Darlehen in Österreich: Arten und Vergleich
Darlehensarten in Österreich: Annuitätendarlehen, Festdarlehen, Bauspardarlehen und Nachrangdarlehen - Tilgung, Zinsbindung und Besicherung.
Ein Darlehen ist nicht gleich Darlehen: Tilgungsform, Zinsbindung und Besicherung bestimmen die Gesamtkosten stärker als der beworbene Zinssatz.
Darlehensarten im Überblick
- Annuitätendarlehen: konstante Rate, in der sich das Verhältnis von Zins und Tilgung laufend verschiebt.
- Festdarlehen: Tilgung erst am Laufzeitende, dafür durchgehend Zinsen auf die volle Summe.
- Bauspardarlehen: Gefördert wird das Ansparen, nicht das Darlehen - die Prämie bringt 2026 höchstens 18 Euro im Jahr. Für das Darlehen gilt seit 1. Jänner 2026 eine Obergrenze von 310.000 Euro pro Person, ohne Besicherung 46.000. Eine gesetzliche Zinsobergrenze gibt es nicht; die verbreiteten 6 Prozent stehen in den Bedingungen der Kassen.
- Nachrangdarlehen: tritt im Insolvenzfall hinter andere Forderungen zurück - deshalb der höhere Zins.
Das in deutschen Ratgebern häufige Forward-Darlehen, also der heute fixierte Zinssatz für eine erst künftige Anschlussfinanzierung, ist in Österreich keine allgemeine Marktkondition. Einzelne Institute bieten so etwas an, der Aufschlag ist dann Verhandlungssache.
Alle Artikel
Bauspardarlehen: Zinsobergrenze, Prämie und Sechsjahresfrist
Die vielzitierte Sechs-Prozent-Grenze steht nicht im Gesetz. Warum die Prämie seit Jahren bei 1,5 Prozent klebt und wann sie zurückgefordert wird.
Weiterlesen →Nachrangdarlehen: Was Anleger vor der Zeichnung wissen sollten
Wie der Rangrücktritt wirkt, warum es keine Einlagensicherung gibt, welche Plattformen es noch gibt und warum die Zinsen nicht der KESt unterliegen.
Weiterlesen →