Geld verdienen im Internet Österreich 2026: Seriöse

Geld verdienen im Internet 2026: Seriöse Methoden in Österreich, Steuern, Gewerbeanmeldung & Plattformen im Überblick.

Aktualisiert: 03. April 2026 12 Min. Lesezeit

Seriöse Methoden und Plattformen

Das Internet bietet zahllose Möglichkeiten, Geld zu verdienen — vom kleinen Nebenverdienst bis zum vollwertigen Einkommen. Doch nicht alles, was im Netz versprochen wird, ist seriös oder realistisch. Außerdem erklären wir die steuerlichen und gewerberechtlichen Rahmenbedingungen.

Überblick: Seriöse Möglichkeiten zum Online-Geldverdienen

Schneller Überblick nach Verdienstpotenzial

MethodeEinstiegshürdeVerdienstpotenzial (monatlich)Zeitaufwand
Online-UmfragenSehr niedrig50—200 Euro5—10 Std.
Microjobs und ClickworkingNiedrig100—400 Euro10—20 Std.
Freelancing (Text, Design, IT)Mittel500—5.000+ Euro10—40 Std.
Affiliate MarketingMittel-Hoch100—10.000+ Euro10—30 Std.
E-Commerce / DropshippingHoch500—50.000+ Euro20—40+ Std.
Content Creation (YouTube, Blog)Mittel0—10.000+ Euro15—40 Std.
Online-Nachhilfe und CoachingMittel500—3.000 Euro10—25 Std.
Stockfotografie und -designMittel50—1.000 Euro5—20 Std.
App- und SoftwareentwicklungHoch1.000—10.000+ Euro20—40+ Std.
Virtuelle AssistenzNiedrig-Mittel500—2.500 Euro10—30 Std.

1. Freelancing: Die flexibelste Option

Was ist Freelancing?

Als Freelancer bieten Sie Ihre Fähigkeiten und Dienstleistungen über das Internet an. Die häufigsten Freelancing-Bereiche:

  • Texten und Content Writing — Blogartikel, SEO-Texte, Produktbeschreibungen
  • Grafikdesign — Logos, Flyer, Social-Media-Grafiken
  • Webentwicklung und Programmierung — Websites, Apps, Software
  • Übersetzung — Deutsch-Englisch und andere Sprachkombinationen
  • Marketing und SEO — Suchmaschinenoptimierung, Social-Media-Management
  • Video- und Audioproduktion — Schnitt, Animation, Podcasts
  • Buchhaltung und Verwaltung — Buchhaltung, Datenerfassung

Plattformen für Freelancer

Internationale Plattformen:

  • Upwork — der grösste Marktplatz für Freelancer weltweit
  • Fiverr — Dienstleistungen ab einem bestimmten Preis anbieten
  • Freelancer.com — breites Spektrum an Projekten

Deutschsprachige Plattformen:

  • Twago — europäischer Marktplatz
  • content.de und textbroker.de — spezialisiert auf Texterstellung
  • 99designs — Design-Wettbewerbe und Direktaufträge

Verdienstmöglichkeiten

Die Stundensätze für Freelancer in Österreich variieren stark:

  • Texter: 30—80 Euro/Stunde
  • Grafikdesigner: 40—100 Euro/Stunde
  • Webentwickler: 50—150 Euro/Stunde
  • Übersetzer: 0,08—0,15 Euro/Wort
  • SEO-Berater: 60—120 Euro/Stunde

Auf internationalen Plattformen konkurrieren Sie mit Freelancern aus der ganzen Welt, was die Preise drücken kann. Der Vorteil österreichischer Freelancer liegt in der Qualität und der Muttersprachlichkeit bei deutschsprachigen Aufträgen.

2. Affiliate Marketing

Wie funktioniert Affiliate Marketing?

Beim Affiliate Marketing empfehlen Sie Produkte oder Dienstleistungen anderer Unternehmen und erhalten eine Provision, wenn jemand über Ihren speziellen Link kauft. Sie brauchen dafür eine Plattform (Website, Blog, Social Media, YouTube).

Schritte zum Einstieg

  1. Nische finden: Wählen Sie ein Thema, in dem Sie sich auskennen (z. B. Finanzen, Technik, Gesundheit, Reisen).
  2. Plattform aufbauen: Erstellen Sie einen Blog, YouTube-Kanal oder Instagram-Account.
  3. Traffic generieren: Erstellen Sie wertvollen Content, der Besucher anzieht (SEO, Social Media).
  4. Partnerprogramme beitreten: Melden Sie sich bei Affiliate-Netzwerken an (z. B. Amazon PartnerNet, AWIN, Digistore24, TradeTracker).
  5. Links einbauen: Platzieren Sie Affiliate-Links in Ihren Inhalten.

Provisionsmodelle

  • Pay per Sale (PPS): Provision bei jedem Verkauf (häufigste Form, 3—30 % des Kaufpreises)
  • Pay per Lead (PPL): Provision bei jeder Kontaktanbahnung (z. B. Newsletter-Anmeldung, Versicherungsanfrage)
  • Pay per Click (PPC): Provision pro Klick auf den Link (selten)

Realistisches Einkommen

Affiliate Marketing ist kein schnelles Geld. Es dauert in der Regel 6 bis 18 Monate, bis ein Blog oder YouTube-Kanal relevanten Traffic und damit Einnahmen generiert. Danach sind monatliche Einnahmen von 500 bis 5.000 Euro realistisch, Top-Affiliates verdienen deutlich mehr.

3. E-Commerce und Online-Shops

Eigener Online-Shop

Mit Plattformen wie Shopify, WooCommerce (WordPress) oder Wix können Sie ohne Programmierkenntnisse einen eigenen Online-Shop erstellen. Die Kosten für den Betrieb liegen bei 30 bis 100 Euro monatlich.

Dropshipping

Beim Dropshipping verkaufen Sie Produkte, ohne sie selbst zu lagern. Die Bestellung wird direkt vom Lieferanten an den Kunden geschickt. Plattformen wie AliExpress, Printful (Print-on-Demand) oder CJ Dropshipping machen den Einstieg einfach.

Vorteile: Kein Lager, geringe Startkosten, großes Sortiment. Nachteile: Geringe Margen (10—30 %), lange Lieferzeiten bei China-Lieferanten, Abhängigkeit vom Lieferanten.

Verkauf über Marktplätze

  • Amazon (FBA): Eigene Produkte über Amazon verkaufen, Versand durch Amazon
  • eBay: Gebrauchte und neue Artikel verkaufen
  • Etsy: Handgemachte Produkte, Vintage und Kreativbedarf
  • willhaben.at: Österreichs grösster Online-Marktplatz (auch für gewerbliche Verkäufer)
  • Vinted (Kleiderkreisel): Secondhand-Kleidung verkaufen

Wichtig: Impressumspflicht und Fernabsatzrecht

Als gewerblicher Online-Verkäufer in Österreich gelten strenge Pflichten:

  • Impressumspflicht nach dem E-Commerce-Gesetz (ECG)
  • Informationspflichten nach dem Fernabsatz- und Auswärtsgeschäfte-Gesetz (FAGG)
  • 14-tägiges Widerrufsrecht für Verbraucher
  • Gewerbe- und Steuerpflichten (siehe unten)

4. Content Creation: YouTube, Blog, Podcast, Social Media

YouTube

YouTube bietet Einnahmen durch:

  • Werbung (AdSense): Ab 1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden Wiedergabezeit
  • Sponsoring und Produktplatzierungen
  • Mitgliedschaften und Super Chats
  • Affiliate Links in der Videobeschreibung

Die CPM (Cost per 1.000 Views) liegt im deutschsprachigen Raum bei 2 bis 8 Euro.

Bloggen

Ein Blog kann Einnahmen generieren durch:

  • Display-Werbung (Google AdSense, Ezoic, Mediavine)
  • Affiliate Marketing
  • Gesponserte Beiträge
  • Eigene Produkte (E-Books, Online-Kurse)

Podcast

Podcasts monetarisieren sich über:

  • Sponsoring und Werbung
  • Hörer-Unterstützung (Patreon, Steady)
  • Eigene Produkte und Dienstleistungen

Social Media (Instagram, TikTok)

Influencer und Content Creator verdienen durch:

  • Gesponserte Beiträge (ab ca. 10.000 Followern realistisch)
  • Affiliate Marketing
  • Eigene Produkte (Merchandising)

5. Online-Umfragen und Microjobs

Online-Umfragen

Bezahlte Umfragen sind die einfachste (aber am schlechtesten bezahlte) Form des Online-Verdienstes.

Seriöse Plattformen:

  • Toluna — 1—5 Euro pro Umfrage
  • Swagbucks — Umfragen, Videos, Cashback
  • LifePoints — Punkte für Umfragen (einlösbar gegen Gutscheine oder Geld)
  • YouGov — Meinungsforschung

Realistischer Verdienst: 50 bis 200 Euro pro Monat bei 5 bis 10 Stunden Aufwand.

Microjobs

Plattformen wie Clickworker, Amazon Mechanical Turk oder Appen bieten kleine Aufgaben an (Texte taggen, Bilder kategorisieren, Daten prüfen). Der Verdienst pro Aufgabe ist gering (Cent-Beträge bis wenige Euro), summiert sich aber bei regelmäßiger Arbeit.

6. Online-Nachhilfe und Coaching

Nachhilfe online geben

Online-Nachhilfe ist in Österreich ein wachsender Markt. Plattformen und Möglichkeiten:

  • GoStudent — österreichische Plattform für Online-Nachhilfe (Stundensatz 15—25 Euro)
  • Preply — Sprachen und andere Fächer (Sie setzen Ihren eigenen Preis)
  • Superprof — Marktplatz für Nachhilfelehrer

Online-Coaching und Beratung

Wenn Sie Expertise in einem bestimmten Bereich haben (Finanzen, Karriere, Ernährung, Fitness), können Sie Online-Coaching anbieten. Stundensätze von 50 bis 200 Euro sind im Coaching üblich.

Online-Kurse erstellen

Plattformen wie Udemy, Teachable oder Elopage ermöglichen es, eigene Online-Kurse zu erstellen und zu verkaufen. Ein gut gemachter Kurs kann langfristig passives Einkommen generieren.

7. Weitere seriöse Möglichkeiten

Stockfotografie

Wenn Sie gern fotografieren, können Sie Ihre Bilder über Plattformen wie Shutterstock, Adobe Stock oder iStock verkaufen. Jeder Verkauf bringt 0,25 bis 2 Euro, aber bei einem großen Portfolio summiert es sich.

App-Entwicklung

Wer programmieren kann, kann eigene Apps oder Software entwickeln und über App Stores oder direkt verkaufen.

Virtuelle Assistenz

Virtuelle Assistenten unterstützen Unternehmer und Unternehmen bei administrativen Aufgaben (E-Mail-Verwaltung, Terminplanung, Social-Media-Betreuung, Recherche). Stundensätze liegen bei 20 bis 50 Euro.

Testen von Websites und Apps

Plattformen wie Testbirds (österreichisches Unternehmen) oder UserTesting bezahlen für das Testen von Websites und Apps. Pro Test verdienen Sie 5 bis 50 Euro.

Steuern und Abgaben: Was Sie in Österreich beachten müssen

Einkommensteuer

Alle Einkünfte aus Online-Tätigkeiten sind in Österreich einkommensteuerpflichtig. Es gelten die allgemeinen Steuersätze:

Einkommen (2026)Grenzsteuersatz
Bis 11.693 Euro0 %
11.693 bis 19.134 Euro20 %
19.134 bis 32.075 Euro30 %
32.075 bis 62.080 Euro40 %
62.080 bis 93.120 Euro48 %
93.120 bis 1.000.000 Euro50 %
Über 1.000.000 Euro55 %

Wichtig: Die Steuerfreigrenze von 11.693 Euro gilt für das gesamte Jahreseinkommen (also inklusive Gehalt aus einer etwaigen Anstellung).

Umsatzsteuer

Wenn Ihr Jahresumsatz 35.000 Euro nicht übersteigt, können Sie die Kleinunternehmerregelung gemäß Paragraph 6 Abs. 1 Z 27 UStG in Anspruch nehmen. Das bedeutet: Sie verrechnen keine Umsatzsteuer, können aber auch keinen Vorsteuerabzug geltend machen.

Übersteigt der Umsatz 35.000 Euro, müssen Sie 20 Prozent Umsatzsteuer verrechnen und an das Finanzamt abführen.

Sozialversicherung (SVS)

Selbständige in Österreich sind bei der Sozialversicherungsanstalt der Selbständigen (SVS) pflichtversichert, wenn:

  • Der jährliche Gewinn 6.221,28 Euro übersteigt (2026)
  • Oder der jährliche Umsatz 35.000 Euro übersteigt

Die SVS-Beiträge umfassen Kranken-, Pensions- und Unfallversicherung und betragen zusammen rund 26,8 Prozent des Gewinns.

Achtung: Im ersten und zweiten Jahr der Selbständigkeit werden zunächst Mindestbeiträge vorgeschrieben (ca. 180 Euro/Monat), die später anhand des tatsächlichen Gewinns nachberechnet werden.

Nebenberuflich selbständig

Wenn Sie neben einer Anstellung online Geld verdienen, sind die Gewinne aus der selbständigen Tätigkeit zusätzlich zum Gehalt zu versteuern. Sozialversicherungsbeiträge bei der SVS fallen an, wenn der Gewinn die Grenze übersteigt — auch bei gleichzeitiger Anstellung.

Gewerbeanmeldung

Wann ist ein Gewerbe erforderlich?

In Österreich benötigen Sie eine Gewerbeanmeldung, wenn Sie eine gewerbliche Tätigkeit regelmäßig und mit Gewinnabsicht ausüben. Das betrifft die meisten Online-Geschäftsmodelle:

  • E-Commerce und Dropshipping — ja, Gewerbe erforderlich
  • Affiliate Marketing — ja, wenn regelmäßig betrieben
  • Freelancing (Text, Design, IT) — oft als Neues Selbständiges Gewerbe oder als freier Beruf (je nach Tätigkeit)
  • Online-Nachhilfe — kann als freier Beruf gelten (kein Gewerbe nötig)
  • Content Creation — abhängig vom Umfang

Freies Gewerbe vs. reglementiertes Gewerbe

Die meisten Online-Tätigkeiten fallen unter ein freies Gewerbe, das keine besonderen Befähigungsnachweise erfordert. Beispiele:

  • Internetdienstleistungen
  • Werbeagentur
  • Handel (E-Commerce)
  • Unternehmensberatung

Die Anmeldung erfolgt bei der Bezirksverwaltungsbehörde (Bezirkshauptmannschaft oder Magistrat) und kostet rund 50 Euro.

Warnung vor unseriösen Angeboten

Erkennungsmerkmale unseriöser Angebote

  • „Schnell reich werden” — Versprechen von hohen Einnahmen ohne Aufwand sind fast immer Betrug.
  • Vorab-Zahlungen — Seriöse Arbeitgeber verlangen kein Geld von Ihnen.
  • Unklare Geschäftsmodelle — Wenn nicht klar ist, woher das Geld kommt, Finger weg.
  • Pyramiden- und Schneeballsysteme — Einnahmen kommen nur von neuen Teilnehmern, nicht von echten Kunden.
  • Fake-Bewertungen — Aufträge, bei denen Sie für gefälschte Bewertungen bezahlt werden, sind illegal.

Bekannte Betrugsmaschen

  • Paket-Reshipping: Sie sollen Pakete empfangen und weiterleiten — meist gestohlene Ware.
  • Geldwäsche: Sie sollen Geld empfangen und weiterleiten — eine Straftat.
  • Krypto-Schneeballsysteme: Unrealistische Renditeversprechen mit Kryptowährungen.
  • MLM (Multi-Level-Marketing): Nicht immer unseriös, aber oft übertriebene Einkommensversprechen.

Online Geld verdienen ist in Österreich 2026 grundsätzlich für jeden möglich — vorausgesetzt, Sie investieren Zeit, Arbeit und in manchen Fällen auch ein kleines Startkapital. Die wichtigsten Punkte:

  • Freelancing ist die flexibelste und oft lukrativste Option für den Einstieg.
  • E-Commerce und Affiliate Marketing haben das höchste Skalierungspotenzial, erfordern aber viel Vorlaufarbeit.
  • Online-Umfragen und Microjobs eignen sich als Nebenverdienst, nicht als Haupteinkommen.
  • Alle Einnahmen sind steuerpflichtig — informieren Sie sich frühzeitig über Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Sozialversicherung.
  • Gewerbeanmeldung ist bei regelmäßiger Tätigkeit mit Gewinnabsicht erforderlich.
  • Vorsicht vor unseriösen Angeboten — wenn etwas zu gut klingt, ist es das wahrscheinlich auch.

Starten Sie klein, bauen Sie Erfahrung auf und skalieren Sie dann — das ist der nachhaltigste Weg zum Online-Einkommen.

KI und neue Verdienstmöglichkeiten 2026

KI-gestützte Dienstleistungen

Die rasante Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI) hat 2026 neue Verdienstmöglichkeiten eröffnet:

  • Prompt Engineering: Erstellung und Optimierung von KI-Prompts für Unternehmen. Stundensätze von 50 bis 200 Euro sind realistisch.
  • KI-unterstützte Content-Erstellung: Nutzung von KI-Tools zur effizienten Erstellung von Texten, Grafiken und Videos. Die menschliche Qualitätskontrolle und kreative Anpassung bleibt gefragt.
  • KI-Beratung: Unternehmen brauchen Berater, die ihnen helfen, KI-Tools sinnvoll einzusetzen.
  • Datenaufbereitung und -annotation: Training von KI-Modellen erfordert menschliche Arbeit bei der Datenaufbereitung.

Automatisierung und Skalierung

KI-Tools ermöglichen es auch Einzelpersonen, Aufgaben zu automatisieren, die früher viel manuelle Arbeit erforderten:

  • Automatisierte E-Mail-Beantwortung und Kundenservice
  • KI-gestützte Buchhaltung und Rechnungsstellung
  • Automatisches Social-Media-Posting und Content-Planung
  • KI-basierte Marktanalyse und Wettbewerberbeobachtung

Rechtliche Rahmenbedingungen im Detail

Impressumspflicht

Jede Website, die geschäftlichen Zwecken dient, muss in Österreich ein Impressum nach dem E-Commerce-Gesetz (ECG) enthalten. Das gilt auch für Blogs, YouTube-Kanäle und Social-Media-Profile, wenn damit Geld verdient wird. Mindestangaben:

  • Name und Anschrift
  • E-Mail-Adresse
  • Gegebenenfalls Gewerberegisternummer
  • UID-Nummer (wenn umsatzsteuerpflichtig)
  • Zuständige Aufsichtsbehörde

DSGVO-Konformität

Wenn Sie über das Internet personenbezogene Daten verarbeiten (z. B. E-Mail-Adressen von Newsletter-Abonnenten), müssen Sie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einhalten. Das umfasst eine Datenschutzerklärung auf der Website, die Einholung von Einwilligungen und ein Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten.

Wettbewerbsrecht und Kennzeichnungspflicht

Werbliche Inhalte (Affiliate Links, gesponserte Beiträge, Produktplatzierungen) müssen in Österreich klar als solche gekennzeichnet werden (Mediengesetz, UWG). Die Kennzeichnung muss transparent und für den durchschnittlichen Verbraucher erkennbar sein (z. B. “Werbung”, “Anzeige” oder “bezahlte Partnerschaft”).

Buchführung und Steuererklärung

Einnahmen-Ausgaben-Rechnung (E/A)

Die meisten Online-Unternehmer in Österreich mit einem Jahresumsatz unter 700.000 Euro nutzen die Einnahmen-Ausgaben-Rechnung als Buchführungsmethode. Dabei werden alle betrieblichen Einnahmen und Ausgaben chronologisch erfasst. Der Gewinn ergibt sich aus der Differenz.

Absetzbare Betriebsausgaben

Folgende Kosten können als Betriebsausgaben geltend gemacht werden:

  • Computer, Laptop, Smartphone (anteilige Nutzung)
  • Internet- und Telefonkosten (anteilige Nutzung)
  • Software und Online-Tools (Hosting, E-Mail-Marketing, Design-Software)
  • Weiterbildungskosten
  • Arbeitszimmer (anteilig, wenn eigener Raum)
  • Fachliteratur
  • Reisekosten (bei geschäftlicher Veranlassung)
  • Provisionen an Plattformen (Fiverr-Gebühren, Etsy-Gebühren etc.)

Steuererklärung und Fristen

Selbständige müssen bis zum 30. Juni des Folgejahres (bei elektronischer Einreichung über FinanzOnline bis 30. September) eine Einkommensteuererklärung abgeben. Wer umsatzsteuerpflichtig ist, muss zusätzlich monatliche oder quartalsweise Umsatzsteuervoranmeldungen einreichen.

Weiterführende Artikel

Häufig gestellte Fragen

Muss ich Online-Einnahmen in Österreich versteuern?

Ja, sämtliche Einkünfte aus Online-Tätigkeiten sind in Österreich steuerpflichtig und müssen in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Es gilt die allgemeine Einkommensteuerfreigrenze von 11.693 Euro (2026) für das gesamte Jahreseinkommen. Ab einem Jahresgewinn von 6.221,28 Euro aus selbständiger Tätigkeit besteht Pflichtversicherung bei der SVS.

Brauche ich eine Gewerbeanmeldung für Online-Einnahmen?

Wenn Sie regelmäßig und mit Gewinnabsicht im Internet Geld verdienen, benötigen Sie in den meisten Fällen eine Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde. Ausnahmen bestehen für freiberufliche Tätigkeiten (z. B. journalistische Arbeit, Beratung) und für gelegentliche Nebeneinkünfte unter der SVS-Versicherungsgrenze.

Wie viel kann man realistisch online verdienen?

Die Verdienstmöglichkeiten variieren enorm. Umfragen und Microjobs bringen 50 bis 200 Euro im Monat, Freelancing auf Plattformen 500 bis 5.000 Euro monatlich, und erfolgreiche E-Commerce-Unternehmer oder Content Creator können deutlich mehr verdienen. Realistisch sind für den Einstieg als Nebenerwerb 200 bis 1.000 Euro monatlich.

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Redaktion finanzinfo.at

Chefredakteur finanzinfo.at

Martin Höllinger ist Finanzjournalist und Gründer von finanzinfo.at. Er ist spezialisiert auf österreichisches Steuerrecht, Geldanlage und Finanzvergleiche.