EUR/CZK Wechselkurs | Österreich 2026

EUR/CZK 2026: Tschechische Krone, ČNB, Prag-Tourismus und Tipps für Wechsel und Anlage. Alles zum Kurs der Krone.

Aktualisiert: 03. April 2026 15 Min. Lesezeit

EUR/CZK: Die Tschechische Krone 2026

Tschechien ist eines der wirtschaftlich stärksten Länder Mitteleuropas und einer der wichtigsten Handelspartner Österreichs. Die Tschechische Krone (ISO-Code CZK) gilt als eine der stabileren Währungen der Region. Für Prag-Touristen, Grenzgänger aus Wien und Niederösterreich sowie für Anleger ist der EUR/CZK Kurs relevant.

Die Tschechische Krone im Überblick

Die tschechische Krone (auf Tschechisch koruna česká, kurz Kč) wurde 1993 eingeführt, als sich die Tschechoslowakei in die Tschechische Republik und die Slowakei teilte. Eine Krone unterteilt sich nominell in 100 Heller (Haléř), wobei Hellerbeträge seit 2008 nicht mehr im Umlauf sind. Emittiert wird die Krone von der Tschechischen Nationalbank (Česká národní banka, ČNB).

Die tschechische Wirtschaft ist stark industriell geprägt. Automobilindustrie (Škoda gehört zu Volkswagen), Maschinenbau, Elektronik, Chemie und IT sind wichtige Säulen. Tschechien hat eine der niedrigsten Arbeitslosenquoten in der EU und eine moderate Staatsverschuldung. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt mittlerweile über dem Durchschnitt mehrerer EU-Länder.

Historische Entwicklung EUR/CZK

Bei der Euro-Einführung 1999 lag EUR/CZK bei rund 35 bis 37. In den folgenden Jahren wertete die Krone aufgrund der starken wirtschaftlichen Entwicklung Tschechiens auf. Bis 2008 sank der Kurs auf rund 23. Die Finanzkrise führte zu einer temporären Abwertung, aber die Krone erholte sich rasch.

Der Mindestkurs 2013–2017

Eine Besonderheit der jüngeren Geschichte war die Interventionspolitik der ČNB. Um eine Deflation zu verhindern und die Wirtschaft anzukurbeln, legte die Zentralbank im November 2013 einen Mindestkurs von 27 Kronen pro Euro fest. Die ČNB kündigte an, unbegrenzt zu intervenieren, um diesen Kurs zu verteidigen. Ähnlich wie die SNB baute auch die ČNB in dieser Zeit erhebliche Devisenreserven auf. Im April 2017 wurde der Mindestkurs überraschend aufgehoben. Die Krone wertete allmählich auf.

Corona, Inflation und Normalisierung

Die Corona-Krise führte zu einer Abwertung auf 27 bis 28. Danach folgte eine Phase der Erholung. Die ČNB gehörte zu den ersten Zentralbanken weltweit, die 2021 die Zinsen erhöhten, um die steigende Inflation zu bekämpfen. Der Leitzins stieg auf 7 Prozent. Die Krone stabilisierte sich zunächst. 2024 und 2025 senkte die ČNB die Zinsen langsam wieder. 2026 pendelt EUR/CZK zwischen 24 und 26.

Die ČNB 2026

Die Tschechische Nationalbank verfolgt eine Inflationssteuerung mit einem Zielwert von zwei Prozent. Der Leitzins liegt 2026 bei rund 3,5 Prozent, deutlich niedriger als in den Spitzenjahren, aber über dem EZB-Niveau. Die Inflation in Tschechien ist 2026 auf etwa 2,5 Prozent zurückgegangen. Die ČNB ist bekannt für ihre unabhängige und oft eigenständige Politik. Sie war eine der ersten Notenbanken Europas, die aktiv gegen die Inflation vorging, und sie hat ihre Glaubwürdigkeit über die Jahre gefestigt.

Einflussfaktoren auf EUR/CZK

Zinsdifferenz

Die Zinsdifferenz zwischen ČNB und EZB beeinflusst den Kurs. Höhere tschechische Zinsen ziehen Kapital an und stützen die Krone. Bei Zinssenkungen kann die Krone leicht schwächer werden.

Exportwirtschaft

Die tschechische Wirtschaft ist stark exportorientiert, mit Deutschland als Hauptkunde. Eine schwache Krone verbessert die Wettbewerbsfähigkeit, eine zu starke Krone belastet die Exportindustrie. Die ČNB hat in der Vergangenheit dazu eingegriffen.

EU-Beziehungen

Tschechien ist seit 2004 EU-Mitglied und vollständig in den Binnenmarkt integriert. Die politischen Beziehungen sind stabil, was die Krone stützt.

Investitionsklima

Tschechien ist seit Jahren ein attraktiver Standort für ausländische Direktinvestitionen. Dies sorgt für Kapitalzuflüsse und stützt die Krone.

Prag und Tourismus: Tipps für den Währungstausch

Prag ist eine der schönsten Städte Europas und ein beliebtes Kurzurlaubsziel für Österreicher. Die Karlsbrücke, der Altstädter Ring, die Prager Burg und das lebhafte Kneipenleben locken jährlich Millionen Besucher. Mit dem richtigen Wechselkurs-Management sparen Sie erheblich.

Kartenzahlung ist in Prag Standard

In Prag wird praktisch überall mit Karte bezahlt. Restaurants, Taxis, Museen, Geschäfte, selbst kleine Imbisse akzeptieren Karten. Mit einer Revolut-, Wise- oder N26-Karte zahlen Sie zum besten Kurs. Klassische österreichische Bankkarten verrechnen Fremdwährungsgebühren.

Vorsicht vor Straßenwechslern

Leider gibt es in Prag auch Betrugsmaschen. Straßenwechsler sprechen Touristen an und bieten angeblich Top-Kurse. Oft handelt es sich um wertlose Belarus- oder Venezuela-Banknoten. Wechseln Sie niemals auf der Straße, sondern nur in offiziellen, lizenzierten Wechselstuben mit klar angeschriebenem Kurs.

Empfohlene Wechselstuben

Bekannte seriöse Wechselstuben in Prag sind Exchange (an mehreren Standorten im Stadtzentrum), eXchange.cz sowie Geldautomaten der ČSOB, Komerční banka oder Raiffeisenbank. Tauschen Sie am besten nur den aktuell benötigten Betrag.

Dynamic Currency Conversion

An Automaten und im Restaurant werden Sie oft gefragt, ob in Euro oder in Kronen abgerechnet werden soll. Wählen Sie immer Kronen. Der Umrechnungskurs des Terminals ist meist deutlich schlechter als der Ihrer Bank.

Preise und Lebenshaltungskosten

Tschechien ist für Österreicher traditionell ein günstiges Reiseland. Bier, Restaurants, öffentlicher Verkehr und viele Dienstleistungen sind deutlich billiger als in Österreich. Die Lebenshaltungskosten sind in den letzten Jahren allerdings gestiegen, besonders in Prag, wo das Preisniveau in touristischen Zonen dem von Wien nahekommt.

Einkaufen in Tschechien

Grenznahe Einkaufstouren sind beliebt. In Städten wie Znojmo (Znaim), Brno (Brünn), České Budějovice (Budweis) oder Mikulov kaufen Österreicher Lebensmittel, Alkohol, Tabak, Kosmetika und Medikamente zu günstigeren Preisen. Beachten Sie die Einfuhrfreimengen und die unterschiedlichen Mehrwertsteuersätze.

Grenzgänger zwischen Österreich und Tschechien

Im nördlichen Niederösterreich und Wien arbeiten viele Grenzgänger täglich in oder aus Tschechien. Die gegenseitigen Arbeitsmärkte sind offen, seit 2011 ist die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit hergestellt. Grenzgänger, die in einer Währung verdienen und in einer anderen ausgeben, profitieren von Multi-Währungskonten und günstigen Wechseldiensten.

Tipps für Anleger

Krone als Anlage

Die tschechische Krone ist eine der stabileren regionalen Währungen. Anlagen in Krone bieten derzeit moderate Zinsen. Der Forint hat jedoch tendenziell bessere Zinsen, die Krone bietet dafür mehr Stabilität.

Tschechische Aktien

Der Prager Aktienindex PX umfasst die wichtigsten börsennotierten Unternehmen wie ČEZ (Energie), Komerční banka, Erste Group (auch in Wien notiert), Moneta Money Bank und Pivovary Staropramen. Der Markt ist relativ klein, bietet aber einige interessante Werte.

Immobilien

Immobilienpreise in Prag sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen, ähnlich wie in Wien. In Regionalstädten sind Immobilien günstiger. Beim Kauf sollten österreichische Investoren lokale Steuer- und Rechtsberatung in Anspruch nehmen.

Wirtschaftsbeziehungen Österreich–Tschechien

Die beiden Nachbarländer verbindet eine jahrhundertealte Geschichte und enge wirtschaftliche Verflechtung. Österreichische Firmen wie OMV, Erste Group, Raiffeisen, Vienna Insurance Group, Strabag, Voestalpine und viele mehr sind in Tschechien stark präsent. Tschechische Unternehmen wie Škoda, ČEZ und Agrofert haben ihrerseits Beziehungen nach Österreich. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern liegt bei rund 20 Milliarden Euro jährlich.

Euro-Einführung in Tschechien?

Tschechien hat mit dem EU-Beitritt 2004 die Verpflichtung zur Euro-Einführung übernommen, jedoch kein verbindliches Datum gesetzt. Die öffentliche Meinung in Tschechien ist gegenüber dem Euro skeptisch. Umfragen zeigen, dass eine Mehrheit der Bevölkerung die Krone behalten möchte. Die Regierung hat kein konkretes Ziel formuliert. Ökonomen gehen davon aus, dass eine Einführung frühestens in den späten 2020er Jahren oder darüber hinaus realistisch ist, sofern die politische Bereitschaft zunimmt.

Prognose EUR/CZK 2026

Analysten erwarten für 2026 eine stabile Entwicklung der Krone in der Spanne 24 bis 26 Kronen pro Euro. Die Krone könnte leicht aufwerten, wenn die Wirtschaft stark wächst und die Zinsdifferenz bestehen bleibt. Eine schwächere Krone ist möglich bei weiteren Zinssenkungen oder externen Schocks. Insgesamt gilt die Krone als eine der berechenbarsten Währungen der Region.

Technische Analyse EUR/CZK 2026

Für kurzfristig orientierte Trader sind bei EUR/CZK folgende Kursmarken relevant:

  • Unterstützung bei 24,00: Starker Boden, der die Krone nach oben begrenzt. Bei einem Bruch unter 24 wäre die Krone extrem stark.
  • Unterstützung bei 24,50: Zwischensupport, der kurzfristig relevant ist.
  • Widerstand bei 25,50: Obere Begrenzung der Handelsspanne.
  • Widerstand bei 26,50: Signifikante Marke, die nur bei einer Krise überschritten wurde.

Die Krone ist im Vergleich zu anderen Schwellenländerwährungen relativ stabil, was die Schwankungsbreite geringer hält als beispielsweise bei EUR/HUF oder EUR/PLN.

Tschechische Wirtschaft im Detail

Tschechien hat sich seit der Samtenen Revolution 1989 zu einer modernen, industrialisierten Volkswirtschaft entwickelt. Mit einem BIP pro Kopf, das mittlerweile über dem von Portugal und Griechenland liegt, zählt Tschechien zu den wohlhabendsten ehemaligen Ostblockstaaten.

Automobilindustrie

Die Automobilindustrie ist der wichtigste Wirtschaftszweig. Škoda Auto, eine Tochter von Volkswagen, produziert in Mladá Boleslav über eine Million Fahrzeuge pro Jahr. Daneben gibt es Werke von Hyundai und Toyota (TPCA) in Kolín. Die Zulieferindustrie ist stark und umfasst Hunderte von mittelständischen Unternehmen.

IT und Technologie

Prag hat sich zu einem bedeutenden Technologiestandort entwickelt. Firmen wie Avast, JetBrains, Apify und viele Start-ups haben ihren Sitz in der Hauptstadt. Die Universität Prag gehört zu den ältesten und renommiertesten Europas und bildet hervorragende Informatiker und Ingenieure aus.

Tourismus

Prag ist eine der meistbesuchten Städte Europas mit über 10 Millionen Übernachtungen jährlich. Der Tourismus trägt rund 3 Prozent zum BIP bei. Neben Prag gewinnen auch kleinere Städte wie Český Krumlov (UNESCO-Welterbe), Karlovy Vary (Karlsbad), Brno und Olomouc an Beliebtheit.

Prag: Kosten und Preise 2026

Obwohl Prag teurer geworden ist, bleibt es für Österreicher ein attraktives Reiseziel:

  • Bier im Lokal: 60 bis 90 CZK (ca. 2,40 bis 3,60 Euro)
  • Mittagessen: 200 bis 350 CZK (ca. 8 bis 14 Euro)
  • Abendessen in einem guten Restaurant: 500 bis 1.000 CZK (ca. 20 bis 40 Euro)
  • Einzelfahrt U-Bahn oder Tram: 40 CZK (ca. 1,60 Euro)
  • Hotelzimmer Mittelklasse: 2.000 bis 4.000 CZK (ca. 80 bis 160 Euro)
  • Eintrittskarte Prager Burg: 250 CZK (ca. 10 Euro)

In der Altstadt und in touristischen Hotspots sind die Preise deutlich höher als in Wohnvierteln. Für die beste Erfahrung und die günstigsten Preise lohnt es sich, die Haupttouristenzonen zu verlassen und in Viertel wie Vinohrady, Žižkov oder Holešovice zu gehen.

Grenznahe Einkäufe: Znojmo, Brno und mehr

Für Bewohner des nördlichen Niederösterreichs und Wiens sind grenznahe tschechische Städte beliebte Einkaufsziele. Znojmo (Znaim), nur eine Autostunde von Wien entfernt, bietet günstige Lebensmittel, Bier, Kosmetik und Dienstleistungen. In Brno (Brünn) gibt es zusätzlich große Einkaufszentren und ein breites Angebot an Dienstleistungen.

Besonders beliebt bei Österreichern sind Tabak und Alkohol, die in Tschechien deutlich günstiger sind. Auch Zahnarztbesuche, Friseurbesuche und sogar Autoservices sind billiger. Beachten Sie die EU-internen Richtmengen: Für den persönlichen Bedarf dürfen Sie theoretisch größere Mengen einführen, die Menge muss aber für den Eigenverbrauch plausibel sein.

Immobilien in Tschechien

Prager Immobilien haben in den vergangenen Jahren stark an Wert gewonnen. Die Preise liegen in der Innenstadt mittlerweile bei 5.000 bis 8.000 Euro pro Quadratmeter, was Wien-Niveau nahekommt. Außerhalb von Prag sind die Preise deutlich niedriger. Brünn und Ostrava bieten gute Renditen für Investoren, mit Kaufpreisen, die ein Drittel bis die Hälfte der Prager Preise betragen.

Für österreichische Investoren ist der Kauf einer Immobilie in Tschechien rechtlich unproblematisch, da EU-Bürger volles Eigentumsrecht genießen. Die steuerlichen Rahmenbedingungen sollten mit einem lokalen Steuerberater geklärt werden.

Kulinarische Highlights und Bierkultur

Tschechien ist weltberühmt für sein Bier. Pilsner Urquell, Budweiser Budvar, Staropramen und Hunderte von Craft-Bieren machen die tschechische Bierkultur einzigartig. Der pro-Kopf-Bierkonsum ist der höchste der Welt. Für Bierliebhaber aus Österreich ist ein Besuch in einer der vielen Bierhallen, Brauereien und Craft-Beer-Bars in Prag, Brno oder Plzeň ein unvergessliches Erlebnis.

Die tschechische Küche bietet deftige Gerichte wie Svíčková (Lendenbraten in Rahmsoße), Vepřo-knedlo-zelo (Schweinebraten mit Knödel und Kraut) und Trdelník (süßes Gebäck). Die Preise in tschechischen Restaurants sind für österreichische Verhältnisse sehr moderat.

EUR/CZK ist ein wichtiges Währungspaar für Österreich, weil Tschechien ein zentraler Handelspartner und ein beliebtes Reiseziel ist. Die Krone hat sich über die Jahre als stabile Währung etabliert. Die ČNB verfolgt eine glaubwürdige Geldpolitik und reagiert entschlossen auf Inflation und Wechselkursbewegungen. Für Reisende, Einkaufstouren und Grenzgänger bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Optimierung der Wechselkurs-Kosten. Mit Neobanken-Karten, der Vermeidung von Straßenwechslern und einer klugen Planung der Einkäufe sparen Sie bares Geld in Prag, Brünn und den schönen Regionen Tschechiens. Die Euro-Einführung bleibt eine offene Frage, doch kurzfristig wird die Krone weiterhin eine eigenständige Rolle in der mitteleuropäischen Währungslandschaft spielen.

Karlsbad, Marienbad und die Kurkultur

Westböhmen ist berühmt für seine historischen Kurstädte: Karlovy Vary (Karlsbad), Mariánské Lázně (Marienbad) und Františkovy Lázně (Franzensbad). Diese drei Städte gehören seit 2021 zum UNESCO-Welterbe. Für Österreicher, die einen Kuraufenthalt planen, bieten diese Orte hervorragende medizinische Einrichtungen und Wellness-Hotels zu Preisen, die deutlich unter vergleichbaren österreichischen Angeboten liegen. Ein zweiwöchiger Kuraufenthalt kostet in Tschechien oft nur die Hälfte bis zwei Drittel des österreichischen Preises.

Tschechisches Bildungssystem und Universitäten

Die Karlsuniversität in Prag, gegründet 1348, ist die älteste Universität Mitteleuropas. Auch die technischen Hochschulen ČVUT in Prag und VUT in Brno genießen einen hervorragenden Ruf. Für österreichische Studenten, die ein Erasmus-Semester oder ein Auslandsstudium planen, ist Tschechien eine attraktive Option: Die Lebenshaltungskosten sind deutlich niedriger als in Wien, die Unterrichtssprache ist oft Englisch, und die kulturelle Nähe erleichtert den Aufenthalt.

Tschechische Industrie und Innovation

Neben der traditionell starken Automobilindustrie entwickelt sich Tschechien zunehmend als Innovationsstandort. In den Bereichen Nanotechnologie, Lasertechnik, Biotechnologie und künstliche Intelligenz gibt es bedeutende Forschungszentren. Das ELI Beamlines Laserzentrum in Dolní Břežany bei Prag gehört zu den leistungsfähigsten der Welt. Für österreichische Unternehmen und Forschungseinrichtungen bieten sich zahlreiche Kooperationsmöglichkeiten.

Verkehrsanbindung Österreich-Tschechien

Die Verkehrsverbindungen zwischen Österreich und Tschechien sind gut ausgebaut. Die Autobahnverbindung Wien-Brünn dauert etwa eineinhalb Stunden, Wien-Prag rund drei Stunden. Der Railjet der ÖBB fährt mehrmals täglich von Wien nach Prag in etwa vier Stunden. RegioJet und Leo Express bieten günstige Bus- und Zugverbindungen. Billigflieger verbinden Wien und Prag, obwohl die Zugverbindung für die kurze Distanz meist praktischer ist.

Für die Autobahnnutzung in Tschechien ist eine elektronische Vignette erforderlich, die online unter edalnice.cz erworben werden kann. Die 10-Tages-Vignette kostet 270 CZK (ca. 11 Euro), die Jahresvignette 2.300 CZK (ca. 92 Euro). Ohne gültige Vignette drohen empfindliche Strafen.

Tschechische Sprache und Verständigung

Die tschechische Sprache gehört zur slawischen Sprachfamilie und ist für Deutschsprachige nicht leicht zu lernen. In Prag und anderen touristischen Zentren sprechen die meisten Menschen im Dienstleistungssektor ausreichend Englisch. Deutsch wird vor allem in grenznahen Regionen noch verstanden, besonders bei der älteren Generation. Einige Grundbegriffe auf Tschechisch (Dobrý den = Guten Tag, Děkuji = Danke, Prosím = Bitte) werden von den Einheimischen geschätzt.

Tschechische Glaskunst und Kristall

Böhmisches Glas und Kristall haben eine jahrhundertealte Tradition. Marken wie Moser, Rückl und Preciosa sind international bekannt. In den Glasdörfern Nordböhmens können Besucher Glasbläsern bei der Arbeit zusehen und direkte Einkäufe zu Fabrikantenpreisen tätigen. Die Preise sind für österreichische Verhältnisse sehr attraktiv, und böhmisches Kristall ist ein beliebtes Geschenk und Souvenir. Achten Sie auf die Echtheitszertifikate und bevorzugen Sie etablierte Hersteller.

Tschechische Natur und Outdoor-Aktivitäten

Tschechien bietet hervorragende Möglichkeiten für Outdoor-Aktivitäten. Das Riesengebirge (Krkonoše), der Böhmerwald (Šumava), die Mährische Karstregion und die Böhmische Schweiz (České Švýcarsko) sind beliebte Wandergebiete. Radfahren entlang der Moldau und Elbe, Skifahren im Riesengebirge und Kanufahren auf der Moldau sind weitere Highlights. Die Infrastruktur ist gut ausgebaut, und die Kosten für Unterkunft und Verpflegung sind deutlich niedriger als in Österreich.

Tschechisches Gesundheitswesen

Tschechien verfügt über ein leistungsfähiges Gesundheitssystem mit modernen Kliniken und gut ausgebildeten Ärzten. Medizintourismus ist ein wachsender Wirtschaftszweig, insbesondere für Zahnbehandlungen, Augenlaser-Operationen und plastische Chirurgie. Die Kosten liegen 30 bis 60 Prozent unter den österreichischen Preisen bei vergleichbarer Qualität. Prag und Brünn sind die wichtigsten Standorte für medizinische Behandlungen. EU-Bürger können unter bestimmten Bedingungen eine Kostenerstattung durch ihre heimische Krankenkasse beantragen.

Sport und Freizeit

Tschechien ist eine Sportnation. Eishockey ist Nationalsport, die tschechische Eishockeynationalmannschaft gehört regelmäßig zur Weltspitze. Fußball wird ebenfalls leidenschaftlich verfolgt, Sparta Prag und Slavia Prag sind die bekanntesten Clubs. Für Wintersportfans bieten das Riesengebirge und die Beskiden moderate Skigebiete, die deutlich günstiger sind als in Österreich. Im Sommer locken Radwege, Wanderpfade und Wassersportmöglichkeiten Outdoor-Enthusiasten aus ganz Europa an.

Wichtige Wirtschaftsindikatoren und Terminkalender

Für Devisenmärkte sind folgende Wirtschaftsindikatoren besonders relevant und werden monatlich oder vierteljährlich veröffentlicht:

  • Bruttoinlandsprodukt (BIP): Zeigt das Wirtschaftswachstum an. Positive Überraschungen stärken die heimische Währung.
  • Verbraucherpreisindex (VPI): Misst die Inflation und beeinflusst die Zinspolitik der Zentralbanken direkt.
  • Arbeitsmarktdaten: Beschäftigungszahlen und Arbeitslosenquote beeinflussen die Geldpolitik.
  • Einkaufsmanagerindex (PMI): Frühindikatoren für die wirtschaftliche Aktivität in Industrie und Dienstleistungen.
  • Einzelhandelsumsätze: Zeigen die Konsumstärke der Bevölkerung.
  • Handelsbilanz: Misst den Unterschied zwischen Exporten und Importen.
  • Zentralbankentscheidungen: Die wichtigsten Einzelereignisse für den Devisenmarkt.

Die Veröffentlichungstermine sind in Wirtschaftskalendern auf Plattformen wie Investing.com, ForexFactory und Bloomberg nachzuschlagen. Viele Broker integrieren den Wirtschaftskalender direkt in ihre Handelsplattform. Für österreichische Anleger sind insbesondere die EZB-Pressekonferenzen und die Veröffentlichung der deutschen und österreichischen Wirtschaftsdaten relevant.

Wechselkurs-Apps und Tools für den Alltag

Für den täglichen Umgang mit Fremdwährungen empfehlen sich verschiedene Tools und Apps:

  • XE Currency: Einer der bekanntesten Wechselkursrechner, verfügbar als App und Website.
  • Wise (TransferWise): Bietet neben dem Geldtransfer auch einen exzellenten Live-Wechselkurs-Rechner.
  • Revolut: Die App zeigt Echtzeit-Wechselkurse an und ermöglicht sofortige Umrechnung.
  • Google Finanzen: Einfache Wechselkursabfrage direkt in der Google-Suche.
  • OANDA: Professionelle Wechselkursdaten mit historischen Kursen und Diagrammen.

Diese Tools sind kostenlos und liefern zuverlässige Kursdaten in Echtzeit. Für die Planung größerer Umtauschgeschäfte empfehlen wir, die Kurse über mehrere Tage zu beobachten und Preisalarme einzurichten.

Tschechische Start-up-Szene

Prag hat sich zu einem wichtigen Start-up-Hub in Mitteleuropa entwickelt. Firmen wie Kiwi.com (Flugsuchmaschine), Productboard (Produktmanagement-Software), Rossum (KI-basierte Dokumentenverarbeitung) und Apify (Web-Scraping) sind international erfolgreich. Die niedrigeren Lebenshaltungskosten im Vergleich zu London oder Berlin, die hohe Lebensqualität und der Zugang zu qualifizierten Fachkräften machen Prag attraktiv. Für österreichische Investoren und Gründer bietet die tschechische Start-up-Szene interessante Kooperations- und Investmentmöglichkeiten.

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Häufig gestellte Fragen

Wie steht EUR/CZK aktuell 2026?

Der EUR/CZK Kurs bewegt sich 2026 in einer Spanne zwischen 24 und 26 Kronen pro Euro. Die Krone zählt zu den stabileren Währungen Mitteleuropas.

Wird Tschechien den Euro einführen?

Tschechien hat sich mit dem EU-Beitritt verpflichtet, plant jedoch aktuell keinen konkreten Termin. Eine Einführung vor Ende des Jahrzehnts ist unwahrscheinlich.

Wie bezahle ich in Prag am besten?

Kartenzahlung ist in Prag überall möglich. Für beste Kurse verwenden Sie eine Neobanken-Karte. Wechseln Sie nicht bei Straßenwechslern oder am Flughafen.

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Redaktion finanzinfo.at

Chefredakteur finanzinfo.at

Martin Höllinger ist Finanzjournalist und Gründer von finanzinfo.at. Er ist spezialisiert auf österreichisches Steuerrecht, Geldanlage und Finanzvergleiche.