr ergeben sich beim Heimladen Stromkosten von etwa 400 bis 800 Euro pro Jahr - deutlich weniger als die Treibstoffkosten eines vergleichbaren Verbrenners.
Lohnt sich das E-Auto ohne Kaufprämie noch?
Ja - die Rechnung verschiebt sich aber. Ohne Kaufprämie ist der Anschaffungspreis der entscheidende Nachteil gegenüber dem Verbrenner, während NoVA-Befreiung, niedrige Energiekosten und geringerer Wartungsaufwand den Vorteil bringen. Neu einzupreisen ist die motorbezogene Versicherungssteuer, die den früheren Vorteil in diesem Punkt aufhebt.
Für Vielfahrer und Firmenwagen rechnet sich das E-Auto wegen der niedrigen Energie- und Wartungskosten sowie der Firmenwagen-Steuervorteile weiterhin klar. Für Wenigfahrer hängt die Wirtschaftlichkeit stärker vom Kaufpreis ab - hier lohnt ein genauer Gesamtkostenvergleich (Total Cost of Ownership) über die geplante Haltedauer.
Ein Blick auf den Gebrauchtmarkt kann sich lohnen: Leasing-Rückläufer und Firmenfahrzeuge kommen zunehmend als gebrauchte E-Autos auf den Markt. Prüfen Sie dabei unbedingt den Batteriezustand (State of Health) und eine verbleibende Batteriegarantie.
Häufige Missverständnisse
- “E-Autos sind noch von der Versicherungssteuer befreit.” Nicht mehr - seit 1. April 2025 fällt sie auch für E-Autos an.
- “Es gibt weiterhin die 5.000-Euro-Prämie.” Nein, die Kaufprämie ist ausgelaufen. Verbleibende Vorteile sind steuerlicher Natur.
- “E-Autos haben zu wenig Reichweite.” Die meisten aktuellen Modelle bieten 300 bis 500 km; im Alltag fahren die meisten Menschen weit weniger als 50 km pro Tag.
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Häufig gestellte Fragen
Gibt es 2026 noch eine E-Auto-Kaufprämie in Österreich?
Nein. Die bundesweite E-Auto-Kaufprämie war bereits im Februar 2025 budgetär aufgebraucht, und das Förderprogramm E-Mobilität lief mit 31. März 2026 endgültig aus. Für den Kauf eines Elektro-Pkw gibt es 2026 keine direkte staatliche Kaufprämie mehr - weder für Private noch für Betriebe.
Welche Vorteile bleiben 2026 für E-Autos?
Die wichtigsten Vorteile sind steuerlicher Natur: Elektroautos sind weiterhin von der Normverbrauchsabgabe (NoVA) befreit, für E-Firmenwagen gilt weiterhin ein Sachbezug von null, und Betriebe können die Vorsteuer abziehen. Neu ist allerdings: Seit 1. April 2025 zahlen auch E-Autos die motorbezogene Versicherungssteuer.
Zahlen E-Autos motorbezogene Versicherungssteuer?
Ja, seit 1. April 2025. Zuvor waren reine Elektroautos davon befreit. Die Steuer wird nun auch für E-Pkw fällig und aus Eigengewicht und Dauerleistung laut Zulassungsschein berechnet - das betrifft sowohl neu zugelassene als auch bereits zugelassene E-Autos.
Gilt der Null-Sachbezug für E-Firmenwagen weiter?
Ja, 2026 gilt für rein elektrische Firmenwagen weiterhin ein Sachbezug von null - ein großer Vorteil bei privater Nutzung. Die Bundesregierung hat allerdings angekündigt, ab 2027 einen reduzierten Sachbezug für E-Firmenwagen einzuführen.
Gibt es Landesförderungen für E-Autos?
Einzelne Bundesländer und Gemeinden bieten teils eigene Förderungen für E-Fahrzeuge oder Ladeinfrastruktur an - diese ändern sich häufig. Prüfen Sie die aktuellen Programme direkt bei Ihrem Bundesland, da es keine einheitliche bundesweite Kaufförderung mehr gibt.