Zuschüsse in Salzburg: Heizkostenzuschuss, Wohnbeihilfe und Einkommensgrenzen

Salzburger Heizkostenzuschuss 250 Euro, Frist für 2026 am 30. September abgelaufen. Einkommensgrenzen, Ausschlüsse und die Höchstwerte der Wohnbeihilfe.

Der Salzburger Heizkostenzuschuss für die Heizperiode 2025/2026 beträgt 250 Euro. Die Antragsfrist lief vom 1. Jänner bis 30. September 2026 und ist abgelaufen; das Land bestätigt auf seiner Seite, dass keine Anträge mehr eingebracht werden können. Eine Richtlinie für 2027 lag Mitte Oktober 2026 noch nicht vor.

Die Grenzen und Regeln der Richtlinie 2026 bleiben trotzdem der beste Anhaltspunkt für die nächste Runde. Beantragt wurde online oder mit Formular über die Hauptwohnsitzgemeinde.

Eckdaten Zuschüsse Salzburg

LeistungWert
Heizkostenzuschuss je Haushalt250 Euro, Richtlinie 2026
Antragsfrist 202601.01. bis 30.09.2026, abgelaufen
Einkommensgrenze Alleinlebende1.424 Euro netto im Monat
Einkommensgrenze Paare1.862 Euro netto im Monat
Zuschlag je Kind mit Familienbeihilfe394 Euro
Wohnbeihilfe, Höchstwert Stadt Salzburg und Zentren12,57 Euro je m² Nettomiete (Stand 01.04.2026)
Wohnbeihilfe, Höchstwert übrige Gemeinden11,17 Euro je m²

Heizkostenzuschuss Salzburg: 250 Euro pauschal

Das Land leistet die Zuwendung unabhängig von Energieträger und Heizungsart - Gas, Fernwärme, Pellets oder Strom spielen keine Rolle, ebenso wenig die tatsächliche Höhe der Heizkosten. Es handelt sich um eine Pauschale, nicht um eine Kostenerstattung.

Anspruch haben volljährige Personen mit eigenem Haushalt und Hauptwohnsitz im Land Salzburg, deren monatliches Nettohaushaltseinkommen die Grenzen der Richtlinie nicht überschreitet.

Einkommensgrenzen für den Heizkostenzuschuss

Maßgeblich ist das aktuelle Nettoeinkommen aller im Haushalt lebenden Personen mit dortiger Hauptwohnsitzmeldung:

HaushaltGrenze
Alleinlebende, Alleinerzieherinnen und Alleinerzieher1.424,00 Euro
Ehepaare, Lebensgemeinschaften, eingetragene Partnerschaften1.862,00 Euro
je Kind im Haushalt mit Familienbeihilfenbezug+ 394,00 Euro
je Kind im Haushalt ohne Familienbeihilfenbezug+ 635,00 Euro
je weiterer erwachsener Person im Haushalt+ 635,00 Euro

Die Richtlinie sieht zusätzlich eine Härtefallklausel vor: In besonderen Fällen kann der Antrag auch dann positiv entschieden werden, wenn die Einkommensgrenze überschritten wird.

Welcher Monat zählt. Bei Einkommen, die vierzehnmal jährlich anfallen - also bei den meisten Löhnen, Gehältern und inländischen Pensionen -, wird das Nettoeinkommen des Monats vor der Antragstellung herangezogen. Wer im März einreicht, legt den Februar-Nachweis bei.

Einkommen: was zählt und was nicht

Hier liegt der Punkt, an dem viele Haushalte sich zu Unrecht für ausgeschlossen halten. Nicht als Einkommen gelten:

  • Pflegegeld
  • Familienbeihilfe der im gemeinsamen Haushalt lebenden Kinder, Familienzuschüsse, Kinderabsetzbeträge und Kinderzuschüsse der Pensionsversicherungen
  • Sonderzahlungen, also das 13. und 14. Gehalt
  • Wohnbeihilfen nach dem Wohnbeihilfengesetz
  • echte Aufwandsentschädigungen wie Kilometergeld und Reisekosten
  • Familienbonus Plus
  • Heimopferrente
  • sonstige Zuwendungen von Bund oder Land, etwa aus dem Salzburger Notfallfonds oder Weihnachtsbeihilfen

Umgekehrt zählen dazu: Erwerbseinkommen, Pensionen und Renten, Arbeitslosengeld und Notstandshilfe, Kranken-, Wochen- und Kinderbetreuungsgeld, alle Leistungen der Sozialunterstützung, Einkommen aus Land- und Forstwirtschaft sowie aus Vermietung, Alimente, Lehrlingsentschädigungen und Studienbeihilfen.

Zwei Sonderregeln: Wer nicht im gemeinsamen Haushalt mit den Eltern lebt, muss die eigene Familienbeihilfe als Einkommen ansetzen. Zu leistende Unterhaltszahlungen und Exekutionen werden dagegen einkommensmindernd berücksichtigt.

Ausschlüsse vom Heizkostenzuschuss

Die Richtlinie nennt drei Gruppen, die keinen Zuschuss erhalten:

  • Bewohnerinnen und Bewohner von Schüler-, Studenten- und sonstigen Heimen sowie von Seniorenpflegeheimen
  • hilfs- und schutzbedürftige Fremde nach § 5 des Salzburger Grundversorgungsgesetzes, deren Aufenthalt im Rahmen der Grundversorgung sichergestellt ist
  • Personen, bei denen vertraglich sichergestellt ist, dass Dritte für die Heizkosten aufkommen - genannt wird der Übergabevertrag -, sowie Personen, die ihren Brennstoff aus eigenen Energiequellen decken können

Die letzte Gruppe betrifft im ländlichen Raum mehr Haushalte, als man vermutet: Wer eigenen Wald hat und damit heizt, fällt darunter.

Wohnbeihilfe Salzburg: Höchstwerte je Quadratmeter

Die Wohnbeihilfe deckt die Differenz zwischen zumutbarem und maßgeblichem Wohnungsaufwand. Sie steht Mietern geförderter Wohnungen zu; für nicht geförderte Mietwohnungen gibt es eine erweiterte Wohnbeihilfe, die einen schriftlichen Mietvertrag voraussetzt.

Angerechnet wird nur die Nettomiete, höchstens bis zu einem Richtwert je Quadratmeter. Stand 1. April 2026 sind das 12,57 Euro in der Stadt Salzburg, in Bischofshofen, Hallein, Neumarkt am Wallersee, Saalfelden, Seekirchen, St. Johann im Pongau, Zell am See und den unmittelbar angrenzenden Gemeinden, und 11,17 Euro in allen übrigen Gemeinden. Für Betriebskosten, Heizkosten, Steuern und Verwaltungskosten gibt es laut Land keine Wohnbeihilfe. Wer eine teurere Wohnung mietet, bekommt für den Teil über dem Richtwert also nichts dazu.

Für laufende Bezüge gibt es eigene Weitergewährungsanträge, auch online. Die Einkommensgrenzen nennt das Land nicht auf der Übersichtsseite, sondern in der Broschüre zur Wohnbauförderung Miete und über die Wohnberatung Salzburg; wie unterschiedlich die Länder rechnen, zeigen die Seiten zu Tirol und Oberösterreich.

Neben den Landesleistungen bestehen die bundesweiten Ansprüche wie die Familienbeihilfe unverändert.

Quellen

  • Land Salzburg: Richtlinie für die Gewährung eines Heizkostenzuschusses im Jahr 2026 - Höhe von 250 Euro je Haushalt (§ 3), Einkommensgrenzen von 1.424 und 1.862 Euro samt Zuschlägen von 394 und 635 Euro (§ 4), Aufzählung der als Einkommen zählenden und nicht zählenden Leistungen (§ 5), Ermittlung nach dem Vormonat, Fördervoraussetzungen und Ausschlussgründe (§ 2), Antragsfrist vom 1.1. bis 30.9.2026 und Antragswege (§ 7), Härtefallklausel; in Kraft seit 1.1.2026
  • Land Salzburg: Heizkostenzuschuss - Hinweis auf Fristablauf am 30. September, abgerufen 14.10.2026
  • Land Salzburg: Wohnbeihilfe - Voraussetzungen, Höchstwerte 12,57 und 11,17 Euro je m² (Stand 01.04.2026), Ausschluss von Betriebs- und Heizkosten, Weitergewährung, abgerufen 14.10.2026

Stand der Angaben: 14. Oktober 2026.

Häufig gestellte Fragen

Wie hoch ist der Salzburger Heizkostenzuschuss?

250 Euro einmalig je Haushalt für die Heizperiode 2025/2026, unabhängig von Energieträger und Heizungsart.

Bis wann kann ich beantragen?

Die Frist für 2026 lief vom 1. Jänner bis 30. September 2026 und ist abgelaufen; spätere Anträge werden nicht berücksichtigt. Eine Richtlinie für 2027 hat das Land bis Mitte Oktober 2026 nicht veröffentlicht. Bisher begann die Antragsfrist jeweils am 1. Jänner.

Wo liegen die Einkommensgrenzen?

Beim monatlichen Nettoeinkommen des Haushalts: 1.424 Euro für Alleinlebende und Alleinerziehende, 1.862 Euro für Paare. Je Kind mit Familienbeihilfe kommen 394 Euro dazu, je Kind ohne und je weiterer erwachsener Person 635 Euro.

Zählt die Familienbeihilfe zum Einkommen?

Nein, ebenso wenig wie Pflegegeld, Kinderabsetzbetrag, Familienbonus Plus, das 13. und 14. Gehalt oder eine bezogene Wohnbeihilfe. Diese Leistungen bleiben bei der Einkommensprüfung außer Betracht.

Welches Einkommen wird herangezogen?

Das Nettoeinkommen des Monats vor der Antragstellung. Wer im März einreicht, legt den Nachweis für Februar bei.

Wer bekommt den Zuschuss nicht?

Bewohner von Schüler-, Studenten- und Seniorenpflegeheimen, Personen in der Grundversorgung sowie alle, für deren Heizkosten vertraglich Dritte aufkommen oder die ihren Brennstoff aus eigenen Energiequellen decken.

Stand: